Autismus und die medialen Nachwehen

Oder: Jetzt erst recht!

In den letzten 3 Tagen ist sehr viel passiert. Ich weiß gar nicht wie oft meine Gefühle hin und her geschwappt sind, wie oft ich mir hilflos vorkam und wie eine Wut in mir hochkochte die ich so schon lange nicht mehr bei mir erlebt habe. Was mir sehr geholfen hat war der stetige Zuspruch und die Unterstützung von vielen lieben Menschen die mich eigentlich nur über Twitter oder Emails kennen. Wie dankbar ich dafür bin kann ich kaum in Worte fassen!

Zusammenrücken!

Viele Autisten sind derzeit aufgebracht über die Berichterstattung zum Amoklauf in Newtown und die Verbindung von Gewalttaten mit Autismus. Ohne Frage: Durch solche unreflektierte Berichterstattungen wird viel Schaden angerichtet. Aber, und das versuche ich zumindest so zu sehen, alles Negative hat auch positive Seiten. In diesem Fall habe ich das Gefühl das die autistischen Blogger enger zusammengerückt sind. Aus mehreren einzelnen Stimmen wurde ein gewaltiger Chor der ein Protestlied angestimmt hat! Ich hoffe für die kommenden Tage dass genau dieser Protest medial wahrgenommen wird. Vermeintlich stimmlose erheben ihre Stimme! Frau_Meike hat das in einem Blogpost sehr schön formuliert:

Als nun vor wenigen Tagen ein furchtbares Verbrechen geschah, unbedachte oder dumme Menschen den Täter in die Nähe von Autismus rückten und damit eine wunderbar leichtgängige Erklärung für den Amoklauf präsentierten, da wurden Stimmen laut, Stimmen, von denen ich dachte, dass es sie gar nicht gibt.
Menschen, die anders sind, erhoben ihre Stimme, um Vorurteilen Einhalt zu gebieten. Um aufzuklären, um zu erklären, um Raum und Respekt für ihre Besonderheit einzufordern.

Jetzt erst recht!

Wenn man in den Medien das Bild eines Amokläufers sieht und dick darüber oder nebendran etwas von Autismus steht tut das weh. Es verletzt. Und es macht Angst! Höllische Angst das Autismus noch mehr stigmatisiert wird und gedankliche Verknüpfungen bei anderen Menschen entstehen die nicht nur falsch sondern verletzend sind. Und das alles für ein paar mehr Klicks auf die Webseiten, mehr verkaufte Exemplare der Zeitung oder Zeitschrift oder verkaufte Bezahlartikel hinter einer Paywall. Ist es das wert? Darf man auf Kosten anderer Menschen, ich schreibe hier bewusst nicht behinderte Menschen da es alle treffen kann, seinen journalistischen Profit schlagen? Sind wir schon so weit das die so vielgeschätzte „Opposition Journalismus“ seine Grundsätze verkauft nur um schneller und besser als die Konkurrenz zu sein? Wie weit muss ein System eigentlich gesunken sein, wenn die Grundsätze journalistischer Arbeit nichts mehr wert sind. Wieso nennt man sowas dann noch plakativ Qualitätsjournalismus? Ich merke: Qualität hängt doch sehr vom Betrachter ab! Manchmal hilft es mir in Situationen in denen ich mich hilflos fühle meine Blogtexte selbst nochmal zu lesen. Gestern Abend erinnerte mich mein allererster Blogpost an etwas das ich mir mal vorgenommen habe:

Wenn man nicht kaputt gehen möchte, nicht Opfer der beiden Mühlsteine und vom System zerrieben werden will muss man aufstehen und sich wehren! Und genau das werde ich machen! Solange bis sich etwas tut in der Gesellschaft, bis Autismus kein Schimpfwort mehr ist sondern als Bereicherung der Vielfalt des Lebens gesehen wird und bis man sich nicht mehr davor fürchten muss Nachteile zu erleiden weil man offen zu seinem Autismus steht! Und wenn ich nur einen kleinen Schritt damit gehen kann auf diesem langen Weg: Jeder Schritt ist besser als Stillstand!

Es mag Trotz sein, aber eines wurde mir klar: Jetzt erst recht! Je mehr man Autismus versucht in eine stigmatisierte Ecke zu rücken umso mehr werde ich meine Energien dafür aufwenden Aufzuklären und zu Informieren!

Schlimmer? Geht immer!

Und immer wenn man denkt: „Schlimmer geht’s nimmer!“ wird man eines besseren belehrt. Schlimmer geht immer!

Nehmen wir die Schlagzeile eines hier nicht zu nennenden Mediums (das aber jeder erkennen wird):

Der irre Amok-Killer von Newtown

Eiskalt.

Ohne Mitgefühl.

Kein Mitleid.

Medium erklärt das Asperger Syndrom.

Mein erster Gedanke, man möge es mir bitte verzeihen, war : Fuck You!

Damit würde ich mich aber auf ein Niveau begeben auf das ich nicht sinken möchte. Viel besser ist es hier einen Spiegel zu zücken und den Medien die Fratze zu zeigen die sie vor sich hertragen!

In diesem Sinne:

Die irren Amok-Schreiber von Deutschland

Eiskalt!

Ohne Gewissen!

Über Leichen gehend!

Autisten erklären Medien ihre Arbeit!

Lichtblicke

Bei all den düsteren Ereignissen gibt es aber auch Lichtblicke! Zum einen die schon angesprochene enorme Solidarität vieler Twitteruser für den Protest gegen solche Berichterstattungen. Eine Zeitung wurde angezeigt, die Piraten haben eine Pressemitteilung herausgegeben und dazu Stellung bezogen. Zahlreiche Beschwerden sollten beim deutschen Presserat aufgelaufen sein. Man sieht: Es lässt die Gesellschaft eben doch nicht kalt wenn auf Kosten von anderen Schlagzeilen gemacht werden.

Zeitlich absolut zufällig fiel diese ganze Diskussion in den Zeitraum zwischen die Nominierungen und der Wahl der goldenen Blogger 2012. Mein Blog war für die Kategorie Newcomer nominiert. Ich habe es zum einen als Kompliment verstanden nominiert worden zu sein, zum anderen war es für mich ein kleiner Sieg für das Thema Autismus. Immerhin ist Autismus nicht wirklich populär und in der Blogsphere sicher auch nicht allzu umfangreich vertreten. Und wie es in der „Wahlsendung“ angeklungen ist: Auf einmal fällt auf, dass es doch mehr autistische Blogger gibt als man vorher dachte! Und sie erfahren Beachtung. Wie ich finde: Eine tolle Entwicklung! Das mein Blog dann auch gewonnen hat habe ich wohl zu sehr großen Teilen wiederum denen zu verdanken denen das Thema Autismus ebenso am Herzen liegt wie mir. Danke, dass Ihr gemeinsam ein Zeichen für Information und Aufklärung über Autismus gesetzt habt!

Liebe Medien

Ich kann nur nochmal eindrücklich dazu aufrufen: Bitte besinnt Euch auf Eure journalistischen Grundsätze! Arbeitet sorgfältig, recherchiert gründlich und macht das was Ihr Euch auf die Fahnen geschrieben habt: Qualitätsjournalismus!

Wenn autistische Kinder entsetzt zu ihren Eltern gehen und fragen „Ein Autist hat viele Menschen getötet?“ ist das ein Schaden den Ihr nicht mehr gutmachen könnt!

Und so wie Autismus derzeit quasi wie „die Sau durchs Dorf getrieben wird“ hoffe ich immer noch darauf dass derartige mediale Fehlleistungen die gleiche Behandlung erfahren. Berichtet über den Protest, prangert an das es so nicht gehen kann! Setzt ein Zeichen gegen Diskriminierung, Vorurteile und unbegründete Anprangerungen von Gesellschaftsgruppen und behinderten Menschen!

Zum Chor der Protestler gehören unter anderem:

http://aspergerfrauen.wordpress.com/2012/12/15/mein-name-ist-sabine-und-ich-bin-keine-massenmorderin/

http://autzeit.wordpress.com/2012/12/15/fremdbestimmt/

http://dasfotobus.wordpress.com/2012/12/16/ich-tote-keine-menschen/

http://realitaetsfilter.com/2012/12/15/lieber-spiegel-online/

http://blog.geekgirls.de/mela/archives/190-Post-Mortem.html

 

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26 Antworten zu Autismus und die medialen Nachwehen

  1. amp schreibt:

    weiter so!
    und: danke.

  2. Nel schreibt:

    Wäre es nicht mal an der Zeit, sich die Frage zu stellen, ob nicht Autismus/Asperger sondern etwaige Medikamente, die die Person genommen haben könnte, Auslöser von irrationalem Verhalten sein könnten? Was ist, wenn solche Ausraster durch Antidepressiva oder andere Psychopharmaka ausgelöst werden?

    • quergedachtes schreibt:

      Ja, das sollte man sicher hinterfragen. Und welche anderen Umstände (Persönlichkeitsveränderungen usw) eine Rolle gespielt haben. Wenn er Psychopharmaka genommen hat muss ja etwas vorgelegen haben. Autisten sind ja nicht “imun” gegen weitere Behinderungen oder Krankheiten.

  3. Dean schreibt:

    ooooh :(
    soll ich dir was sagen?
    es geht uns, die wir “Killer-Spiele” spielen, auch nicht besser, jammer nicht so rum, ist ja unerträglich

    • quergedachtes schreibt:

      Was soll ich sagen? Zum einen haben die “Killer Spieler” auch ziemlich gejammert. Und das Jahrelang. Zum anderen: Autismus und eine Freizeitbeschäftigung sind nicht wirklich vergleichbar.
      Kleiner Tipp: es steht übrigens jedem frei meine Blogposts nicht zu lesen! ;)

  4. Naledi schreibt:

    Wie schade, dass ich erst durch diese stümperhafte Berichterstattung auf Dein wunderbares Blog gestoßen bin. Danke für die vielen tollen Beiträge und das Nicht-Müde-Werden, auf die Besonderheiten hinzuweisen und Dummheiten anzusprechen und zu korrigieren! Lass Dich nicht unterkriegen!

  5. melli schreibt:

    immerhin hast du es bis in den neuen Spiegelartikel geschafft: Glückwunsch! damit potenziert sich die Zahl der Leser, die nicht mehr dumme Vururteile aus uninformierten Preseorganen beziehen gewaltig.

  6. seraphineobs schreibt:

    Danke für diesen wirklich treffenden Beitrag. Es ist schade, dass Journalismus heute so verkommt und man immer nur einen Sündenbock sucht. Klar, ich selbst bin nur sekundär betroffen durch eine Familienangehörige mit Asperger-Syndrom. Dennoch hat mich diese Berichterstattung tierisch aufgeregt. Sowohl von SpOn als auch das andere Medium, das du erwähnt hast.

  7. Pingback: Newtown-Amoklauf: Autisten kritisieren Berichterstattung – Der Newsburger

  8. Dani schreibt:

    Du sprichst hier in diesem Blog aus, was sicherlich vielen Autisten, ihren Verwandten, Bekannten und Freunden im Kopf herum kreiselt. Man findet kaum Worte, weil das zu abtrünnig ist, wie oberflächlich und, tja wie soll man das ausdrücken, einfach unverantwortlich die Medien mit dem Thema Autismus in diesem schrecklichem Zusammenhang umgehen. Keiner ahnt, was das unter bestimmten Umständen auslösen kann und welche Auswirkungen das mit sich bringen könnte.
    Ich war und bin vor Sorge regelrecht krank, ich wollte meinen Sohn (er ist Autist mit dem Asperger Syndrom) nicht in die Schule schicken, hab es aber nicht gemacht, da wir ihm nicht erzählten, das der Schütze ein Asperger war …… (Luft holen/ durchatmen) Zum Glück sind jetzt Ferien und alle Gemüter werden sich hoffentlich beruhigen. Hoffentlich wächst das Misstrauen gegenüber Autisten nicht. Wie schnell sind sie bei so manchen Mitmenschen in eine Schublade gesteckt und jetzt fühlen sich diese wohl noch durch so eine Berichterstattung bestätigt. Hoffentlich zählen nicht all zu viele Mitmenschen so einfach eins und eins zusammen, sondern betrachten dies differenzierter (, denn nicht jeder Priester ist ein missbrauchender Priester, oder?). Aber: Ein Atom ist leichter zu spalten, als ein Vorurteil. von Albert Einstein – Leider ist es auch so.
    Beruhigend ist, das es dich und andere gibt, mit den gleichen Gedanken, so fühlt man sich nicht so allein. Diese aufwühlende, wirklich tragische, sehr traurige,kaum zu glaubende Tat hätte nicht passieren sollen. Das die Kinder so gewaltsam ihr Leben verloren haben und ihre Familien jetzt so eine schreckliche Zeit durchleben müssen, das ist kaum begreifbar.

  9. Löwenmama schreibt:

    Danke für deine tolle Arbeit!!!

  10. Ben schreibt:

    Keines der Opfer ist durch Autismus gestorben, sondern so weit ich weiß, durch mehrere Schüsse. Es stellt sich insofern vor allem die Frage, was zur Hölle Kriegswaffen in Privatbesitz zu suchen haben. Wer auch immer im Zuge solcher Taten mal wieder falsch dargestellt wird hat man volles Mitgefühl.

    “Die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist.” (1. Joh. 5, 19)

  11. skelligs schreibt:

    Reblogged this on Skelligs' Blog und kommentierte:
    Es entwickelt sich ein Sh… Storm und ich finde es gut!
    Es darf nicht sein, dass die nur an Auflage und Profit orientierte arg gebeutelte Medienbranche mit Pseudowissen und Halbwahrheiten oder gar Unwissen über Menschen aus dem Kreise der Autismus-Spektrum-Störungen mit dieser Berichterstattung durchkommen. Ich bin dafür, dass man sich wehrt.
    Ein Klasse-Beitrag!

  12. Admin schreibt:

    Sehr interessant, habs gleich mal auf Fecebook rum gepostet… <3 hey One Love, ein Planet : )
    Mach weiter so… lg manu

  13. Falbrand schreibt:

    Hallo,

    Bin selber HF-Aspi und kann dank Hochbegabung im Alltag recht gut funktionieren und einige Handicaps ausgleichen. Habe aber auch gelernt, dass es bei einem Großteil der NTs wenig Sinn macht, zu diskutieren.

    Meine Umgebung hat sich mittlerweile daran gewöhnt, von mir seltsame Aussagen zu hören um dann 4-5 Jahre später zu mir zu kommen und die Probleme die ich damals angesprochen hatte gerade rücken zu lassen.

    Lustige Episode im Wahlkampf 2009 (als ich in einem kleinen Bundesland bei einer kleinen aufstrebenden Partei etwas Wahlkram erledigt habe):
    Spitzenkandidatin ist total geschafft, sieht mich nach einer Marathonsitzung an: Du bist die Ruhe selbst, was? Ich konnte da nur grinsen. Asperger zu sein hat halt auch mal Vorteile ;-)

    Liebe Aspis und Nicht-Aspis, die ihr hier mitlest:
    Macht euch selbst nicht fertig. NTs halten sich fast nie an die eigenen Regeln, das ist ein Grundgesetz. Verzweifelt nicht darüber, sondern seid durch Vorleben ein gutes Bespiel. Jene aber, die Opportunisten sind mit räuberischer Mentalität, jene werden ihre Taktiken nicht ändern, da hilft auch ein Zurechtrücken nicht. Verschwendet keine Lebenszeit an sie, sondern kümmert euch besser um Konstruktives. Schaltet die Normal-Simulation auch mal in den Leerlauf, wenn es zu viel wird. Wirkt manchmal Wunder, speziell empörten Heuchlern gegenüber.

    Grüße
    Fal

    • amp schreibt:

      Hi Fal,
      zu Deinem letzten Absatz kann ich nur schreiben: jepp, so isses….Allerdings muß ich zugeben, dass es mir sehr schwer fällt, nicht doch irgendwie irgendetwas erklären zu wollen….

  14. Admin schreibt:

    Das ist ja grade das schöne am Universum, jeder hat seinen eigenen Lebensplan, bei einigen dauert es eben etwas länger bis sie erleben das sie mit allem was lebt auch in Verbindung stehen.
    Jeder macht Fehler, allerding muss ich auch zu geben das sich mansche Leute sehr viel raussnehmen.
    Würde man das Planetar hoch rechnen, würden die unbewussten Menschen bestimmt überwiegen.
    Darum ist es umso wichtiger das wir unsere Energie nicht für hoffnungslose Leute verschwenden.
    Die macht der Gedanken ist sehr stark und kann viel verändern, denkt man aber zu wenig an sich und schaut ständig auf andere Fehler und will sie vorallem zwingen diese Fehler auf zu lösen, dann verliert man den Faden zu seinem wirklichen (aus sich herraus) Selbst.

    Die Fähigkeiten die du hast wen du dein Selbst kennst und lebst, sind um vieles grösser als wen du nur von einem Drama dieser Welt ins nächste siest.
    Was ich auch sher interessant finde ist, das es immer wieder Leute wahren die einen gewissen Leidensweg haben oder hatten die anderen helfen wollen und die grossherzig und weise sind.
    Eine Seele macht eben so ihre Erfahrungen, jede Erfahrung kommt zu der Zeit in der die Seele bereit dafür ist und es sich wünscht.

    Nun, denn :o) viel Klarheit und Frieden, denn den brauchen wir hir am meissten!
    Grüsse Manu

  15. Mama eines Asperger Autisten schreibt:

    Dieses musste ich bei der Bildzeitung unbedingt loswerden.
    Natürlich hat keiner auf meinen Leserbrief geantwortet.
    Eigentlich wäre eine offizielle Entschuldigung fällig!

    Sehr geehrte Redaktion
    Es ist ein Unding in unserer Gesellschaft eine derartige Äußerung über Betroffene zu veröffentlichen!
    Das wird dazu beitragen das dumme Menschen denken, Asper-Autisten wären ohne Gefühl und grundsätzlich fähig solche Taten zu begehen. Von der Diskriminierung einer Gruppe von “Behinderten” ganz zu schweigen.
    Mein Sohn(6jahre) leidet unter dieser Besonderheit und hat im Radio von dieser Tat gehört. Was glauben Sie werden Freunde und Bekannte reagieren wenn sie das lesen. Wenn Sie einen gewissen Fach-und Sachverstand besitzen würden oder gar Betroffene kennen würden, hätten Sie so eine verallgemeinernde Äußerung wohl kaum getroffen. Verhetzung und generelle Verurteilung schwächerer Menschengruppen wird es wohl immer geben. Wie soll unsere kranke Gesellschaft jemals Respekt vor Menschen und Leben haben, wenn solche unglaublichen Artikel in einer Zeitung abgedruckt werden. “Vielen Dank” für noch mehr Kummer in dem Leben dieser betroffenen Kinder.

    Ich bin sehr traurig über diese Tat und meine Anteilnahme gilt den Eltern und allen schwerst traumatisierten Personen die das alles erleiden mussten.
    Wann wird das Töten endlich aufhören?

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  22. Thomas Kummer schreibt:

    Ein kleiner, nachträglicher, Gedanke.

    Amokläufer.

    Oft habe ich das Gefühl, dass die Polizei und die Journalisten eine Liste haben. Eine Liste von Dingen, die Schuld sein “müssen” an dem Amoklauf.
    Findet man das erste nicht, muss es das zweite sein. Wird auch das zweite nicht gefunden, muss es das dritte sein, und so weiter.

    1.) Der Täter hat ein oder mehrere Poster von Rock-Musikern an der Wand.
    2.) Der Täter hat ein oder mehrere Poster von Heavy-Metal-Musikern an der Wand.
    3.) Der Täter hat ein oder mehrere Poster von Black-Metal-Gruppen an der Wand.
    .
    .
    .
    9:) Der Täter ist Asperger-Autist.

    So kommt es mir sehr oft vor.

    Schon einige male hat man lesen können, dass der Amokläufer zum Beispiel die Musik von Marilyn Manson gut gefunden hat, oder von irgendeiner Death Metal Band. Wenn als das nicht aufzufinden ist, der Läufer sogar Country-Musik-Fan war, dann kann es doch nur noch so was wie Asperger-Autismus sein.

    Desweiteren denke ich, dass Journalisten, Polizisten und die Politiker auf solche Sachen verweisen, sehr heftig verweisen, weil sie verhindern wollen, dass man sich Gedanken über die Waffen und die Gesetze dafür macht. Gut, diese Aussage gilt natürlich vor allem für Amerika.

    Auch will man die heilige Institution Familie nicht angreifen und die Probleme dort angehen, wo sie angegangen werden sollten.

    Ich denke, viele Journalisten wissen zwar, dass die Probleme unter anderem in der Familie gesucht werden müssen, aber, es fehlt der Mut, das anzusprechen und sich so in die explosiven Nesseln zu setzen.

    Die Familie ist etwas Gutes, böses kann von dort nicht kommen und was in der Familie passiert, das bleibt in der Familie.

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