Terminplan Gesprächsrunden

Kommende fest geplante Gesprächsrunden 2015:

In Planung: 05.05. Ort noch offen Tag der Begegnung, Offene Gesprächsrunde

10.05. Berlin in den Räumlichkeiten der Traumdisco. Eichenallee 47-53, Berlin Westend. Beginn 14 Uhr. Dauer mindestens 3 Stunden. Kosten pro Teilnehmer 10 Euro.

Anmeldung bitte unter:

Gespraechskreis-Autismus@traumdisco-berlin.de

30.05. Olten (CH) Geschlossene Gesprächsrunde. Keine Anmeldung mehr möglich

25.09. Heusenstamm Geschlossene Gesprächsrunde. Keine Anmeldung möglich

03.10. Berlin in den Räumlichkeiten der Traumdisco. Kosten pro Teilnehmer 10 Euro. Dauer mindestens 3 Stunden. Es sind noch Plätze frei!

Weitere Veranstaltungen (in Mainz, Kassel und Heilbronn) sind in Planung.

Ihr möchtet eine Gesprächsrunde mit mir organisieren und anbieten? Meldet Euch bei mir, für das Jahr 2015 sind noch Termine möglich! Es sind sowohl offene Gesprächsrunden für alle die kommen möchten wie auch geschlossene für einen bestimmten Personenkreis möglich. Die Kosten sind wirklich überschaubar und meistens schon durch die Teilnahmegebühr für die Teilnehmer gedeckt. Einen Teil finanziere ich auch aus meinem Stipendium für Inklusionsbotschafter.

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Warum ich Blau heute nicht mag

Heute ist der Welt Autismus Tag. Kein blauer sondern hoffentlich ein bunter Tag. Weltweit wird am 02. April mit der Initiative „Light it up Blue!“ für Aufmerksamkeit für das Thema Autismus geworben. An sich eine gute Idee, wenn da nicht ein großer Haken wäre: Blau ist nicht die Farbe von Autismus sondern von Autism Speaks. Wer also mit blauem Licht, Ballons oder Aktionen in Blau auf Autismus aufmerksam macht verbindet in den Köpfen der Menschen Autismus mit der Farbe Blau. Und somit ist es nur noch ein kurzer Schritt, gerade wenn man nach Autismus sucht, zu Autism Speaks. Jeder der heute blau für Autismus wirbt macht kostenlose Werbung für Autism Speaks. Und die arbeiten, das habe ich im Blog schon einige Male erwähnt, gegen Autisten. Sie demütigen uns, stellen Autismus als teuflisch dar und bekämpfen ihn. Sie setzen sich nicht für Autisten ein, sie sammeln Geld für Gentests. Sie sehen Autismus als Leid und Belastung. Wollt Ihr da wirklich Werbung für machen?

Als Inklusionsbotschafter sage ich: Autismus ist nicht blau. Autism Speaks ist blau. Autismus ist ein Spektrum und bunt wie das Licht.

Meine Arbeit als Inklusionsbotschafter dreht sich um den Aspekt Autismus. Und hier kommt Ihr ins Spiel:

Was kann ich im Rahmen meines Stipendiums als Inklusionsbotschafter für Euch tun?

Was wünscht Ihr Euch?

Wo soll ich mich einsetzen?

Was soll ich bewegen?

Ich bin der festen Überzeugung, dass ich als Botschafter nur dann arbeiten kann, wenn ich von Euch eine Botschaft mitbekomme, die ich verbreiten und vertreten kann.

Gebt mir eine Aufgabe und einen Auftrag, aber erwartet bitte keine Wunder. Ich werde tun was ich kann.

Für die Autisten, für Inklusion und für ein besseres Zusammenleben. Und nicht nur am Welt Autismus Tag.

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Open Transfer Camp Inklusion

Ich bin am kommenden Samstag auf dem Open Transfer Camp zum Thema Inklusion in Dortmund. Es ist mein erstes Bar Camp und ich gebe zu: Mir geht die Muffe :)

Ich freue mich sehr dort einige treue und tolle Follower von Twitter zu treffen. Und natürlich auch auf das Programm.

Ich habe lange überlegt ob ich den Mut habe eine eigene Session vorzuschlagen. Was soll ich sagen? Gerade ging die Email mit meinem Sessionvorschlag raus. Natürlich möchte ich Euch daran teilhaben lassen und verspreche auch von den anderen Sessions zu berichten (so gut es geht!).

Hier mein Vorschlag:

Titel: Autismus Quergedacht. Wie die Innensicht von Autismus zur
Inklusion beitragen kann

Unter dem Titel “Autismus quergedacht” schreibe ich seit einigen
Jahren über meine Innensicht auf meine Behinderung Autismus. Mit der
Zeit entwickelte sich aus einem Blog der über Autismus informieren
sollte ein ganzes Informationskonzept das seit 2013 auch seinen Weg in
das “echte” Leben gefunden hat. Ich biete Gesprächsrunden an in denen
ich anfangs über die autistische Wahrnehmung informiere und danach
allen Teilnehmern die Chance biete Fragen zu stellen und mit mir ins
Gespräch zu kommen. Aufklärung durch Information aus erster Hand ist
mein beitrag zur Inklusion. Auch zu meiner persönlichen: Ich arbeite
mittlerweile als Referent in der Erwachsenenbildung, etwas das in
Zusammenhang mit Autismus für viele erstmal ein Widerspruch ist.
Ich freue mich auf den Informationsaustausch in der Session.

Was sagt Ihr dazu? Gibt es etwas was ich in der Session unbedingt ansprechen soll? Vielleicht treffe ich ja den einen oder die andere von Euch beim Bar Camp.

Aleksander

 

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Botschaft zum Thema ABA

Ich stehe als Person schon länger klar zu meiner Meinung. Von mir wird es auch zu schwierigen, weil brisanten, Themen eine klare Positionierung geben. Wer mich auf ABA angesprochen hat bekam auch eine klare Stellungnahme dazu was ich von dieser „Therapie“ halte. Bisher übte ich die Kritik allerdings eher aus Sicht eines Autisten und was ich als Mensch davon halte. Seitdem ich Inklusionsbotschafter bin finde ich es jedoch auch notwendig mal die Seite Menschenrechte und UN-BRK genauer zu beleuchten. Nicht das mir das vorher egal gewesen wäre. Nein ich legte meinen Schwerpunkt nur auf die Erklärung aus der Innensicht und versuchte so ein Bewusstsein dafür zu schaffen wie problematisch ABA ist. Mit diesem Blogpost und der damit verbundenen Botschaft möchte ich meine Meinung nun um eine Facette erweitern. Ich bedanke mich ganz herzlich beim Vorstand von Autismus Mittelfranken auf deren sehr ausführliche und eindrücklich geschriebene Stellungnahme zum Thema ABA ich gerne verweise.

Als Inklusionsbotschafter ist es meine Aufgabe die Umsetzung der UN-BRK zu fördern und mich dafür einzusetzen. Zum Einstieg möchte ich gerne Artikel 1 der UN-BRK zitieren:

Zweck

Zweck dieses Übereinkommens ist es, den vollen und gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten durch alle Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten und die Achtung der ihnen innewohnenden Würde zu fördern.

Zu den Menschen mit Behinderungen zählen Menschen, die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können.

 

 

Bei Menschenrechten und Grundfreiheiten fallen mir zum Beispiel Artikel 1 und 2 des Grundgesetzes ein.  Wenn ich mir die zahlreichen Videobeispiele von ABA Sitzungen anschaue frage ich mich schon ob hier

  1. die Würde der autistischen Kinder gewahrt bleibt wenn man bis zu 40 Stunden mit Ihnen im Befehlston immer wiederkehrend „erwünschte“ Handlungen konditioniert. Stellen Sie sich vor, dass sie von nahen Bezugspersonen ständig z.B. mit „Zeig Boden!“ traktiert werden. Finden sie das würdevoll und angemessen?
  2. Ob sich autistische Kinder die mit ABA konditioniert werden wirklich ihre Persönlichkeit frei entfalten können. Immerhin werden ihnen, von außen als unangemessen angesehene, Verhaltensweisen wie Stimming abtrainiert. Ungeachtet dessen, dass genau dieses Stimming –als Beispiel- eine natürliche und selbstgewählte Methode des Autisten ist sich zu regulieren. Eine Persönlichkeit kann sich nicht frei entfalten, wenn mittels Konditionierung Verhaltensweisen und Persönlichkeitsmerkmale fremdbestimmt antrainiert werden. Gleiches gilt für die „therapeutische“ Löschung von unangemessen empfundenen Persönlichkeitsteilen.
  3. Ob innerhalb einer ABA „Therapie“ die körperliche Unversehrtheit garantiert werden kann. Zum einen birgt das „Löschen“ von Stimming oder anderen regulierenden Verhaltensweisen die große Gefahr, dass es verstärkt zu Meltdowns und Shutdowns beim Autisten kommt. Diese können durchaus, bedingt durch Panik- und Fluchtreaktionen, auch selbstgefährdend sein. Aber nicht nur die körperliche Unversehrtheit steht auf dem Spiel, das gilt auch für die psychische Unversehrtheit. Ob der äußerlichen „Erfolge“ von ABA wird konsequent übersehen, dass die Autisten bedingt durch die Fremdprägung und Konditionierung verstärkt psychische Krankheitsbilder wie Depressionen entwickeln können. Dies liegt an dem Widerspruch zwischen an- bzw abtrainiertem Verhalten und den Bedürfnissen denen Autisten durch diese Konditionierung nicht mehr nachgehen können. Sie werden quasi dazu gezwungen sich ständig zu verbiegen und nicht so leben zu können wie sie es bräuchten.

 

Artikel 3 der UN-BRK greift obige Punkte teilweise auch noch einmal auf:

 

Allgemeine Grundsätze

Die Grundsätze dieses Übereinkommens sind:

a) die Achtung der dem Menschen innewohnenden Würde, seiner individuellen Autonomie, einschließlich der Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen, sowie seiner Unabhängigkeit;

b) die Nichtdiskriminierung;

c) die volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft und Einbeziehung in die Gesellschaft;

d) die Achtung vor der Unterschiedlichkeit von Menschen mit Behinderungen und die Akzeptanz dieser Menschen als Teil der menschlichen Vielfalt und der Menschheit;

e) die Chancengleichheit;

f) die Zugänglichkeit;

g) die Gleichberechtigung von Mann und Frau;

h) die Achtung vor den sich entwickelnden Fähigkeiten von Kindern mit Behinderungen und die Achtung ihres Rechts auf Wahrung ihrer Identität.

 

Wer mittels ABA in das Leben eines Autisten eingreift, verstößt meiner Meinung nach massiv gegen die Punkte a, d und h. Autistische Kinder und Erwachsene können aufgrund der fremdbestimmten Konditionierung weder die Unterschiedlichkeit ausleben noch die sich ihnen bietenden Fähigkeiten oder ihre eigentliche Identität bewahren. Auch ist die Freiheit eigene Entscheidungen zu treffen nachhaltig eingeschränkt da gewisse Entscheidungen von außen entweder hinzukonditioniert oder gelöscht werden.

Artikel 17 greift nochmal die Unversehrtheit auf und schließt ausdrücklich die seelische Unversehrtheit mit ein:

 

Schutz der Unversehrtheit der Person Jeder Mensch mit Behinderungen hat gleichberechtigt mit anderen das Recht auf Achtung seiner körperlichen und seelischen Unversehrtheit.

 

Wie man sehen kann: ABA ist im Lichte der UN-BRK betrachtet durchaus relevant und zu diskutieren. Außerhalb der UN-BRK kommen meiner Meinung nach noch folgende Kritikpunkte hinzu:

  1. Therapien gehören in die Hände von ausgebildeten Fachpersonen. ABA wird vorwiegend aber durch die Eltern oder vorwiegend studentische Co-Therapeuten praktiziert.
  2. Gerade bei einer derart eingreifenden Therapieform wie ABA ist es zu beanstanden, dass nahestehende und weitestgehend ungeschulte Personen diese durchführen. Eine Trennung von Wünschen der Therapieausführenden und den Bedürfnissen des therapierten ist nicht sicher gewährleistet.
  3. Gerade im heimischen Umfeld und bei nahestehenden Vertrauenspersonen wie den Eltern oder Geschwistern sollte Therapiefreiheit herrschen. Ein autistischer Mensch hat bei einer Therapie in seinem Zuhause keine Chance sich dieser zu entziehen oder auszuweichen. Das Vertrauensverhältnis zu eben diesen Personen kann durch eine Durchführung einer Therapie nach ABA nachhaltig gestört werden.
  4. Beim Vorgang der “Löschung” werden Eltern dazu aufgefordert “unerwünschtes Verhalten” durch konsequentes Ignorieren des Kindes zu korrigieren. Man könnte hier -bösartig gesagt- davon ausgehen, dass Autismus bzw durch ihn ausgelöstes “unerwünschtes Verhalten” durch eine Kühlschrankmutter die ihr Kind ignoriert und schreien und weinen lässt korrigiert werden könnte. Früher sagte man noch, dass genau solches Kühlschrankmutterverhalten Autismus verursacht. Der durch die ABA Methode erzwungene Entzug von Nähe, Liebe und Zuneigung als Mittel innerhalb einer “Therapie” ist keine Lösung und treibt letztendlich einen weiteren Keil in die vertrauensvolle Verbindung zwischen Mutter und Kind und nimmt einem autisitschen Kind einen weiteren Sicherheitsfaktor im Alltag.

Schaut man sich Artikel 4 der UN-BRK an findet man folgendes:

 

Allgemeine Verpflichtungen

 

(1) Die Vertragsstaaten verpflichten sich, die volle Verwirklichung aller Menschenrechte und Grundfreiheiten für alle Menschen mit Behinderungen ohne jede Diskriminierung aufgrund von Behinderung zu gewährleisten und zu fördern. Zu diesem Zweck verpflichten sich die Vertragsstaaten,

a) alle geeigneten Gesetzgebungs-, Verwaltungs- und sonstigen Maßnahmen zur Umsetzung der in diesem Übereinkommen anerkannten Rechte zu treffen;

b) alle geeigneten Maßnahmen einschließlich gesetzgeberischer Maßnahmen zur Änderung oder Aufhebung bestehender Gesetze, Verordnungen, Gepflogenheiten und Praktiken zu treffen, die eine Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen darstellen;

c) den Schutz und die Förderung der Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen in allen politischen Konzepten und allen Programmen zu berücksichtigen;

d) Handlungen oder Praktiken, die mit diesem Übereinkommen unvereinbar sind, zu unterlassen und dafür zu sorgen, dass die staatlichen Behörden und öffentlichen Einrichtungen im Einklang mit diesem Übereinkommen handeln;

 

Ich persönlich sehe hier die Deutsche Bundesregierung in der Verpflichtung für folgendes zu sorgen:

  1. Nach Artikel 4, Absatz 1, Punkt b) dringend zu prüfen, ob ABA in Zukunft nicht mehr durch öffentliche Organe und Stellen finanziert und damit unterstützt wird.
  2. Nach Punkt d) ebenfalls zu prüfen, ob ABA als Therapieform sowohl mit den Grundrechten wie auch mit der UN-BRK als unvereinbar anzusehen ist und daraufhin möglicherweise nicht mehr in Deutschland durchgeführt werden darf.

Ich wünsche mir, dass noch viele Verbände, Organisationen und Autisten aufstehen und klar Stellung zu ABA beziehen. Ich möchte dazu beitragen ein Zeichen zu setzen, dass ABA die Würde von autistischen Menschen verletzt und nicht dem Wohle der therapierten Autisten dient. Eine Therapie kann nicht dazu gemacht sein Menschen fremdbestimmt auf Norm zu biegen. Sie muss Menschen in ihrem Alltag unterstützen und Hilfestellungen anbieten.

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Termine für Gesprächsrunden

Die Gesprächsrunden 2015 haben letzte Woche begonnen. Ich war vom AK Autismus in die Eugen-Neter Schule in Mannheim zu einer Gesprächsrunde eingeladen. 26 Teilnehmer/-Innen fanden sich zusammen und stellten nach meinem Vortrag über die autistische Wahrnehmung viele Fragen. Wie auch schon in Berlin waren die Fragen vielfältig und gingen durch das gesamte Themenspektrum Autismus. Ich habe mich sehr über die rege Beteiligung gefreut und bin sehr gerne in Zukunft wieder Gast beim AK Autismus. Was ich wieder gemerkt habe: Es gibt Fragestellungen oder Probleme die auch mich nicht so schnell loslassen und noch länger beschäftigen. Umso mehr wenn man merkt, dass die Teilnehmer mit Herz dabei sind und Tipps und Ideen aufsaugen und interessiert notieren. Was ich damit sagen möchte: Ich gebe nicht nur, ich nehme bei solchen Gesprächskreisen auch unheimlich viel mit. Für alle kommenden Gesprächsrunden. Und 3 Stunden klingen viel, sind aber bei dem Umfang des Themas Autismus oft noch viel zu wenig.

Die Gesprächsrunden sind ja nun auch zu einem Projekt für meine Arbeit als Inklusionsbotschafter geworden.  In diesem Rahmen, und auch damit ich noch viele Tipps, Feedback und Erfahrungen geben und mitnehmen kann, an dieser Stelle ein Aufruf von mir:

Ihr möchtet eine Gesprächsrunde mit mir organisieren und anbieten? Meldet Euch bei mir, für das Jahr 2015 sind noch Termine möglich! Es sind sowohl offene Gesprächsrunden für alle die kommen möchten wie auch geschlossene für einen bestimmten Personenkreis möglich. Die Kosten sind wirklich überschaubar und meistens schon durch die Teilnahmegebühr für die Teilnehmer gedeckt. Einen Teil finanziere ich auch aus meinem Stipendium für Inklusionsbotschafter.

Nachfolgend auch noch eine Liste mit den bereits fest geplanten Gesprächsrunden 2015:

In Planung: 05.05. Ort noch offen Tag der Begegnung, Offene Gesprächsrunde

10.05. Berlin in den Räumlichkeiten der Traumdisco. Eichenallee 47-53, Berlin Westend. Beginn 14 Uhr. Dauer mindestens 3 Stunden. Kosten pro Teilnehmer 10 Euro.

Anmeldung bitte unter:

Gespraechskreis-Autismus@traumdisco-berlin.de

30.05. Olten (CH) Geschlossene Gesprächsrunde. Keine Anmeldung mehr möglich

25.09. Heusenstamm Geschlossene Gesprächsrunde. Keine Anmeldung möglich

03.10. Berlin in den Räumlichkeiten der Traumdisco. Kosten pro Teilnehmer 10 Euro. Dauer mindestens 3 Stunden. Es sind noch Plätze frei!

Weitere Veranstaltungen (in Mainz, Kassel und Heilbronn) sind in Planung.

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2 Stunden Autismus im Radio

Morgen (Freitag 27.02)  ist es soweit: Ich werde das erste Mal in einem richtigen Sendestudio sitzen und mich zwei Stunden lang mit einer Moderatorin über Autismus und meine Arbeit unterhalten. Ich weiß im Moment noch so gar nicht was da auf mich zukommt…und ja: Ich bin sowas von nervös.

Wenn Ihr zuhören möchtet, könnt Ihr dies auf verschiedenen Wegen:

Wiesbadener haben es einfach: UKW 92,5 bzw. im  Kabel 99,85 MHz.

Wer auf der anderen Rheinseite (Mainz) wohnt empfängt Radio Rheinwelle über 102,7 im Kabel.

Der Rest der Welt kann den Stream unter Radio Rheinwelle finden und zuhören.

Die Sendung wird am Freitag den 27.02. von 17 bis 19 Uhr ausgestrahlt.

Ich werde in der Sendung dann sicher auch etwas zu meiner zukünftigen Arbeit als Inklusionsbotschafter des Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. und über mein Projekt dafür berichten. Ihr dürft gespannt sein.

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Inklusion ist: Wenn Behinderung keine Rolle mehr spielt

Ich habe schon vor einem Jahr etwas über Inklusion, Schauspieler und Rollen mit Behinderung geschrieben.

Gestern hatte ich von Julia Probst zwei Tweets direkt nacheinander in meiner Timeline:

„Jedesmal, wenn ein nichtbehinderter Schauspieler einen Behinderten spielt, ist die Darstellung fast immer falsch und schadet der #Inklusion.“

„Und jeder, der nicht begreift, dass #Schauspieler keine Rollen mit Behinderung spielen können, hat das mit der #Inklusion nicht begriffen.“

Meiner Meinung nach vermischt Julia hier zwei voneinander unabhängige Argumentationen und schadet – in meinen Augen- mit der Schlussfolgerung selbst dem Bild der Inklusion.

Qualität

Es liegt in der Natur der Sache, dass Schauspieler die nicht behindert sind sich schwer damit tun eine Rolle mit Behinderung realistisch auszufüllen. Wer nicht seit langem Blind ist weiß eben nicht wie es ist blind zu sein. Wer nur mal für eine Proberunde im Rollstuhl gesessen hat kann natürlich einen Rollstuhlfahrer, mit all seiner Erfahrung im Alltag, nicht realistisch verkörpern. Und wer sich nicht intensiv mit Autismus befasst hat –die Wahrnehmung kann man leider nicht simulieren und mal ausprobieren- wird es schwer haben sich in eine autistische rolle realistisch rein zu versetzen. Insoweit ist es gut, wenn man versucht und anstrebt Rollen über behinderte Menschen auch mit solchen zu besetzen. Aber auch das garantiert nicht immer eine realistische Darstellung. Es macht sie nur realistischer. Eines darf man hier nämlich nie vergessen: Kennst Du einen Menschen mit Behinderung kennst du genau diesen einen. Nicht jeder Rollifahrer, blinde Mensch oder autistischer Mensch ist gleich. Wir sind alle unterschiedlich und so wird immer jemand sagen: Das war aber nicht realistisch gespielt. Weiterlesen

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