#EinfachSein, mein Fazit und ein Jubiläum

Am Anfang war ein Gedanke. Das tiefe Bedürfnis danach das sich, wenn es um Autismus und Aufklärung geht, etwas bewegen muss. Nur wie? Als einzelner Blogger konnte ich wenig bewegen. Und so dauerte es, für meine Verhältnisse recht lange, bis der Wunsch nach Bewegung selbst in Bewegung kam. Er wurde größer, zum Autismus gesellte sich das Thema Inklusion. Nur war Inklusion wirklich passend und richtig? Ich fing an andere Blogger um Rat zu fragen. Es kamen Impulse, Ideen und eigene Wünsche. Und so wuchs mein Gedanke langsam zu einem Traum. Es ging mittlerweile um viel mehr als um Autismus und den Inklusionsgedanken. Behinderungen, das Medienbild und die Sicht der Gesellschaft auf Behinderungen waren mir wichtig. Und wie kann man das am besten umsetzen? Nicht mit dem Protestgedanken der mich anfangs umtrieb. Nein, wir musste ein Bild von Behinderungen zeichnen das Vielfältig, bunt und realistisch war. Ab hier war es eigentlich leicht: #EinfachSein war entstanden. Ein Signal, ein Aufruf und ein Hinweis auf die Vielfalt an Behinderungen, Menschen die mit ihnen leben und auch über sie schreiben. Soweit der Traum. Vor jeder Aktion steht aber auch eine Organisation. Ich stampfte mit Katrin und Sabine ein Konzept aus dem Boden, wir überlegten wie man das umsetzen kann und machten es.

Der Traum wurde Realität

Ich sammelte Stück für Stück die Anmeldungen und suchte ständig nach neuen Bloggern die gewillt waren unter dem Motto EinfachSein einen Beitrag zu schreiben. Anfangs hoffte ich auf 25 Beiträge. Als wir 30 hatten schwärmte ich von 40. Irgendwann waren 50 der für mich unerreichbar geglaubte Traum. Was haben wir erreicht? Fast 60 tolle Beiträge zum Thema Behinderungen, Medien und Gesellschaft. Was mich besonders gefreut hat: Wir hatten nicht nur Menschen mir unterschiedlichen Behinderungen als Teilnehmer. Es gab auch Beiträge aus dem Bereich Pflege/Betreuung und von Angehörigen. Und auch auf Text waren wir nicht beschränkt. Ein Video, Kollagen und andere Beiträge waren angemeldet. Kurzum: Ein wirklich buntes Angebot an sehr individuellen und unterschiedlichen Beiträgen. Diese in ein Programm zu fassen war gar nicht so leicht.

Nach #EinfachSein ist vor #EinfachSein

Mit dem letzten Beitrag zur Aktion fiel die Anspannung bei mir ab. Aber ich wurde auch traurig. Mich hatten die 3 Tage von #EinfachSein derart geprägt, ich wusste gar nicht wie es ohne weitergehen sollte. Aber es ging weiter. Stück für Stück kam das Feedback von Teilnehmern und Lesern. Sicher ist: Für die kommenden Thementage müssen wir einiges ändern. Aber das lässt sich bewerkstelligen. Sicher ist auch: Es wird in diesem Jahr noch einmal Blogger-Themen-Tage und #EinfachSein geben! Dieses Mal mit mehr Vorlauf, anderen Rahmenbedingungen, einem hoffentlich verbesserten Anmeldesystem und, das ist mein Traum, wieder mit sehr vielen bunten und informativen Beiträgen von anderen Bloggern!

#EinfachSein ist nachhaltig!

Was mich besonders freut ist, die nachhaltige Wirkung von #EinfachSein. Wir haben es alleine durch diese Aktion geschafft, dass Menschen angefangen haben zu bloggen! Andere haben kleine Blogschätzchen gefunden die ihnen vorher entgangen waren. Und sehr viele Teilnehmer haben einige neue Leser für sich gewinnen können. Es ist teilweise ein kleines Netzwerk entstanden. Menschen haben sich kennengelernt und sind ins Gespräch gekommen. Gibt es was Schöneres? Anbei noch ein paar kurze Zahlen zu #EinfachSein:

Wir hatten 3 Tage volles Programm mit 54 veröffentlichten Beiträgen

Das Programm für Freitag wurde 903 Mal, für Samstag 544 Mal und für Sonntag 600 Mal alleine nur bei mir angeklickt!

Aus diesen Seiten wurden die Teilnehmerblogs zwischen 25 und 177 Mal angeklickt. Die Zahl der tatsächlichen Besucher lag jedoch weit höher. Aus den Zahlen die ich bekommen habe, kann man schließen, dass die Blogs während der Thementage zwischen 50 und 400 Klicks hatten.

Da war doch noch etwas mit einem Jubiläum?

Ja. Dies ist, ich konnte es selbst kaum glauben, mein 50ter Blogbeitrag den ich geschrieben habe. Früher wollte ich nie bloggen. Blogs waren mir immer irgendwie mysteriös. Ich fing klein an, ein Protestbeitrag in einem anderen Blog. Langsam platzte der Knoten und es wurden mehr und mehr Beiträge die von mir erschienen sind. Aus Protest wurde mein persönlicher Weg meinen Autismus zu begreifen und zu verstehen. Das ich damit auch anderen Menschen helfen und Informieren konnte war dann der Auslöser für mich weiterhin und auch öffentlich zu schreiben. Etwas von dem ich sehr lange dachte, dass ich es gar nicht kann. Und irgendwie auch nicht damit rechnete, dass mich jemand ernsthaft lesen will. Wen interessiert schon mein Geschreibsel. Wie sich zeigt: Anscheinend einige. Und das freut und ehrt mich. Ideen für neue Texte und Themen rund um Autismus habe ich noch viele und so, hoffe ich, ist der wöchentliche Blogbeitrag bei Quergedachtes noch längere Zeit auf jeden Fall gesichert.

Ich möchte mich bei meinen Lesern für die Treue, das Feedback und die vielen Empfehlungen meiner Texte herzlich bedanken!

In diesem Sinne: Auf die nächsten 50 Blogbeiträge in diesem Blog!

Euer

Aleksander

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