Ein Autor, klassische Nerds und leichte Autisten

Ich handel eigentlich immer nach dem Motto: „Leben und leben lassen“. Besonders und auch im Bereich Autismus. Solange nicht gefährliche „Heilmethoden“ wie MMS propagiert werden denke ich mir immer: Jeder Autist ist anders, jeder sieht Autismus anders. Und das ist eigentlich auch gut so.

Aber gerade platzt mir die Galle (Sprichwörtlich, also bitte NICHT den Notarzt rufen!). Wenn ein autistischer Autor der durchaus eine ordentliche Bekanntheit in Deutschland genießt, andere Autisten  in den Dreck reißt ist bei mir das mit der Toleranz schnell am Ende.

Was ist passiert?

Die FAZ hat online, Print wohl schon einige Tage früher, heute einen Artikel über Dr. Peter Schmidt veröffentlicht. Er ist hier zu finden: Ein Autist in der Arbeitswelt

Neben dem eigentlichen Thema Autisten und deren Probleme in der Arbeitswelt geht es fast schon dominant über das neue Buch „Kein Anschluss unter diesem Kollegen“. Ich hatte fast nichts anderes erwartet, leider geht es häufig – wenn es um Dr. Peter Schmidt geht – um sein gerade aktuelles Buch. Was dabei leider oft verloren geht: Der Fokus auf das Thema Autismus und besonders darauf, dass Autismus bei jedem Autisten anders ist.

Seite 2 des Artikels beschäftigt sich angenehm mit dem eigentlichen Thema und bringt als Beispiel SAP und Specialisterne. Hier wird beispielhaft erklärt welche Probleme auftreten können, an welchen Hürden Autisten nur allzu oft scheitern und was man unterstützend tun kann.

Der Anfang von Seite 3 widmet sich wieder dem Buchautor und schreibt:

„Peter Schmidt hat Karriere gemacht, bevor es diese Programme gab.“

Gratulation. Es fällt vielen schwer. Wer es schafft sollte und kann stolz darauf sein. Aber ist er damit etwas „Besseres“?  Ich möchte nicht wissen wie viele unerkannte Autisten sich durchs Arbeitsleben gekämpft und Karriere gemacht haben. Ich denke aber auch an all diejenigen die sich mittels Anpassung durchkämpfen und eben keine Karriere machen können. Weil sie scheitern, an Hürden gelangen die für sie nicht überwindbar sind oder einfach am Ende der Kräfte sind.  Von denen wird nicht gesprochen.

Es folgt ein Teil über die neue Klassifikation von Autismus und das die Unterschiede zwischen frühkindlichem Autismus, Asperger Autismus und atypischem Autismus wegfallen. Was stattdessen, zumindest laut Peter Schmidt folgt erfahren wir dann gleich auf Seite 4. Aber später dazu.

Am Ende der dritten Seite geht es dann wieder um Peter Schmidt und seine „Fettnäpfchen“ im Arbeitsleben.

Beispiel 1:

„Peter Schmidt zum Beispiel ordnet sein Obst im Büro penibel an und wird wütend, wenn jemand diese Ordnung zerstört.“

In der Welt „Die guten Ratschlage des autistischen Kollegen“ (auch hier geht es um sein Buch) steht dazu sogar als Bildunterschrift:

„Peter Schmidt braucht Strukturen: Wenn jemand die wohl angeordnete Wochenration an Obst in seinem Büro durcheinander bringt, ist er stundenlang arbeitsunfähig.“

Ja: Als Autist kann einen fehlende Ordnung und Struktur schirr kirre machen. Aber ist man als Mensch der fest im Arbeitsleben steht wirklich wegen sowas stundenlang arbeitsunfähig?

Beispiel 2 vom Anfang des Artikels:

„Als sein Kollege einen Programmierfehler machte, schrieb Peter Schmidt das in eine Mail und schickte sie an ihn, die anderen im Team, den Kunden und den Chef. Denn er ist ehrlich und direkt. „Damit haben Sie dem Team einen Bärendienst erwiesen“, sagte der Chef zu ihm, und Schmidt freute sich. Denn er nimmt die Dinge wortwörtlich. Und Bärendienst klingt nach einem großen Dienst.“

Für mich hat das nichts mit Ehrlichkeit zu tun. Autismus kann in meinen Augen sowas nicht entschuldigen. Wer im Arbeitsleben „Karriere“ macht sollte eigentlich wissen was „intern“ und „extern“ in der Unternehmenskommunikation bedeutet.

Beispiel 3, auch aus dem Welt Artikel:

Eingeparkt werden kann zu Kontrollverlust führen

Es klingt nicht entschuldigend, sondern sachlich. Wenn er als Zugeparkter etwas sehr Wichtiges zu verpassen drohte, ein Bewerbungsgespräch etwa oder einen teuren Flug, ginge die Panik auch so weit, dass er sich schlimmstenfalls einfach in sein Auto setzen und drauflosfahren würde: „Ein Psychologe hat mir mal gesagt: Herr Schmidt, in Ihrem Fall wäre das auch keine Fahrerflucht, sondern Notwehr.“

Öhm, nein? Autismus entschuldigt kein Verhalten das andere Menschen schädigt. Solche Aussagen empfinde ich als ziemlich problematisch. Steht dann demnächst in einer Tageszeitung: „Autist beging nach vorsätzlichem Unfall Fahrerflucht“ Oder anders ausgedrückt: Solche Aussagen nehmen Autisten zum einen aus dem Rechtssystem und der Gesellschaft raus und führen unter anderem dazu, dass Autisten von der Gesellschaft als gefährlich wahrgenommen werden.

Aber kommen wir zum FAZ Artikel zurück und widmen uns der Seite 4:

Hier wird die Arbeit von Auticon und Specialisterne beschrieben. Das man mittels Job Coaches versucht Autisten zu unterstützen und in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen. Zumindest in die Arbeit von Auticon konnte ich schon reinschnuppern und mich genauer informieren. Dirk Müller-Remus sagt:

„Ich wollte zeigen, dass man mit Autisten im Wettbewerb bestehen kann.“

Eine tolle Motivation und ein Ziel das einigen Autisten in ein Arbeitsleben auf dem ersten Arbeitsmarkt helfen kann. Klar ist auch: Das funktioniert natürlich nicht für alle Autisten. Ich sage da immer: Jeder Autist der so die Chance bekommt arbeiten gehen zu können ist ein Gewinn.

Dr. Peter Schmidt sagt zu solchen Modellen wie denen von Auticon folgendes:

Peter Schmidt begrüßt diese Programme zwar grundsätzlich, ist aber auch skeptisch. Er befürchtet, dass Autismus zur Mode-Diagnose verkommt und die Menschen, die über Auticon und Specialisterne Arbeit finden, eher klassische Nerds oder leichte Autisten sind und nicht Menschen wie er. Auch mit der Spektrum-Definition ist er nicht glücklich. „Dann sind ja alle Menschen mehr oder weniger autistisch“, sagt er.

Hier ist mir die Galle geplatzt. Erstens: Was soll der Mist mit der Modediagnose? Stehen alle diagnostizierten Autisten erst einmal unter Generalverdacht dass sie sich aus Modezwecken die Diagnose haben stellen lassen? Das verharmlost schon am Anfang des Absatzes all die Probleme von denen auf den 3 Seiten vorher die Rede war.

Zweitens: Es sind also klassische Nerds und „leichte Autisten“ die bei Auticon und Specialisterne unterkommen? Was soll dieser Unsinn? Beide Unternehmen fordern eine Diagnose und möchten die auch (einmalig) sehen. Dr. Peter Schmidt meint also beurteilen zu können das dies alles nur Nerds sind, bestenfalls „leichte Autisten“? Was sind leichte Autisten? Alle unter 50 Kilo? Oder diejenigen die nur knapp am klassischen Nerd vorbei gerutscht sind? Sorry das geht gar nicht! Und was ist Peter Schmidt dann im Umkehrschluss weil er sich ja von diesen Fällen abgrenzt? Schwerer Autist? Das passt ja schon nicht zur Karriere die er gemacht hat, eben ohne Hilfe von Job Coaches. Wieso sind dann alle Autisten die eben diese Hilfe brauchen leichtere Autisten als er selbst?

So nebenbei bemerkt: Man kann als Autist den letzten Teil dieses Satzes auch so verstehen, dass man – im Gegensatz zu Peter Schmidt- kein Mensch ist. Kann man, muss man nicht.

Er sagte im Welt Artikel zum Thema Karriere noch folgendes:

„Die Medien feiern das, was ich überhaupt als Karriere vorzuweisen habe, als großen Erfolg für einen Autisten“, sagt er deshalb. „Aber ich sage mir: Der Autismus hat dir letztlich die ganz große Karriere doch genommen.“

Feiern die Medien seine Karriere? Und ja sein Autismus muss schwer sein, er hat ihm die ganz große Karriere genommen. Ich bin direkt und ehrlich: Das klingt nicht mehr nach Bodenhaftung sondern Höhenflug.

Meine Meinung zum Thema „Leichter Autismus, Schwerer Autismus “ kann man hier nachlesen:

Einmal Autismus bitte. Mild oder schön Scharf?

Die Autismuswaage

Drittens: Das Autismus Spektrum, genau die Änderung die nun in die Diagnosebibeln DSM und ICD Einzug hält, ist also unglücklich? Ja dazu kann man kritisch stehen, aber die angeführte Begründung ist – harmlos ausgedrück- Bullshit. Dann wäre ja jeder Mensch mehr oder weniger autistisch. Ich weiß, dass die „Fachwelt“ derzeit sehr auf autistischen Zügen herumreitet und diese so gar nicht mag. Aber letztendlich ist es doch so:

Jeder Mensch hat eben diese autistischen Züge und Merkmale. Die Summe und die Intensität macht aus einem Menschen ohne Autismus eben einen Autisten.

Was ich hier rauslese ist erschreckend:

Ein Buchautor von drei Büchern über Autismus hat Angst, dass es immer mehr Autisten geben könnte. Und diejenigen die dann auch Karriere machen sind bestenfalls ja nur „klassiche Nerds und leichte Autisten“. Hat da jemand Angst um sein „Alleinstellungsmerkmal“? Angst vor anderen Autisten die auch Karriere machen und vielleicht nicht in so viele Fettnäpfchen treten wie er? Angst vor Autisten die auch zu Wort kommen und vielleicht sogar viel schwerer von den Auswirkungen des Autismus betroffen sind und mehr Probleme mit der Teilhabe am Alltag haben? Anders kann ich mir die Aussagen leider nicht erklären.

Was mir bleibt ist ein kleines und sehr persönliches Fazit:

Dr. Peter Schmidt hat mit dieser Werbung für sein drittes Buch kräftig in ein Fettnäpfchen getreten und den engagierten Autisten einen Bärendienst erwiesen. Was das bedeutet sollte er ja mittlerweile wissen. Das dieser Bärendienst durch die reichweitenstarken Medien geht hat er wohl seinem Verlag und den drei Büchern zu verdanken. Und damit bleibt nur eines: Bücher über Autismus schreiben und damit Karriere machen schließt eben nicht aus, dass man mit dem Hintern einreißt was man selbst und Autismusaktivisten mühsam aufgebaut haben.

Ich wünschte mir ich hätte diese Reichweite und könnte damit etwas Positives bewegen!

UPDATE:

Mittlerweile ist eine Diskussion im Forum von Aspies.de entstanden. Dabei auch ein Posting von Tomai alias Dr. Peter Schmidt.

 „Wenn da jetzt ein Unternehmen wie Auticon (Specialisterne by the way verlangt KEINE Autismus-Diagnose nach meinem Wissensstand, und das ist auch OK so) in der Öffentlichkeit präsentiert wird als eine Firma, die ausschließlich Autisten beschäftigt, dann suggeriert dies für viele Leser, dass dort schwerstbetroffene Menschen eine Anstellung finden. Das ist jedoch nicht der Fall. Darüber haben wir im Interview gesprochen.“

Wer auch nur einmal auf einer Veranstaltung von Auticon dabei war oder eines der Interviews mit Dirk Müller-Remus gelesen hat weiß wie sich Auticon präsentiert. Es wird klar gesagt: Wir können nur einen Teil der Autisten einstellen. Und es wird ebenfalls gesagt: Auticon ist ein gewinnorientiertes Unternehmen wie so viele andere auch. Eines kann man Auticon also sicher nicht vorwerfen: Zu signalisieren allen Autisten einen Job verschaffen zu können. Und so nebenbei: Specialisterne verlangt eine Diagnose. Das weiß man, wenn man sich mit Specialisterne z.B. auf einem ihrer Vorträge befasst hat. Es wäre übrigens auch reichlich unglaubwürdig mit den Stärken von Autisten zu werben aber dann Menschen ohne Diagnose einzustellen.

 „Im Übrigen habe ich im zweiten Aspies-Forum gelesen, dass man über Auticon schneller zu Diagnosen kommt, was ich auch interessant finde! Warum also lange warten! Habe selber schon einmal jemanden diesen Tipp gegeben: „Bewerb dich bei auticon auch wenn du noch keine Diagnose hast, die helfen dir eine zügig zu kriegen, wenn die dich haben wollen.“ Hab grad mal nachgeschaut: „Ohne auticon hätte ich meine diagnose nicht innerhalb von gut 2 Monaten bekommen“. Schrieb da ein Tobias203 am 14.09.2014. Das könnte eine gutartige Priorisierung sein, man könnte das aber auch so interpretieren, dass es schon möglich ist, einen Diagnosen-Stempel zu bekommen, um die Anforderung der Diagnose zu erfüllen. Ehrlicher wäre es von Auticon, wenn schon eine Diagnose gefordert wird, dann die Diagnose mitsamt SBA (oder mind. Gleichstellung) zum Einstellungskriterium zu machen.“

Hier kommt ein heftiger Klops von Peter Schmidt. Unterstellt er doch, unter dem Deckmantel von „Interpretation“ und „könnte“ „möglich sein“, dass Auticon für Diagnosen „sorgt“.

Auticon ist ehrlich und fordert eine Diagnose. Es gibt aber eben auch Bewerber die sich erst einmal ohne bewerben. Ist das dann die Schuld von Auticon? Wieso sollte man solche Bewerbungen aussortieren? Es geht um den Menschen und seine Talente! Übrigens: Wieso sollte man einen SBA oder eine Gleichstellung verlangen? Man kann auch Autist ohne Schwerbehindertenausweis sein. Und das was Auticon und Specialisterne suchen sind Menschen die durch den Autismus besondere Stärken haben. Ein SBA würde da also 0,0 ändern.

Zum Thema Diagnostik sagt er folgendes:

„Und die Geschichte mit dem Spektrum sehe ich deswegen problematisch, weil die ursprüngliche Bedeutung entartet ist. Mit Spektrum war mal gemeint, dass so unterschiedliche Figuren und Menschen wie Rain Man und Dr. Peter Schmidt das gleiche Grundproblem haben. Ein Muster von Eigenschaften ABC, die unter dem Dachwort Autismus zusammengefasst werden. „

Das Spektrum weicht also, mal harmlos gedeutet, von der „Norm“ (dem Spektrumsbegriff vor noch einigen Jahren) ab?  Entartet ist doch schon ein heftiges Wort und in den meisten Fällen –auch in der Medizin- eher negativ geprägt. Und warum in aller Welt redet Peter Schmidt von sich selbst als „Dr. Peter Schmidt“? Rain Man, bzw. Kim Peek, war im übrigen ein Savant.

Teil 4 seines Postings bezieht sich dann auf mich und mein Blogpost.

„Der Blog-Eintrag scheint voller Neid zu stecken.“

Das mag ihm so vorkommen. Ist es aber nicht. Worauf soll ich neidisch sein? Auf die mediale Reichweite? Die braucht es nicht um etwas zu bewegen.

„Weiterhin scheint der Blogger scheinbar auch keine Ahnung davon zu haben, wie das Ding, was er da geschrieben hat, auf Außenstehende, die er ja informieren möchte, wirken könnte.“

Doch habe ich. Ich sage meine Meinung zu etwas was jemand der medial beachtet wird der Öffentlichkeit mitteilt. Also eine Reaktion auf die Wirkung seiner Worte auf Außenstehende. Das hat nichts mit meinen Blogposts zu tun die über Autismus informieren. Das eine schließt das andere nicht aus.

„Auch spiegelt er sich selbst, will er sein Leben anscheinend als eine Art Berufs-Autist bestreiten, der sich die Aktivitäten und Präsenz wünscht, die ich in den vergangenen Jahren hatte, ohne aber die dafür notwendige Erfolgsgeschichte zu haben, auf die das bei mir aufbaute. Denn die liefert die Lösungen, die Antworten auf die Fragen der Leute. Ich bin allerdings KEIN Berufsautist, will auch keiner werden und mache das nebenbei, einer Nachfrage folgend, soweit mir meine Zeit das erlaubt.“

Da stellt sich mir die Frage: Was ist ein Berufs-Autist? Ich komme da so ganz spontan auf zwei Definitionen:

  1. Jemand der seine Diagnose vor sich herschiebt bzw. als Aushängeschild benutzt und nur damit Geld verdienen möchte. Quasi jemand der auf der Autismuswelle reitet und meint nur mit dem Autismus Geld verdienen zu können.
  2. Jemand der sich die Stärken des Autismus zu Nutze macht um für andere Autisten und das Thema Autismus etwas zu bewegen. Also z.B. Weiterbildungen anbietet, Vorträge hält die sich um Autismus und nicht nur über die eigenen Interessen drehen usw.

Peter Schmidt mag das sicher anders sehen, ich sehe mich –sofern Berufsautist überhaupt zutreffend ist- als jemand der sich aktiv für Autisten und Autismus einsetzt und versucht mittels Arbeit dort etwas zu bewegen. Ich verdiene also mein Geld nicht damit dass ich Autist bin sondern damit dass ich über Autismus aufkläre und weiterbilde. Man könnte auch kurz und knapp sagen: Ich bin Autist mit dem Job Referent.

Was ist an dem Wunsch so falsch das die eigene Arbeit wahrgenommen und in Anspruch genommen wird? Und wieso braucht man dafür eine „Erfolgsgeschichte“ des Kalibers „Peter Schmidt“? Ich kann mir das durchaus selbst erarbeiten und ich brauche dafür keinen Verlag der Termine macht und mich über PR pusht.

Ich brauche übrigens keine mediale Erfolgsgeschichte um Lösungen auf Fragen zu Autismus zu liefern.  Wobei ich keine Lösungen verkaufe, die gibt es nämlich nicht. Es gibt nur ein Verständnis von Autismus und was in Autisten vor sich geht. Und ein Verständnis für die Wahrnehmung von Autisten. Lösungen müssen sich die Menschen selbst erarbeiten. Ich kann nur das Werkzeug und Wissen dafür liefern. Ich würde mir also niemals anmaßen eine Lösung für eine Frage parat zu haben. Aber vielleicht habe ich deshalb keine Erfolgsgeschichte vorzuweisen? Ist mir ganz Recht so.

„Ich bin zwar kein schwerstbetroffener Autist, aber anscheinend deutlich betroffener all viele andere, entsprechende Kommentare gibt es u. a. auch in diesem (alten) Forum, z. B. von „Sonja2“ am 5. April 2012: unter Re:Schwerbehindert: „Wenn ich peter schmidt sehe, dann sehe ich einen Autisten, der deutlich autistischer ist als ich, so von seiner Körpersprache her, und was er denkt. Trotzdem verdient er wahrscheinlich 3x so viel Geld wie ich, hat Familie und Kinder…“ Da hat mal jemand gut beobachtet, es gibt noch mehr derartige Feedbacks von Menschen, die mich Real Life erlebt haben „Ich hätte nie gedacht dass Sie wie Rain Man sein können“ und andere mehr.“

 

Schade wenn man seine „Betroffenheit“ über das definiert was andere über einen sagen. Eigentlich sollte jeder Autist der Bücher über Autismus schreibt und in der Öffentlichkeit darüber spricht selbst ganz genau wissen was Autismus für ihn bedeutet und wie er sich auf ihn auswirkt. Was ich wiederum nicht verstehe: Was soll dieser Vergleich „deutlich betroffener als viele andere“? Es geht bei der Arbeit für Autismus nicht um einen Wettbewerb wer am schwersten autistisch ist. Es geht um die Aufklärung über Autismus.  Hier haben wir wieder den Unterschied zwischen Berufs-Autist 1 und 2. Der eine definiert sich über die Diagnose und deren Schweregrad, der andere über das was er für andere Autisten bewegen kann.

Mit seiner Aussage beißt er sich übrigens selbst. In seinem Posting schreibt er recht am Anfang folgendes:

„Nun ist es aber so, dass das Wort Autismus für die einen dies, für die anderen das bedeutet oder beinhaltet. Denn Autismus ist nach wie vor unsauber definiert und bringt daher auch keine Gewissheit für irgendwas. Aus genau diesem Grunde warne ich seit Jahren davor, sich über eine Diagnose, die aktuell weder sicher stellbar noch klar umrissen ist, zu definieren oder zu identifizieren. Das bringt nur Frust.“

Wenn er sich nicht über die Diagnose definiert wieso legt er dann soviel Wert darauf zu betonen das er doch viel betroffener als viele andere Autisten sei? Sorry das passt nicht.

Kleines Zwischenfazit: Manchmal braucht es nur einen kleinen frechen Rant um Masken langsam fallen zu sehen.

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19 Antworten zu Ein Autor, klassische Nerds und leichte Autisten

  1. Anita schreibt:

    Ich habe ja schon viel über Autismus und viel von Autisten gelesen.

    Peter Schmidt war bisher nicht dabei, kleinere Ausszüge aus seinen anderen Büchern haben mich davon abgebracht. Ebenso ein Fernsehinterview.

    Seine Art, den Autismus auf seine Person zu fokussieren, finde ich sehr schwierig.

    Bei keinem der anderen Autisten ist mir dieser Fokus so sehr aufgefallen. Viele sprechen davon, „so ist es bei mir, bei Anderen kann es anders sein, bleibt aber trotzdem Autismus“.

    Und das sollte wirklich der Fokus sein!

  2. anomaspe schreibt:

    Sehr guter Artikel. Dazu noch folgende Anmerkung: Ich beginne gerade den Diagnose-Prozess, und er erfordert sehr viel Überwindung. Ich glaube nicht, dass ein Autist, der dann später auch die Diagnose erhält, das alles aus Jux und Dollerei macht oder um cool zu sein. Dafür ist dieser ganze Prozess viel zu anstrengend. Entweder ist der Leidensdruck größer als die Widerstände, die sich während der Zeit der Diagnose vom ersten Kontakt bis zur Diagnosestellung in den Weg stellen, oder die Menschen leben einfach als unerkannte Autisten weiter wie bisher. Wer eine Autismus-Diagnose hat, der hat definitiv große Probleme, die man nicht als Modediagnose, gepflegtes Nerdtum oder leichten Autismus abtun kann.

    • quergedachtes schreibt:

      Danke. Ja Du hast Recht. Und selbst wenn es diese Menschen gäbe, wie viele davon bekommen dann eine Diagnose? Und was ändert das an der Diagnose von Dr. Peter Schmidt oder seiner Karriere?
      Was mich so aufregt ist zum einen diese unleidige Diskussion um „wie schwer autistisch ist…“ und der bei einigen anscheinend daraus entstehende Wettkampf wer autistischer ist und damit das was er erreicht hat noch mehr von anderen zu schätzen ist.

    • Geralt schreibt:

      Ich habe meine Diagnose auch erst mit 40 bekommen.
      Ich habe nach einer Erklärung, warum mir den Umgang mit anderen Menschen im Privatleben so schwer fällt.
      Die Diagnose fiel anders aus,. als ich dachte.
      Ich wurde nämlich als „Mischling“ (ADHS/AS) diagnostiziert.
      Was mich über 2 Jahre beschäftigte/verwirrte, denn ich wollte mehr Klarheit darüber haben was nun AS und was nun ADHS ist um es besser zu trennen.
      Erst nach den 2 Jahren fand ich eine für mich akzeptable Bezeichnung als „egozentrischer ADHS Typ“. Den für mich sind korrekte Bezeichnungen / Begriffe sehr wichtig.
      Wenn ich nun darüber lese, das es „leichte“ und „schwere“ AS: Menschen geben soll.
      Und Nerds keine ASler sein sollen, und sowieso alles zu einer Mode-Diagnose verkommen soll, dann verwirrt mich das noch mehr.
      Denn die Lebens-Andersartigkeiten bei mir, müssen einen Grund haben.
      Und bisher haben ich mich damit gut „abfinden“ können ein „halber“ Autist zu sein.
      Wobei manche Psychiater ADHS und AS zum gleichen Spektrum zählen wollen.
      Wenn ich von dieser Arbeitshypothese ausgehe, dann wäre ich ja ein „Superleichter“ Autist.😉
      Nur ist es so, dass auch ein „Superleichter“ Autist, wie ich, es trotzdem im Leben „schwer“ haben kann. Vor allem wenn der Wunsch nach Anpassung (um gleich wie die anderen zu sein) die meiste Lebenszeit über da war.
      Ich fühle mich nicht als Berufs-Autist oder Berufs-ADHS-ler. Aber das „Durcharbeiten“ der Diagnose und auch der Umgang mit anderen ähnlich „konfigurierten“ Menschen half mir dabei meine „untypischen“ Bedürfnisse für mich zu akzeptieren, und nicht eine Anpassung um jeden Preis zum „neurotypischen“ zu betrieben.
      Irgendwie ist jeder Mensch anders als jeder andere Mensch.
      Nun haben wir die Wahl Menschen einzubeziehen oder auszugrenzen.

  3. Hesting schreibt:

    Meiner Meinung nach ist dieses Vergleichen in denselben Ursachen begründet, aus denen „Wirsing-Nicole“ (mir fällt gerade ihr Nachname nicht ein!) sich von ihrer Autismus-Diagnose distanziert. Das Problem, dass wir alle unterschiedlich und doch irgendwie gleich sind, hat die gesamte Autistengemeinde. Ich kann mich auch nicht mit Autzeit auf einen Nenner bringen oder mit einigen Leute in der Darmstädter Selbsthilfegruppe.
    Meines Erachtens hat hier ausnahmsweise die WELT den besseren Artikel geschrieben.

    • quergedachtes schreibt:

      Aber muss man sich deshalb immer messen? Wer hat den schweren Autismus? Wer hat dennoch die beste Karriere gemacht?
      Ich finde das nicht ok und eine derartige Personenfixiertheit beim Thema Autismus trägt nicht wirklich zur Aufklärung bei.
      Nichts gegen Werbeartikel für seine Bücher, aber dann sollten die auch nur darum gehen. Oder eben Artikel zum Thema Autismus und XYZ….dann aber bitte nicht mit derartiger Konzentration auf eine Person.
      Es sollte, meiner Meinung nach, eben um den gemeinsamen Nenner gehen und nicht darum Deutschlands berühmtesten und schwersten Autisten zu suchen. Das hilft keinem.
      Was haben die Autisten von Auticon und Specialisterne denn verbrochen, dass Peter Schmidt ihnen die Diagnose quasi und ohne sie zu kennen abspricht? Und wenn jemand auf derart fiese Weise andere Autisten angeht ist bei mir einfach auch mit „leben und leben lassen“ irgendwann Schluss.

      Sorry wenn ich hier etwas abgedriftet bin.

      • Hesting schreibt:

        Es geht nicht ums Messen. Ich stelle mir vor, dass er vielleicht gefragt wird „was unterscheidet Dich von Rainman?“ oder „was hat Temple Grandin mit Deinen Problemen zu tun?“ (um nur zwei Figuren/Personen zu nennen, deren Probleme/Talente ich nicht oder nicht komplett teile). Peter hält ja durchaus schon sehr lange Vorträge über sich selbst.
        Nicht alle Autisten flattern mit den Händen, haben eine verwaschene Sprache, können Berührungen nicht ertragen, um mal ein paar auffälligere Dinge zu nennen.

        • quergedachtes schreibt:

          „Peter hält ja durchaus schon sehr lange Vorträge über sich selbst.“

          Vielleicht ist das der Knackpunkt: Er redet über sich. Das ist vollkommen ok. Verkauft wird es aber als Antworten auf Autismus. Und dann ist es eben nicht mehr ok.

    • Anita schreibt:

      Nicole Schuster bezeichnet sich nicht mehr als Autistin, warum erklärt sie ihrer Seite allerdings nicht so genau. Außer, dass sie sich weiterentwickelt hätte.

      http://autismus-kultur.de/autismus/community/zum-offenen-brief-an-nicole-schuster.html

      Ob es je eine Antwort auf den offenen Brief auf Realitätsfilter gab, weiß ich leider nicht.

      Vielleicht hat Frau Schuster aber auch nur eine gute Phase und sich gut einrichten können in ihrem jetztigen Leben. Ich gönne es ihr.

      Ich persönliche finde den Dialog spannend. Und ich versuche ein Bild, ähnlich einem Mosaik, zu erkennen, wenn ich viele verschiedene Persönlichkeiten schriftlich kennenlernen darf. Und an einigen Stellen erkenne ich viele Dinge bei meinen Kindern wieder. Und auch bei mir.

      Das Messen, „Wer hat es schwerer ———- Wer hat was trotzdem erreicht ———- Wer ist wie prominent geworden“ finde ich persönlich nicht gut. Und bei Peter Schmidt kommt es mir oft so vor, dass er sich persönlich als Kapazität in Sachen Autismus sieht.
      Dies ist ganz mein persönlicher Eindruck.

      • quergedachtes schreibt:

        „Ob es je eine Antwort auf den offenen Brief auf Realitätsfilter gab, weiß ich leider nicht.“

        Nein gab es nicht.

      • Hesting schreibt:

        Ich hatte just dieser Tage eine Diskussion mit einer Bekannten über das Thema, wie man einem Introvertierten das Leben leichter machen kann. Anlass war dieser Artikel:
        http://www.buzzfeed.com/alisoncaporimo/make-an-introvert-feel-loved?bffb&utm_term=4ldqpgp#4ldqpgp
        Ich finde mich in vielem nicht mehr wieder, obwohl ich immer als introvertiert gegolten habe und heute auch noch gelte. Ja, man entwickelt sich schon weiter, würde ich sagen. Ich bin jetzt aber auch schon Mitte 30; vor zehn Jahren hätte ich mich in vielem noch eher wiedergefunden als heute.
        Die Anzahl derjenigen, die über ihren Autismus sprechen, ist ja auch immer noch zu klein.

        • Anita schreibt:

          Das Introvertiert-Sein kommt bei mir ganz auf das Gegenüber an.

          Und auf das Thema.💡

          Ich bin Mitte 40, galt aber immer eher als das „Rumpelstilzchen“, was durchaus auch schon mal „platzte“. Mit dem Alter, den Kindern und vor allem dem durch den Autismus der Kinder bedingten Umgang mit Behörden, bin ich viel ruhiger und vorsichtiger geworden.

          Aber Fremden gegenüber bin ich nach wie vor eher zurückhaltend, außer sie tun etwas absolut Ungerechtes.

          Zitat Hesting: „Die Anzahl derjenigen, die über ihren Autismus sprechen, ist ja auch immer noch zu klein.“

          Zitat Anita: „Ich persönliche finde den Dialog spannend. Und ich versuche ein Bild, ähnlich einem Mosaik, zu erkennen, ………….“

          das muss aber erst im Bewusstsein der Interessierten klar werden.

          Ich kenne einige (unter anderem Familienangehörige), die Bücher von Peter Schmidt wie eine „Bibel“ (RW) lesen und daraus versuchen auf die Kinder zu übertragen.

          Legt man aber die Aussagen von Peter Schmidt und Sabine Kiefner nebeneinander, sind es vollkommen andere Bilder, die sich daraus ergeben (können).💡😉

    • autzeit schreibt:

      Genau darin sehe ich einerseits die Schwierigkeit, andererseits die Chance bei Autismus bzw. dem Spektrumsbegriff. Deswegen gibt es autistische Kinder, die mit wenig Problemen eine Regelschule besuchen können und andere, die ihr Leben lang auf Unterstützung angewiesen sind. Diese Diskrepanz muss meines Erachtens deutlich gemacht werden, aber nicht, indem der eine Teil als „nur ein bisschen autistisch“ abgetan wird. Denn ein funktionierendes Umfeld hat einen erheblichen Einfluss auf eine Verschlimmerung oder Verbesserung der Symptomatik. Wenn ich dann anfange, als Laie zu bagatellisieren, kann ich verdammt viel Schaden anrichten.
      Das Problem ist dann wirklich, wenn man sich selbst in den Mittelpunkt der fachwissenschaftlichen (!) Diskussion stellt. Klar schreiben wir auf den Blogs auch bzw. vorwiegend über unsere eigene Wahrnehmung, in dem Moment, wo ich aber ein breites Publikum vor mir habe und nicht mehr über „meinen Autismus“, sondern Autismus im Allgemeinen spreche, sind eigene Beispiele nur sehr sparsam zu verteilen und auch dann immer nur mit dem Hinweis, dass das bei 20 anderen Autisten wieder ganz anders aussehen kann.

      • quergedachtes schreibt:

        Kann ich so nur unterschreiben.
        Und das Wissen um die Wahrnehmung und andere „Merkmale“ hilft Autisten zu verstehen. Egal wie „schwer“ oder „Leicht“ sie sind.
        Wer Lösungen anbietet kann eigentlich nur falsch liegen. Die funktionieren einmal, zweimal, evtl. dreimal. Aber dann?

  4. Maria Sah schreibt:

    Jetzt ist das neue Buch also erschienen und vielleicht werde ich es sogar lesen.
    Es ist mir bewusst, dass nicht jeder Autist etwas hat, das er mit Erfolg verkaufen kann und nicht jeder ist ein Bill Gates oder Steven Spielberg.
    Ich habe auch frühere von Peter Schmits Büchern gelesen und gewinne den Eindruck, dass es ihm nicht zwingend darum geht, im Sinne aller Autisten zu schreiben. Dass er seinen Erfolg ausnutzt vermag mich nicht zu schockieren.
    In seinen früheren Büchern beschreibt er ja auch seine Schwierigkeiten.
    So über Auticon und Specialisterne schreiben/reden sollte er natürlich trotzdem nicht, aber das vermag mich nicht zu triggern.

  5. Pingback: Markierungen 01/06/2015 - Snippets

  6. Krissell schreibt:

    Hat jemand einen Tipp, wie das mit dem Zwischen-den-Zeilen-lesen funktioniert?

    Als Autist kann ich lediglich bestätigen, dass es durchaus möglich ist, für Stunden unfähig zu sein zu arbeiten, sobald persönlich wichtige Strukturen durcheinander gebracht wurden. Das wäre außerdem nur ein Beispiel von sehr vielen möglichen Beispielen. Ebenso kann ich als Autist bestätigen, nicht unbedingt etwas über ungeschriebene soziale Regeln zu wissen.
    Zauberwort: Nischenarbeitsplatz.

    Dass letztlich dies oder jenes anders sein sollte bei einem Autisten, finde ich vermessen zu äußern.
    Was wäre der Prototyp eines Autisten, an dem sich orientiert werden könnte? Falls ich jemals wieder meinen Blog online stellen würde, um nicht sofort virtuell auf einen Scheiterhaufen gesetzt zu werden.

    • quergedachtes schreibt:

      „Ebenso kann ich als Autist bestätigen, nicht unbedingt etwas über ungeschriebene soziale Regeln zu wissen.“

      Also wenn Du damit das Beispiel mit der Email meinst: Das ist keine ungeschriebene soziale Regel. Sowas ist in den meisten Unternehmen Vorschrift. Steht unter anderem in Verschwiegenheitsklauseln.

      „Dass letztlich dies oder jenes anders sein sollte bei einem Autisten, finde ich vermessen zu äußern.“
      Ja, es ist krass formuliert. Als Reaktion auf eine Aussage das Autisten bei Auticon und Co ja wohl eher keine oder nur ganz leichte Autisten sein. Er urteilt damit über andere Autisten ohne sie zu kennen. Ist das nötig?

      „Was wäre der Prototyp eines Autisten, an dem sich orientiert werden könnte?“

      Sie einfach so akzeptieren wie sie sind und nicht in Frage stellen. Dieser Blogpost dreht letztendlich den Spieß nur einmal kurz herum (Redewendung) und zeigt wie daneben die Aussage von Peter Schmidt ist und war.

  7. spiffpp schreibt:

    Was mich an seinen Aussagen total stört: er gibt die Deutungshoheit über Autismus an Mediziner ab. Die stellen die Diagnosen, dürfen also entscheiden, wer Autist ist und wer nicht. Und dann sollen sich die Autisten danach richten. Bzw. diejenigen, denen die Ärzte sagten, daß sie nicht mitspielen dürfen, sollen wieder nach Hause gehen.
    Ich muß sagen, ich empfinde das als massiven Verrat an der autistischen Gemeinde. Denn es ist offensichtlich, er greift sich die Dinge heraus, die ihn auf- und andere mißliebige Autisten abwerten. Wenn das die Ärzte und die Diagnoseverfahren sind, dann singt er halt auch deren Lied.
    Ich muß sagen, daß er auf mich von Anfang an den Eindruck eines Selbstdarstellers machte, der das Autismus Thema aberntet. Damit will ich ihm aber nicht seinen Autismus absprechen, den nehme ich ihm schon ab. Aber mit diesen Aussagen ist der Mann definitiv für mich gestorben, den für mich festigt sich hier das Bild von einem, der Seinesgleichen verkauft um persönliche Vorteile für sich daraus zu ziehen.

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