Autismus: Das Medienbild und die Wirklichkeit

Liebe Medienvertreter und Journalisten: Diesen Blogpost schreibe ich (fast) nur für Euch. Allerdings wird es kein vorweihnachtliches Adventsgeschenkt, vielmehr wird es wohl die Rute des Knecht Ruprecht die hier zum Einsatz kommt. Aber immer in der Hoffnung das, bleibt man beim Bild des Knecht Ruprecht, ihr im kommenden Jahr stets bestrebt sein werdet in der kommenden Weihnachtszeit vom Nikolaus beschenkt zu werden.

Der Anlass für mein Blogpost an Euch ist in doppeltem Sinne äußerst traurig. Gestern gab es in den USA einen Amoklauf an einer Grundschule. Fast 30 Menschen, darunter 20 Kinder, sind zu Tode gekommen. Es ist schlimm dass sowas passiert und es ist richtig dass in den Medien darüber berichtet diskutiert wird.

Nicht weniger schlimm ist, für mich als Autisten, aber manchmal auch in welcher Weise über solche Ereignisse berichtet wird. Heute früh hörte ich im Radio im Nachrichtenblock über den Täter folgendes (nicht wörtlich!):

Der Täter….persönlichkeitsgestört…wahrscheinlich autistisch…sozial isoliert….

Alleine die Assoziationskette in dieser Aussage ist traurig.

Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung und als solches eine angeborene Behinderung. Mit einer Persönlichkeitsstörungen hat das nicht viel zu tun. Davon abgesehen: Wenn ein Mensch sozial isoliert lebt lässt das keinen Rückschluss auf einen evtl. vorhandenen Autismus zu. Die soziale Isolierung in die sich Autisten manchmal begeben (nicht zwingend!) ist in vielen Fällen eine Reaktion auf Umwelteinflüsse die durch autistische Merkmale verstärkt wahrgenommen werden. Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass Autisten sich gerne isolieren! Aber darauf möchte ich hier nicht weiter eingehen.

Autismus als Grund?

In den Medien wird in letzter Zeit immer wieder, bei Amokläufen oder Straftaten die man sich erst einmal nicht erklären kann, von einem autistischen Täter gesprochen. Meist mit dem Zusatz „vermutlich“. Warum ist das so? Seid ihr Euch wirklich sicher, dass Autismus einen Amoklauf auslösen kann? Woran liegt das? Als Autist verstehe ich das nicht. Ich kann mir, bei meinem Versuch genau das zu verstehen, nur zwei Gründe erklären:

Zum einen: Die Überzeugung das Autismus eben doch einen Amoklauf auslösen kann. Nur welche Gründe kann es, oberflächlich gesehen, dafür geben? Achtung: Es folgen einige Stereotypen über Autismus!

Autisten sind potentiell und grundlos aggressiv!

Dieser Eindruck entsteht zumeist dann, wenn Autisten für die Umwelt plötzlich, unverständlich und manchmal auch sehr heftig reagieren. Aber warum ist das so? Sicher nicht weil sie aggressiv sind oder anderen Menschen schaden wollen. So ein Verhalten drückt in vielen Fällen eine Überlastung aus.

Stellen Sie sich vor das sie in eine Ecke gedrängt werden, ihre Hilferufe übersehen werden und Sie keine andere Möglichkeit mehr sehen diesem Druck und dieser Belastung auszuweichen. Wenn Sie sich dann in einem solchen Moment wehren oder bemerkbar machen: Ist das Böse gemeint? Wollen Sie jemandem schaden? Ich denke nicht. Und so ist das eben auch bei Autisten, wir sind auch nur Menschen!

Autisten leben in ihrer eigenen Welt

Viele gehen davon aus, wohl begründet in der Annahme dass es eine Notwendigkeit des Lebens ist mit der Umwelt zu kommunizieren, dass Autisten in einer Art eigenen Welt leben. Und wenn man schon in dieser eigenen Welt lebt ist es auch nicht verwunderlich, dass dort andere Maßstäbe und Regeln gelten. Da ist es nicht weit zur Schlussfolgerung: Ein Autist versteht „unsere“ Welt derart anders das etwas wie ein Amoklauf in Ordnung sein könnte. Was spricht dagegen? Vieles!

Zum einen leben Autisten definitiv nicht in ihrer eigenen Welt. Es gibt zahllose Beispiele von Autisten von denen man ausging das sie von ihrer Umgebung nichts mitbekommen haben. In dem Moment in dem man aber einen Zugang zu ihnen und eine Möglichkeit gefunden hat mit ihnen zu kommunizieren wurde dies widerlegt. Man war erstaunt darüber was Autisten, die man in ihrer eigenen Welt vermutete, von der „wirklichen“ Welt mitbekommen haben.

Zum anderen: Amokläufe sind in den meisten Fällen geplant. Man muss sich Waffen organisieren, die Tat planen und dann ausführen. Passt das wirklich zu einem Menschen von dem man glaubt er lebe in einer eigenen Welt? Mal ehrlich: Wer sowas plant und durchführt weiß bis zu einem gewissen Punkt genau was er macht. Unterschiedliche Werte von Leben und Ethik können so ein Verhalten sicher nicht erklären!

Autisten sind Eis- bzw. Gefühlskalt

Autisten wird nachgesagt, dass sie gefühlskalt sind. Man spricht ihnen die Empathie für andere Menschen ab und verbindet das oftmals auch mit der Annahme dass Autisten eigene Gefühle nicht empfinden können. Das würde zu so einer kaltblütigen Tat natürlich prima passen. Aber ist das auch so? Definitiv nicht! Zum einen gibt es durchaus empathische und sehr empathische Autisten.

Zum anderen: Selbst wenn jemand nicht nachempfinden kann wie grausam und brutal eine solche Tat ist bedeutet das nicht, dass er auch dazu fähig ist. Wenn ich, aufgrund eines Nervenschadens, keinen Schmerz in einem Finger verspüre heißt das ja nicht auch automatisch das ich anderen Menschen in den Finger schneide oder Ihnen den Finger breche, oder?

Autismus als Entschuldigung

Wenn Autismus nun schon nicht wirklich als Begründung für eine solche Tat herhalten kann, wieso wird es dann erwähnt? Vielleicht weil man mit der Behinderung Autismus diese Tat entschuldigen möchte? Hier muss ich mich wieder fragen: Warum? Macht es die Tat besser? Nein! Macht es den Täter besser? Nein! Was steckt also dahinter? Ich vermute da eine Kombination aus verschiedenen Argumentationspunkten.

Auf der einen Seite sind Menschen wohl immer bestrebt für alles einen Grund zu finden. Besonders für Ereignisse die einem selbst nicht verständlich sind. Man kann sich nicht erklären warum ein junger Mann ein derartiges Massaker anrichtet. Da kommen Argumente wie Killerspiele und auch Persönlichkeitsstörungen einem besonders gelegen. Man hat, schnell und unkompliziert, einen „guten“ Grund gefunden sich das unerklärbare zu erklären. Und da Autismus, besonders in den USA, immer präsenter wird und noch mit vielen Vorurteilen wie z.B. der „geistigen Behinderung „behaftet ist (s.o.) findet man in ihm eine gute Begründung für solche Taten. Autisten sind in den Augen vieler Menschen eben gestört.

Auf der anderen Seite ist es unter Umständen auch ein Versuch es den Hinterbliebenen des Täters das Leben leichter zu machen. Immerhin ist es leichter zu sagen: „Der Täter war behindert und wusste nicht was er tat!“ als „Da ist aber eine Menge schief gelaufen und wir haben nichts bemerkt!“. Aber kann und darf Autismus für solche Rechtfertigungen herhalten? Ich denke nicht! Autismus macht einen Menschen nicht unzurechnungsfähig! Besonders und explizit auch dann wenn er überhaupt fähig ist solche Taten zu begehen!

Im Zweifel für den Autisten

Was möchte ich nun Euch medienschaffenden und Journalisten mit diesem Blogpost sagen? Bitte legt, auch wenn es einen enormen Zeitdruck bei aktuellen Meldungen gibt, mehr Sorgfalt an den tag wenn es um Sprache, Behinderungen und Begründungen geht. Autismus spielt (ich sage mal in den allermeisten Fällen) definitiv keine Rolle bei so einer Tat. Warum also erwähnen? Ihr erwähnt ja auch nicht das der Täter Schuhgröße 47, blonde Haare und einen Schnupfen hatte. Warum? Genau: Weil es in dem Moment und für die Tat keine Rolle spielt!

An diesem Punkt komme ich dann wieder zum Anfangsbild der Vorweihnachtszeit:

Ich wünsche mir von allen Medienschaffenden und Journalisten einen sorgfältigeren Umgang mit der schönen und sehr umfangreichen Sprache dieses Landes. Und bitte sprecht nicht von Autismus wenn dieser nicht ausschlaggebend ist oder nur weil andere Medien eben genau dies tun. Denkt nach und berichtet bitte objektiv! Denn je mehr Autismus im Zusammenhang mit Amokläufen oder ähnlich grausamen Tat gebracht wird umso mehr werden auch die Vorurteile gegenüber Autisten verstärkt und bestätigt! Nicht Autisten sind die Amokläufer dieser Welt, es sind Menschen!

In diesem Sinne: Im Zweifel bitte für den Autisten.

Eine frohe und hoffentlich friedlichere Vorweihnachtszeit wünscht

Knecht Ruprecht

Update (17.12. 18 Uhr):

Die letzten 2 Tage waren wirklich anstrengend. Ich habe versucht mit dem Bild des Knecht Ruprecht an die Medien zu appellieren einen großen Fehler nicht zu begehen. Das Ergebnis war geteilt. Es gab die positiven Momente. Medien korrigierten Titelzeilen, nahmen Autismus heraus. Andere hörten auf von Autismus im Zusammenhang mit dem Amoklauf zu reden. Die Protestwelle bei Twitter war, für mich und gefühlt, gewaltig! Es wurde protestiert und dieser Protest wurde auch von anderen Medien, zum Beispiel der Frankfurter Rundschau oder Telepolis, wahrgenommen und darüber berichtet. Ich bin dafür sehr dankbar! Auch für die überwältigende Reaktion von nichtautistischen Menschen die unsere Botschaften weiterreichten und unterstützend kommentierten!

Es gibt, im Nachklang, aber auch immer mehrere negative Momente. Zum einen die Medien die einfach Texte von Nachrichtenagenturen unkommentiert übernehmen. Unser Journalismus ist anscheinend schon so weggespart das alles kritiklos übernommen wird was von großen Agenturen kommt. Klar: Es ist einfach, schnell und billig. Für mich fühlt es sich einfach schäbig, schlampig schnell und billig im Ergebnis an! Qualitätsjournalismus geht anders und kostet Geld! Geld das Konsumenten für Qualität sicher gerne bezahlen. Aber das ist ein anderes Thema.

Schlimmer geht nimmer?

Und immer wenn man denkt: Es kommt nicht Schlimmer, ja was passiert dann? Genau: Es kommt schlimmer!

Zum Beispiel in diesem Interview mit Reiner Haller

Ein Gerichtspsychiater wird zum Amoklauf befragt. Was folgt ist u.a. so etwas:

Es sind entweder neurotische, narzisstisch gekränkte Menschen oder solche, die ein Asperger-Syndrom aufweisen, sich also schwer in andere hineinfühlen können, gleichzeitig extrem kränkbar sind.

Man beachte: Das sagt ein Mensch der zum einen sich auskennen SOLLTE und zum anderen für die Gerichtsbarkeit eines europäischen Landes arbeitet. Man muss davon ausgehen, dass genau solche Psychiater zum Beispiel Gutachten über sensible Fälle anfertigen. Mir grauts vor solchen Menschen. Da wundert es nicht das Autismus bzw. das Asperger-Syndrom immer mehr bei Straftaten erwähnt werden!

Eigentlich müsste man die Medien nun schon fast in Schutz nehmen. Was sollen sie machen wenn Fachleute schon Bockmist dabei bauen Grundinformationen zu liefern? Auf irgendwen müssen sich auch Journalisten bei der Recherche verlassen.

Auf Kosten der Schwächsten

Was solche Fehlinformationen und deren Verbreitung in den Medien anrichten können  wurde in den letzten Tagen ja zahlreich beschrieben und diskutiert. Gerade eben wurde ich über Twitter von Senzaphine  noch auf einen weiteren Punkt aufmerksam gemacht der mir noch an keiner anderen Stelle zu diesem Thema aufgefallen ist:

Was hat das für Folgen bei der Inklusion und Beschulung von Autisten in Deutschland? Im schlimmsten Falle entstehen genau durch oben beschriebene Vorurteile und „fachmännische“ Fehlinformationen noch größere Ängste der Lehrkräfte vor der Inklusion von Autisten in Regelschulen. Ängste die sowieso schon durch mangelnde Information und Ausbildung und der damit verbundenen Überforderung entstehen. Etwas das man keinem Lehrer vorhalten kann und darf! Nicht auszudenken wenn diese Panik vor Autismus weiter geschürt wird. Zum einen noch mehr Angst vor Autisten in der Schule, zum anderen mögliche Vorbehalte von Eltern anderer Schüler. Eltern von autistischen Kindern haben es schon unheimlich schwer und müssen für die Rechte ihrer Kinder kämpfen. Soll da noch ein weiterer Widerstand von anderer Stelle hinzukommen? Letztendlich trifft es immer die Kinder!

Eine Lebensaufgabe

Der Schaden der durch diese ganze Panikmache entsteht ist unsäglich groß. Und was bleibt sind wenige Autisten und engagierte Nichtautisten die mit allen Kräften versuchen dagegen vorzugehen und Vorurteile auszuräumen. Eine wahrliche Sisiphusarbeit! Und im Moment sind die Götter dem Sisiphos anscheinend nicht wohlgesonnen.

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49 Antworten zu Autismus: Das Medienbild und die Wirklichkeit

  1. Meines Erachtens geht es solchen Schreiberlingen (- Journalisten, die ihren Titel verdienen, produzieren keinen derartigen Stuss …) einfach nur darum, Amokläufe und andere Greueltaten als Handlungen eines “armen Irren” darzustellen – wofür sich Pseudo-Diagnosen wie “Autismus” anbieten, weil diesen Begriff zwar keiner versteht, aber jeder zu kennen glaubt.
    Seriöser Journalismus hingegen wäre aus meiner Sicht, nach der Geschichte solch einer extremen Handlung zu suchen, entstehen derartige Katastrophen doch eben gerade nicht “out of thin air”, wie es die These vom “isolierten Einzeltäter” suggeriert.
    Ernsthaft nach den Hintergründen zu fragen, würde aber auch erfordern, Entwicklung und Zustand unserer Gesellschaft kritisch zu hinterfragen – und wer will das schon …

    • quergedachtes schreibt:

      Ich sehe das nicht so kritisch bzw negativ. Ich denke, und da muss ich schon viele Journalisten in Schutz nehmen, es ist eher der Zeitdruck der sowas produziert. Über die Nachrichtenticker kommt der Autismus in Verbindung mit solchen Taten und dann wird er übernommen. Beim Hessischen Rundfunk ist das Wort Autismus ganz schnell aus den Nachrichten verschwunden. Ich möchte mit meiner virtuellen Knecht Ruprecht Rute auch niemanden schlagen sondern dazu anregen nachzudenken. Denn wenn die Problematik in den Köpfen angekommen ist achtet man auch auf solche Formulierungen. Und dann ist auch dem Bild von Autisten etwas Gutes getan :)

    • Ismael Kluever schreibt:

      Den Begriff “autistische Tendenzen” hat offensichtlich der Bruder des Amokschützen in Umlauf gebracht.
      Es passt geade so gut: Im Austausch mit einem autistischen Menschen ist mir eines deutlich geworden:
      Wir neurotypischen Menschen neigen dazu, aus einem Detail etwas Ganzes zu rekonstruieren. D. h. wir nehmen ein Merkmal wie “verschlossen / nicht kommunikativ” wahr und suchen sofort nach einer Erklärung, was zunächst mal auch nicht verwerflich ist. Allerdings beschreiten wir dabei oft nicht den Weg der Recherche, sondern greifen zu einer Erklärung, die leicht zur Hand ist. Also zu einer Requisite aus der Klamottenkiste unserer Vorurteile bzw. aus dem, was wir zu kennen glauben. Und dieses Erklärungsmodell geben wir als die Wahrheit aus. Das verschafft uns die trügerische Sicherheit, mit einem so abstrusen Vorfall wie einem Amoklauf “umgehen” zu können. Die Ungewissheit ist ja schwer zu ertragen.

      Im Umgang mit der erwähnten autistischen Person habe ich einen anderen Kommunikationsstil kennengelernt: Ein permanentes, beharrliches, gleichzeitig aber behutsames Nachfragen.
      “Was meinst du damit?”… “Kannst du das konkretisieren?”… “Wie wirkt sich dieses oder jenes für dich aus?”
      Das ist für mich eine wunderbare und schöne Erfahrung. Ich würde mir diese vorurteilsfreiesfreie Behutsamkeit im Gespräch auch unter neurotypischen (“normalen”) Menschen wünschen!

  2. bestOfCrumbs schreibt:

    Leider hier ein weiteres schlechtes Beispiel. Da wird das Asperger-Syndrom explizit erwähnt und mit einer Persönlichkeitsstörung verwechselt.
    http://www.blick.ch/news/ausland/das-ist-der-amoklaeufer-id2141261.html

  3. bestOfCrumbs schreibt:

    Auch Spiegel-Online erwähnt das Asperger-Syndrom und schreibt gleich im nächsten Satz von einer Persönlichkeitsstörung:
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/massaker-von-newtown-adam-lanza-erschoss-27-menschen-a-873084.html

  4. Dario schreibt:

    In der Sache stimme ich dir absolut zu und finde es wichtig, dass es Menschen aus dem autistischen Spektrum gibt, die diese Art von reißerischer und undifferenzierter Berichterstattung anprangern. Dafür möchte ich dir ausdrücklich danken.

    Ich persönlich rege mich über diese Art der Berichterstattung nicht mehr auf, weil es sich nicht lohnt und nur unnötig Nerven kostet. Dass auch Autisten unter bestimmen Umständen in der Lage sein können, schwere Strafaten zu begehen, bestreitet sicher niemand. Strafrechtliche Schuld kann aber immer nur individuell sein. Nur weil einige Asperger-Autisten schreckliche Verbrechen begehen, hat deshalb noch lange keiner das Recht, daraus auf die Gesamtheit aller Asperger-Autisten zu schließen oder gar eine Art “Kollektivschschuld” abzuleiten. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

  5. Danke für diesen Blog !!!!!!!!!!!

  6. Pingback: Ich töte keine Menschen! | dasfotobus

  7. Pingback: Lieber Spiegel-Online, auf Realitaetsfilter

  8. Pingback: OT: Newton, Connecticut | Die Amy bloggt

  9. Uhupardo schreibt:

    “Ich möchte mit meiner virtuellen Knecht Ruprecht Rute auch niemanden schlagen sondern dazu anregen nachzudenken. Denn wenn die Problematik in den Köpfen angekommen ist achtet man auch auf solche Formulierungen.”

    Genau das habe ich an diesem Artikel besonders geschätzt.

    Saludos del Uhupardo

  10. carchili schreibt:

    Reblogged this on einheizradio und kommentierte:
    “Ich wünsche mir von allen Medienschaffenden und Journalisten einen sorgfältigeren Umgang mit der schönen und sehr umfangreichen Sprache dieses Landes.”

  11. Hindemith schreibt:

    Grundsätzlich stimme ich dem Artikel vollkommen zu: es werden Erklärungen gesucht, und dann ist “Autismus” ein willkommenes Attribut. Die Kritik am SPON Artikel ist berechtigt, so krude darf man nicht argumentieren, insbesondere nicht in einer so emotionalen Situation.

    Eine Frage stellt sich mir aber schon auch: Könnte es nicht sein, dass das autistische Spektrum nicht irgendwie doch mit der “Amoklauf-Wahrscheinlichkeit” korreliert? Nicht im Sinne von einem ursächlichen Zusammenhang, sondern eben nur im Sinne von Korrelation? Genauso wie wohl Männer häufiger Amok laufen als Frauen?

    Insgesamt ist das Thema schwierig und verträgt die medialen Vereinfachungen nicht. Wenn man nämlich zu dem Schluss käme, dass Amokläufer tatsächlich häufiger Autisten sind als Nicht-Amokläufer, dann klingt das drastisch, und der Journalist fühlt sich — rein im Sinne der Lesbarkeit natürlich– dazu berufen, aus der Korrelation eine generelle und relevante Ursächlichkeit abzuleiten, Auf viele subtile, aber wesentlichen Teilaspekte kann er dann aber nicht eingehen, z.B.:

    * Selbst wenn es ein starkes Signal gäbe (zur Illustration, nehmen wir einmal an: jeder zweite Amokläufer wäre Autist), so würde das trotzdem wenig bedeuten, denn “Amoklauf” ist sehr selten, und andersherum ausgedrückt wäre dann die Wahrscheinlichkeit, dass ein Autist Amok läuft gegenüber Nicht-Autisten nur sehr geringfügig erhöht (von “sehr sehr sehr sehr gering” auf “sehr sehr sehr gering”)

    * Die Ursächlichkeit von Autismus für “Amoklauf” lässt sich bei so kleiner Datenbasis ohnehin nicht feststellen, es sei denn man könnte einen klaren Wirkmechanismus identifizieren. Es ist durchaus möglich, ja sogar recht wahrscheinlich, dass andere Faktoren ausschlaggebend sind, die sowohl bei Amokläufern als auch bei Autisten stärker ausgeprägt sind. Geschlecht zum Beispiel: Männer laufen eher Amok, Männer sind eher Autisten … also sind mehr Autisten unter den Amokläufern. Wahrscheinlich gibt es mehr solche Attribute.

    * Amoklauf ist ein sehr seltenes Phänomen (zum Glück), Autismus ist sehr viel häufiger. Daher ist die individuelle Persönlichkeitsvariation unter den Autisten der wesentliche Faktor, nicht der Autismus selbst, selbst wenn es ein generelles Signal geben sollte. Hinzu kommt:

    * Selbst wenn es ein generelles Signal geben sollte, so ist es sicher nicht monoton, salopp ausgedrückt: “je autistischer, desto höher die Amok-Wahrscheinlichkeit” ist sicher falsch.

    Zusammenfassend: ich weiss nicht, ob es eine Korrelation gibt, kann mir das aber vorstellen. Nur würde das relativ wenig bedeuten, und das Thema müsste umfassend beleuchtet werden, denn einige Einsichten sind nicht intuitiv. Ein Presseartikel kann das normalerweise nicht leisten (der SPON Artikel z.B. sicher nicht), und dann ist es besser, überhaupt keinen Zusammenhang herzustellen. Auf der anderen Seite sollte man aber einen Zusammenhang auch nicht völlig leugnen, es sei denn es gibt ihn wirklich nicht. Dieser sehr gute Blog-Artikel tut dies allerdings auch nicht.

    • quergedachtes schreibt:

      Also ich gehe das Thema mal wie folgt an:
      Betrachtet man wieviele Amokläufe/Massaker/Massenmörder NICHT autistisch sind und setzt sie in Relation zu den “vermutlichen” Autisten…sollte das Beweis genug sein, dass Autismus sicher keine Amokläufe auslöst.
      Man sollte auch eines nicht vergessen: Bei vielen solchen Tätern wird Autismus vermutet oder im nachhinein diagnostiziert. Was solche Vermutungen und Diagnosen dann wert sind steht auf einem anderen Blatt. Dazu kommt das Autismus gerne mal einfach so ins Feld geworfen wird weil der Täter “isoliert” oder “unauffällig aber zurückgezogen” war.
      Anders gesagt: Der Schaden der durch solche Artikel entsteht ist um ein Vielfaches höher als der Nutzen darauf hinzuweisen. Besonders wenn es nur Vermutungen oder Fehlinterpretationen sind.

      • Hindemith schreibt:

        “Der Schaden der durch solche Artikel entsteht ist um ein Vielfaches höher als der Nutzen darauf hinzuweisen. Besonders wenn es nur Vermutungen oder Fehlinterpretationen sind.” Da stimme ich uneingeschränkt zu.

        • Silke Bauerfeind schreibt:

          Das möchte ich auch unterstreichen und bedanke mich an dieser Stelle nochmal für diesen hervorragenden Beitrag. Ich habe Deine Seite auf meiner Homepage verlinkt, damit hoffentlich noch mehr Leute hier lesen. (hoffe, das ist ok :-)
          Herzliche Grüße, Silke

        • quergedachtes schreibt:

          Vielen Dank für die Verlinkung! Je mehr Menschen für das Thema Autismus und den Umgang damit in den Medien sensibilisiert werden umso besser ist es!

  12. Pingback: jensscholz.com 2.0

  13. Dieter Sauer schreibt:

    Hallo Frau Bauerfeind, hallo Herr Frese,
    auch wir finden es schrecklich was in den USA mit Grundschülern im Alter von
    6 – 7 Jahren passiert ist.
    Die Aussage der Täter, ein junger Mann, sei hochintelligent und
    Asperger-Autist ist
    nur auf einer Aussage von einer Mitschülerin überhaupt in die Medien
    gekommen.
    Sofort entsteht ein Feindbild, als wären alle Autisten Monster und sind
    gefährlich.
    Der Täter war bestimmt verschlossen und daher unberechenbar, aber er war
    kein Autist,
    das sind oberflächliche Vermutungen von Journalisten, nur um aus
    Sensationsgründen auf die
    Schnelle ein Täterprofil in die Medien zu setzen.
    Solche Äußerungen, welche in keine Weise fundiert sind, bringen Autisten
    total in Verruf und
    zerstören jahrelange ehrenamtliche Arbeit von Eltern,Angehörigen und
    Fachpersonal.
    Nach meiner Meinung sollte hier nach Überprüfung der Tatbestände der
    Bundesverband Autismus Deutschland Stellung nehmen.
    Dies ist jetzt allein meine Ansicht als Vorsitzender des RV Oberfranken.
    Mit freundlichen Grüssen
    Autismus Oberfranken e.V.
    (1.Vorsitzender Dieter Sauer)

  14. Hindemith schreibt:

    Im SPON Artikel ( http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/adam-lanza-litt-der-amoklaeufer-von-newtown-am-asperger-syndrom-a-873088.html ) gibt es jetzt einen Zusatz:

    “Anmerkung der Redaktion: Einige Leser haben in diesem Text offenbar eine Gleichsetzung von Menschen mit Autismus und Mördern erkannt. Eine solche völlig abwegige Gleichsetzung ist selbstverständlich nicht gemeint. Der Text weist ausdrücklich darauf hin, dass selbst eine Störung keine Erklärung für eine grausame Tat wie in Newton sein kann. Sollte der Artikel dennoch die Gefühle von Menschen mit Autismus verletzt haben, bitten wir um Entschuldigung.”

    Ich muss sagen, ich finde dieses Statement nicht sehr hilfreich. Natuerlich hat niemand “eine Gleichsetzung von Menschen mit Autismus und Mördern erkannt”, sondern man hat sich daran gestört, dass Autismus implizit als ein möglicher Auslöser, bzw. als ein Risikofaktor für das Amoklaufen dargestellt wurde. Selbst diese schwächere implizite Aussage ist sehr unglücklich, und dazu hätte man Stellung nehmen müssen. Na ja …

  15. Pingback: Die ekelhafte Berichterstattung von Spiegel Online. /cc .@lyssaslounge (Katharina Borchert, CEO Spiegel Online) « pixlpop.de

  16. Pingback: Henning Uhle | Unglaubliche Behauptung: “Rain man” das Böse?

  17. Pingback: Die Frage nach dem Warum | bluebcke

  18. 407411 schreibt:

    Hallo,

    ich möchte mich ebenfalls einmal ausdrücklich für diesen Kontrapunkt bedanken, da auch ich – selbst wohlgemerkt vom AS betroffen – mich massiv an der Formulierung insbesondere des SpOn-Artikels gestört hatte, welchen ich durchaus in Teilen als reißerisch wahrgenommen hatte. Vorab gesagt, ich verurteile keineswegs per se, dass man nach einem derartig grausamen Verbrechen verstehen möchte, wie es überhaupt dazu kommen konnte.

    Kommen dabei jedoch spezielle Themenbereiche, beispielsweise aus der psychologischen Forschung, zum Tragen, sehe ich persönlich das große Problem, dass gerade bei einem solch komplexen Phänomen wie Autismus, das selbst Fachleute vor beträchtliche Herausforderungen stellt und Gegenstand zahlreicher oft umfangreicher Studien gewesen ist, dieses wohl allenfalls ungenügend in jener Kürze erläutert werden kann, die ein Artikel aus dem Onlineangebot einer nicht fachlich orientierten Zeitschrift zumeist erfordert. Und auch ich teile insofern die Besorgnis, dass trotz formal vorgenommener Relativierungen z.B. in dem SpOn-Artikel bei einem mehrheitlich wohl nicht aus ausgebildeten Psychologen oder Psychiatern bestehenden Publikum weiterhin vielfach die Assoziation hängen bleiben dürfte, dass man bei autistischen Menschen besser auf der Hut zu sein habe.

    Entsprechendes hatte ich daher auch der Spiegel-Autorin auf dem Wege eines Leserbriefs rückgemeldet und hoffe, dass, soweit man dort nochmals der Frage nachgehen will, wie der Attentäter in diesem Fall zu seiner Tat fähig war, man sorgfältiger auf eine möglichst umfassende Darstellung klinischer Bilder achtet. Meines Wissens nach (auf der Basis der Lektüre verschiedener Fachtexte) lässt sich beispielsweise ja gerade *nicht* statistisch belegen, dass autistische Menschen häufiger delinquent würden als Nichtbetroffene.

  19. Hindemith schreibt:

    Ich wollte hier noch einmal die gegenwärtige Schlagzeile auf BILD.de ( http://www.webcitation.org/6Cz0cD5R3 ) dokumentieren. Die ist wirklich ekelhaft:

    Der irre Amok-Killer von Newtown
    Eiskalt.
    Ohne Gefühl.
    Kein Mitleid.
    BILD.de erklärt das Asperger-Syndrom

    Im Artikel selbst wird das dann wieder irgendwie relativiert, aber die Schlagzeile, zusammen mit dem Bild des agründig-entrückt lächelnden Newton Killers ist manipulativ und empörend.

    • Hindemith schreibt:

      BILD hat mich jetzt motiviert, die oben beschriebene Schalgzeile beim Presserat zu melden: http://www.presserat.info/ . Ist zwar ein zahloser Tiger, aber das online Formular füllt sich rasch aus — mal sehen was passiert, und vielleicht bekommen sie ja noch mehr Beschwerden …

  20. twixraider schreibt:

    Tja, was ist hier passiert? Der Bruder hat etwas dahergeplappert, was der NRA genau in den “Guns don’t kill people, people kill people!”-Kram gepasst hat. Und den Qualitätsmedien, die haben einfach RAIN MAN & RAMBO in einen Topf geworfen. Sie stellen sich Dustin Hoffman am Steuer eines Panzers vor, wie er ständig den Satz “Ich bin ein ausgezeichneter Schütze!” wiederholt, fertig ist der Sündenbock. Ebensogut könnte ich jetzt Dr. Behnsens berühmt-berüchtigten Satz “Normal ist leichter Schwachsinn” auf den Rest der Welt münzen, weil sie das Märchen vom Amok-Aspie ohne Fragen schlucken. Z.B., ob es nicht verrückter ist, wenn eine Lehrerin ihr eigenes Kind am Sturmgewehr ausbildet. Tipp des Tages: Diesen Artikel an das Medienmagazin ZAPP und BILDBLOG.DE schicken:
    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/index.html
    http://www.bildblog.de/

  21. politgirl schreibt:

    Das wir Eltern von autistischen Kindern quasi noch mehr in die soziale Isolation durch die unsägliche Berichterstattung rutschen, habe ich gestern auf Twitter bereits bemerkt: “Tja, da treiben die Qualitätsmedien Eltern von Kids m. #Autismus noch mehr in die totale soziale Isolation statt in die #Inklusion.”

    Jetzt wird es in naher Zukunft noch schwieriger werden eine inklusive Beschulung zu erreichen.
    LG und danke für dein Engagement

    • twixraider schreibt:

      Der Tweet ist zwar nur eine Hypothese, aber Scheisse schwimmt tatsächlich oben. Die blöde Saat ist schon aufgegangen, wenn Eltern “normaler” Kinder in I-Gruppen/Klassen anfragen, ob es da so einen “Rain Man” gibt. Ich weiss von einem konkreten Fall, da wollten “besorgte” Eltern von einer Gruppenleiterin Auskunft über die Natur und das Gefahrenpotential eines etwas rauflustigen I-Kindes, obwohl das der Schweigepflicht unterliegt. Entweder das oder sie würden ihr Kind sofort aus der Gruppe nehmen, Klatsch & Tratsch inklusive. Begründung: Es wäre ja eine gute Tat, wenn das Gemüse mit ihren Wunderkindern spielen darf. Unglaublich, aber Alltag in der Inklusion.

      • quergedachtes schreibt:

        Deswegen möchte ich (frei)beruflich Schulungen/Vorträge und Berratungen gearde zum Thema Inklusion geben. Um zu vermitteln, aufzuklären und zu informieren. Ist sehr wichtig das sowas getan wird.

  22. Pingback: Jetzt erst recht! – und was Spiegel Online damit zu tun hat | Lady Pillow erzählt

  23. Heikoweh schreibt:

    Herzlich Wilkommen im Visier der sensationsgeifernden, phobiefördernden, sozialneidschaffenden Massenpanikfordernden Schmuddelpresse.

  24. ollio schreibt:

    Autismus löst genausowenig einen Amoklauf aus, wie eine neurotypische Veranlagung. Ein Amokläufer ist letztendlich für seine Tat auch immer selber verantwortlich. Es gibt auch einen besitmmten Zeitpunkt an dem sich der Täter für einen Amoklauf entschieden hat. Das sind keine spontanen Taten. Ja und der Täter ist nicht nur ein Verbrecher weil der einen Amoklauf begeht, sondern auch ein Idiot der allen anderen Leuten mit einer AS-Diagnose einen gewaltigen Bärendienst tut. Jede solche Tat eines Täters aus einer klar definierten Peergroup setzt in der Folge Ausgrenzungs und Stigmatisierungsprozesse für die ganze Gruppe in Gang. Das ist ganz natürliches Sozialverhalten, dessen Vorteil auch relativ einfach zu durchschauen ist. Die Gelackmeierten sind dann halt die unschuldigen Mitglieder der betroffenen Peergroup, weil diese zum Einen von den angestossenen Stigmatisierungsprozessen getroffen werden und zum Anderen dann wieder viel Überzeugungsart in den Wiederaufbau des geschädigten Vertrauens und öffentlichen Image investieren müssen.

    • quergedachtes schreibt:

      Ich sehe es mittlerweile etwas positiver: Eben diese unsägliche Medienkampagne hat dazu geführt das viele schreibende Autisten zusammengerückt sind. Wir haben unsere Stimme erhoben und damit hat niemand gerechnet.
      Für mich persönlich kann ich sagen: Mein Wille aufzuklären und meine Bemühungen das möglichst breit gestreut zu tun ist um einiges stärker geworden.

      • Vi schreibt:

        Ich sehe es wie du: es ist notwendig und positiv, dass Autisten selbst über ihre Wahrnehmung aufklären, dass ihre Stimmen hörbar werden. Ich habe 2 Jahre mit autistischen Kindern (3 Jungs ein Mädchen zwischen 16 und 17 Jahren) wöchentlich eine Stunde Yoga geübt. Sie haben selbst bestimmt, wann sie mit üben wollten und wenn sie genug Impulse aufgenommen hatten, haben sie aufgehört. Ich habe diese Kinder als sehr klar beobachtende, agierende und denkende Menschen erlebt, denen ich helfen konnte, mehr in ihrem Körper anzukommen, was sie entspannt hat. Das Tempo haben sie bestimmt. Sie haben mir gezeigt, wie rein Fühlen sein kann, wenn es unverstellt ist und welche Fähigkeiten in uns Menschen verborgen liegen. Nur werden diese vier wahrscheinlich eins nicht können: selbst für sich sprechen. Deine Texte sind für mich, wie der missing link, den ich mir seit damals wünsche! :)

    • Dario schreibt:

      Ich sehe es etwas ander als ollio: Autisten sind für mich keine einheitliche Peergroup; genauso wenig wie man alle Brillenträger oder alle Blondhaarigen zu einer Peergroup zusammenfassen kann. Bei dem Gedanken, mit einem Amokschützn in der selben “Peergroup” zusammengefasst zu werden, gruselt es mir, denn es gibt nichts, was mich mit so einem Menschen an gemeinsamen Werten oder Interessen verbinden könnte.

      Mit einem mitfühlenden Nicht-Autisten, der diese Tat genauso verurteilt wie ich, fühle ich mich tausendmal mehr verbunden, als ich das mit einem autistsichen Amokläufer jemals könnte. Deshalb lasst uns bitte keine zweifelhaften “Peergroups” postulieren, die es in Wahrheit nicht gibt. Auch Autisten müssen sich untereinander nicht um jeden Preis verbunden fühlen.

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