Nicht über uns ohne uns. Oder doch lieber nicht?

Einige haben es evtl. schon auf Twitter mitbekommen: Das ABA (Applied Behavior Analysis, eine Therapie bzw ein Frühförderungsangebot für autistische Kinder) Infotreffen ist gescheitert. Ich sah mich gezwungen dieses vor einigen Tagen abzusagen.

Ich bin für Transparenz und werde daher in diesem Blogpost mehr oder weniger kurz darlegen was in den letzten Wochen passiert ist.

Alles fing, wie auch schon hier beschrieben mit einem Blogpost von Maedel an. Die Aktion Mensch fördert – mit fast 250.000 Euro- ein ABA ähnliches Projekt in Bremen. Ich bot der Aktion Mensch daraufhin bei Twitter ein Gespräch und Informationen zu ABA an. Daraus wurde dann eine Gesprächsrunde die unter der Moderation der Aktion Mensch beim Projekt vor Ort, also in Bremen, stattfinden sollte. Mir war da schon nicht wohl, war mir doch im Vorfeld klar, dass eine direkte Konfrontation mit ABA Anbietern schnell „nach hinten“ losgehen kann. Ich fand es aber im Kern noch fair, dass auch die „Gegenseite“ zu Wort kommen sollte. Ich sah vor allem die Chance, dass vielleicht doch die Bedenken der Autisten ernst genommen würden und man vielleicht etwas bewegen könnte. Zumindest war ich mir sicher: Auch die Aktion Mensch kann hier etwas lernen.

In einem Telefonat mit dem Pressesprecher der Aktion Mensch klang folgendes durch:

Ich sollte mit dem IfA (Institut für Autismusforschung, Sitz in Bremen) Kontakt aufnehmen da diese doch erhebliche Bedenken bei der Aktion Mensch angemeldet hätten. Konkret wollte das IfA eine Verschwiegenheitserklärung von mir damit ich Namen der teilnehmenden Eltern nicht erwähne. Das hätte ich niemals getan. Ein weiterer Punkt war, dass das IfA befürchtete eine Demonstration könne den Betriebsablauf stören. Darauf habe und hatte ich nur wenig Einfluss, ich sicherte aber zu, dass ich von Gewaltandrohungen die angeblich in einem Blog aufgetaucht sind nichts halte und natürlich auf ein Gespräch auf Augenhöhe und im Ergebnis offen baue. Um deutlich zu machen wie aufgeheizt die Stimmung unter den Autisten ist erwähnte ich, dass ABA ähnlich wie MMS (Chlorbleiche die als wundermittel autistischen Kindern oral und/oder anal verabreicht wird) ein rotes Tuch für Autisten ist. Diese Email schickte ich kurz nach dem Telefonat an Herrn Cordes vom IfA.

Ich werde nicht den kompletten Mailwechsel hier veröffentlichen, aber einige Zitate die zeigen womit ich mich konfrontiert sah.

Einen Tag nach meiner Email antwortete mir Prof. Dr. Röttgers. Seines Zeichens zweiter Vorsitzender des IfA.

„Sehr gerne würden wir mit Ihnen über lernpsychologisch fundierte Frühförderprogramme für Kinder mit Autismus wie das von Aktion Mensch in Bremen geförderte sprechen und Fragen beantworten; ich möchte Sie dazu gerne nach Münster in die Fachhochschule einladen.“

Schon wieder ein Wechsel des Ortes. Ich habe eigentlich gar keine Fragen, ich wollte über die Sichtweise von Autisten auf diese „Frühförderprogramme“ reden.

„An dem Gespräch würden seitens des IFA Herr Cordes und ich teilnehmen, wenn Ihnen das recht ist, würde ich zudem eine unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen dazubitten, die selber Asperger-Autistin ist und deren Know-How und persönliche Perspektive bei dem Münsteraner Projekt und den damit verbundenen Studien- und Fortbildungsangeboten sehr wertvoll ist.“

Ein Angebot das entgegenkommend klingt. Ich möchte aber nicht, dass hier Autisten gegen Autisten ausgespielt werden. Ich hätte zudem in jedem Fall verloren. Schließlich kennt diese Autistin das Projekt, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und eben auch Autistin. Ich lehnte die Teilnahme mit der Begründung ab, dass hier ein personelles Ungleichgewicht entseht und das für mich nicht in Ordnung ist.

„Ich freue mich, das möchte ich gerade als Arzt sagen, sehr, dass Sie sich entschieden gegen die gefährlichen Pseudo-„Heil“verfahren wie Chlordioxid („MMS“) aussprechen…“

Ja, und das tue ich schon sehr lange. Aber was hat das mit dem Projekt und dem Thema ABA zu tun?

„Autismus ist ein „So-sein“ eines Menschen, keine“Krankheit“, die man „wegbehandeln“ könnte; da stimmen wir sicher überein“

Das aus der Feder eines Verantwortlichen eines auf Lovaas basierenden Frühförderangebots?

„Wenn wir hier ggfs. anlassweise auch gemeinsam initiativ und aufklärerisch tätig werden könnten, würde mich das sehr freuen.“

Ich sah hier keine Grundlage für eine Zusammenarbeit. Es ist aber zu begrüßen wenn sich jemand gegen MMS und Co einsetzt.

„Ich bin optimistisch, dass wir in einem solchen Gespräch Missverständnisse aufklären können -vielleicht werden Sie danach auch ein Befürworter ? Aber selbst wenn Sie das nicht werden: wenn Sie sehen […]  dann werden Sie zumindest ein Gefühl dafür bekommen, dass unsere Projekte nicht nur Gutes wollen, sondern auch bewirken können.“

Hier war dann meine persönliche Ansicht von „Ergebnisoffen“ am Boden. Was ich hier festgestellt habe, und das hat mich zusätzlich verwirrt, ist die Reaktion von Nichtautisten auf diesen Abschnitt. Sie sahen ihn durchweg für positiv. Ich kam hier in einen Konflikt: Sehe nur ich, dass ich hier von ABA überzeugt werden sollte? Sah nur ich wie rhetorisch manipulativ und geschickt diese Aussagen gemacht werden? Sah ich hier gar ein Gespenst hinter einem nicht vorhanden Busch?

Die Mail, die wesentlich ausführlicher als die hier beschriebenen Zitate ist, endete dann mit einem Angebot:

„Falls Sie noch jemanden mitbringen möchten, lassen Sie mich das wissen, damit ich ausreichend Sitzgelegenheiten und Kaffeetassen bereit habe.“

Mein erster Gedanke: wtf? Man erlaubt mir hier seitens des IfA jemanden mitzubringen? Was ist aus meinem Angebot geworden? Eine IfA Veranstaltung bei der ich zu Gast sein darf? Ich fühlte mich auf jeden Fall sehr unwohl.

Meine Antwort hier in voller Länge:

„Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Röttgers, sehr geehrter Herr Cordes,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Ein Treffen am 01.09. kann leider nicht stattfinden. Der letztmögliche zeitnahe Termin der für mich realisierbar ist, ist der 25.08. Das wurde von mir so auch gegenüber der Aktion Mensch vor längerer Zeit schon kommuniziert.

Ich bin darüber irritiert, dass Sie mehr von MIA und Münster sprechen aber nicht mehr wesentlich von dem Projekt in Bremen. Um dieses geht es ursächlich ja erst einmal.

Ihr Angebot eine wissenschaftliche Mitarbeiterin in das Gespräch einzubinden würde dazu führen, dass ein quantitatives Ungleichgewicht bei der Zusammensetzung der Gesprächspartner entstehen würde. Ein Treffen auf Augenhöhe wäre so nicht mehr gegeben.

Sehr irritiert hat mich Ihre Anmerkung, dass ich nach dem Termin evtl. zum Befürworter von ABA werden könnte. Dies ist nicht der Sinn einer ergebnisoffenen Diskussion zum Thema ABA die ich mir vorgestellt habe.

Es liegt nun in Ihrer Entscheidung ob ein ergebnisoffenes Treffen auf Augenhöhe am 25.08 in einem Hotel in Bremen stattfinden kann oder ob das für Sie nicht realisierbar ist.

Mit freundlichen Grüßen

Aleksander Knauerhase“

Es gab folgende Reaktion, die ich hier auch wieder nur in Teilen zitiere:

„wenn es sich terminlich nicht einrichten läßt, unseren Vorschlag zu realisieren, ist das bedauerlich, […] Das bedeutet aber nicht, dass unser Angebot nicht auch zu einem späteren Zeitpunkt weiter bestünde.“

Damit war mir klar: Aus einem Angebot meinerseits wurde ein Wohlwollen und Angebot des IfA.

„Was die Mitarbeiterin als mögliche weitere Teilnehmerin angeht, so handelte es sich, wie Sie richtig schreiben, um ein Angebot. Das können Sie selbstverständlich ablehnen[…] Aber kein Problem: die Kollegin hätte das Treffen ja unbezahlt in ihrer Freizeit als mögliches Entgegenkommen für Sie wahrgenommen; sie weiß ihre Zeit auch anders zu nutzen und freut sich über jede Entlastung.“

So wurde aus einem Angebot das ich abgelehnt habe ein Angriff gegen mich. Was diese Spitze sollte ist mir nicht klar. Aber schön wenn die autistische Mitarbeiterin nun mehr Freizeit hat. Ich freue mich ja auch über drei freie Tage die für das Treffen belegt waren.

„Ob Ihre Kenntnisse, Annahmen und Vermutungen zum Thema lernpsychologisch fundierter Programme („ABA“ gibt es, wie Sie wissen werden, in Deutschland praktisch nicht, da die entsprechende Grundlagenwissenschaft „Behaviour Analysis“ in Deutschland meines Wissens an keiner Hochschule gelehrt wird, daher gibt es zertifizierte „Behaviour Analysts“ hier auch nur als vereinzelte, im Ausland ausgebildete Kräfte.“

Ok, ABA gibt es also in Deutschland nur vereinzelt und hat nichts mit dem Bremer und dem Münsteraner Projekt zu tun. Ich verweise hier mal auf den Flyer des IfA in dem folgendes steht:

„Das BET (Anmerkung des Bloggers: Bremer Eltern Training)wurde 2002 von H. und R. Cordes nach dem wissenschaftlich evaluierten „Young Autism Project“ (Prof. Lovaas, Kalifornien) entwickelt und stellt ein für Deutschland neuartiges Frühförderkonzept für autistische Kinder dar.“

Die Wissenschaftlichkeit von ABA möchte man also haben, mit Lovass und ABA aber nichts zu tun haben? Der Flyer spricht eine andere Sprache.

Hier beende ich mal die Dokumentation. Das waren so die markantesten Stellen im Mailverkehr.

Wie Frau Dr. Ragna Cordes über Autismus denkt und was sicher zentrales Gut des BET (Bremer Eltern Trainings) ist zeigen zwei Zitate aus dem Medien:

„Kinder mit Autismus können nicht von sich aus lernen“ Zitat aus Zeit Wissen 03/2013: Bloß nicht zu nett sein

„Es geht darum, dass die Kinder ihr gelerntes autistisches Verhalten vergessen und ein neues Verhalten erlernen“ aus Gummibärchen für Paulo

Was bleibt mir noch zu sagen?

Mit meiner Absage erging auch ein erneutes Angebot an die Aktion Mensch:

„Mein Angebot an die Aktion Mensch bleibt bestehen: Ich informiere gerne über die Bedenken die Autisten bei solchen Therapieformen haben. Ich würde mich auch gerne austauschen, ob und wie man solche Bedenken und allgemein die Sichtweise der betroffenen Menschen im Rahmen eines Förderantrages bzw des Entscheidungsprozesses dazu einbinden kann. Ich denke hier kann man sicher, wenn nicht zwingend bei der Aktion Mensch (aber auch hier wird ja geprüft) dann bei den Wohlfahrtsverbänden, noch viel erreichen. Vielleicht ermöglicht die Aktion Mensch ja hier einen Gesprächstermin, ich würde mich sehr freuen!“

Ich erweitere mein Angebot zusammen Lösungen zu finden, dass auch die Projektvorschlager ( die sechs Wohlfahrtsverbände) besser über ABA informiert werden und dass in Zukunft solche Projekte besser, intensiver und informierter geprüft werden. Ich erhielt keine Antwort.

Prof. Dr. Röttgers teilte mir übrigens mit, dass auch das Projekt MIA (Münsteraner Intensivtherapie für Kinder mit ASS)  in Münster einen Förderantrag gestellt hat.

„Aber dieses Vorgehen bietet nun einmal die einzige wissenschaftlich belegte Möglichkeit der wirksamen Förderung – darum sind wir Aktion Mensch sehr dankbar für die Unterstützung des Bremer Projekts und hoffen im übrigen, dass Aktion Mensch auch die Weiterführung und -Entwicklung des Münsteraner Programms, das von der Hochschule bedauerlicherweise nicht mehr finanziert werden kann, unterstützen wird. Das Antragsverfahren läuft hier noch.“

Wie groß sind wohl die Chancen dass Autisten angehört werden, solche Projekte schärfer geprüft werden und nicht alles was große Verbände vorschlagen auch gefördert wird? Angesichts dessen, dass die Aktion Mensch sich neutral halten möchte, muss man wohl sagen: Nicht vorhanden.

Ich bin enttäuscht. Die Verantwortung auf die Wohlfahrtsverbände abzuwälzen und als Geldgeber sich neutral zu halten erzeugt folgendes Bild: Die Aktion Mensch entzieht sich der inhaltlichen Verantwortung und verlässt sich auf andere Verbände.

Wieder einmal zeigt sich folgendes Bild: Wenn es um Geld geht redet man doch lieber nicht mit den Betroffenen sondern nur mit denen die das Geld gerne hätten. Das ist weder Inklusion noch aktive Behindertenarbeit. Wir haben ein Recht gehört zu werden! Und wenn sich das schon nicht in § ausdrückt: Die moralische Verpflichtung bleibt!

Kleiner Nachtrag:

Bei ABA wird immer kritisiert, dass die Therapiezeit 30 bis 40 Stunden in der Woche betragen soll. Schaut man beim IfA nach liest man zum Bremer Eltern Training folgendes:

Um dem Kind möglichst viele, dem Lernen normaler Kinder vergleichbare Lernerfahrungen  zu ermöglichen muss die Therapie: […]
möglichst die gesamte Wachzeit nach einem Gesamtkonzept strukturieren (Lernen soll den ganzen Tag stattfinden).

Das autistische Kind befindet sich also die gesamte Wachphase in einem Therapieablauf.

Mich wunderte, dass man das Treffen von Bremen nach Münster verlegen wollte. Schaut man sich den Artikel Zeit Wissen 03/2013: Bloß nicht zu nett sein an findet man folgenden Satz:

Das Institut für Autismusforschung (IFA) liegt auf dem Campus der privaten Jacobs University und ist nicht mehr als ein Raum mit einer Kaffeemaschine.

Ein Schelm der nun denkt: „Die Aktion Mensch fördert einen Uniraum mit einer Kaffeemaschine mit 250.000 Euro“

Bin ich ein Schelm? Vielleicht!

Nachtrag 2:

Ich habe einen offenen Brief an die Aktion Mensch verfasst. Ihr könnt ihn hier finden und unterstützen, danke!

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43 Antworten zu Nicht über uns ohne uns. Oder doch lieber nicht?

  1. Anita schreibt:

    Du hast hier mE nichts missverstanden.

    Und ich hoffe, dass „Aktion MENSCH“ hier noch aktiv wird, ohne sich auf die zu (monetär) Fördernden zu verlassen.

    Es wundert mich aber sehr, dass Aktion Mensch hier die Verantwortung und Meinungsbildung an die zu fördernde Institution abgibt!

    • Swantje Schneider schreibt:

      Hallo.
      Nein, du hast da ganz und gar nichts falsch verstanden!
      Die haben das genau so gemeint, wie es bei dir angekommen ist!
      Ich danke dir sehr dafür, das du diesen Konflikt auf dich genommen hast und bin mir sicher, du stehst nicht alleine damit.
      Es wird Zeit, das wir, Betroffene und Angehörige, endlich aufstehen und laut werden.
      Liebe Grüße, Swantje.

  2. butterblumenland schreibt:

    Oh Mann. Mir fehlen gerade so ein bisschen die passenden Worte. Richtige Entscheidung deinerseits, das alles hatte mit deinem Angebot überhaupt nichts mehr zu tun.
    Den Abschnitt lese ich übrigens wie du keinesfalls positiv und zusätzlich fällt mir in den Zitaten auch wieder die „typische“ ABA-Rhetorik auf.

  3. dasfotobus schreibt:

    Hat dies auf dasfotobus rebloggt und kommentierte:
    So so, da läuft noch ein Antrag auf Förderung des Projekts MIA in Münster gegenüber der Aktion Mensch.
    Jetzt dürfen alle drei Mal raten, warum das IfA den Termin so gerne in Münster gehabt hätte.
    Eine wunderbare Gelegenheit, den kleinen Autisten, der gern aufklären wollte, zu übergehen und daraus eine Werbeveranstaltung für MIA gegenüber der Aktion Mensch zu machen, um auch hier an den Fördertopf zu kommen?

    Die Aktion Mensch kann da mir gegenüber keine Neutralität vorgaukeln. Wer ein Projekt (in diesem Fall IfA) finanziell fördert, steht schon längst nicht mehr auf neutralem Boden.
    Zumal die Aktion Mensch ja nun inzwischen auch diverses Lesematerial zumindest über Twitter an die Hand bekommen hat.

  4. Martina Rauterkuß schreibt:

    Moin, du hast nichts falsch verstanden! Ich bin entsetzt zumal dieser Mist mittlerweile auch von Anbietern für Schulbegleitungen, als Fortbildung gebucht wird und ohne Wissen der Eltern angewendet wird – hatte das, mit Folgen grade bei meinem Kind. Diesbezüglich gab es auch eine Diskusion beim Jugendamt. Es ist leider so, null Ahnung, aber weil ein „Lemming“ das befürwortet, zieht der Rest blind nach und sagst du was dagegen, wirst du automatisch in die Ecke des Dummen gedrängt.

    Wenn man da was erreichen möchte, müsste man das anders organisieren. Als Einzelkämpfer hast du kaum eine Chance…

    • quergedachtes schreibt:

      Ich bin ja nicht alleine. Ich hatte im Vorfeld sehr viel Unterstützung für die ich auch sehr dankbar bin!
      Es ist ein Teufelskreis: Autismus nicht verstehen => Autisten auf Norm drehen => „Erfolg haben“ => Weiter machen => wer es anders sieht will nicht das Kindeswohl.
      Und keiner merkt, dass die Anbieter sich a) auf die wissenschaftlichkeit auf Grundlage von ABA berufen aber b) sich von Lovaas abwenden und natürlich alles ganz anders machen😦

      • Martina Rauterkuß schreibt:

        Ich weiß! Ob alleine oder ein paar Leute, fakt ist, dass diese Leute besser organisiert sind als wir Eltern und Betroffene.

        Ich hatte auch so eine Diskussion mit einem Träger…unterm Strich sind da keine wirklichen Argumente….ist schon erschreckend, dass viele darauf reinfallen.

        • Anita schreibt:

          Naja, es klingt für Kostenträger immer sehr schön, wenn man in kurzer Zeit, den Klienten *Sarkasmus on* Umgebungskompatibel *Sarkasmus off* bekommt.

          Das spart Geld!

          Die Tendenz, dass immer mehr Schulbegleiter, die entlastend und begleitend das autistische Kind stützen und fördern sollen auf dem Weg zur Selbstständigkeit (und dabei auch BELASTENDE Faktoren minimieren sollen) hier auf „Linie getrimmt“ werden und damit das autistische Kind ins Aus schieben, weil es halt nicht so schnell selbstständig und flexibel reagieren KANN, ist besorgniserregend!

  5. Angela Middlecamp-Sommer schreibt:

    spontan fällt mir bloß ein: wie gönnerhaft. Super finde ich Deine Dokumentation der Ereignisse, -Ich wünschte ich könnte das. Das Ergebnis stand jedenfalls schon fest und ich finde Deine Entscheidung mutig und aufrichtig. Bin sehr froh über den blog, wenn ich manche emails auch mal nicht öffnen mag, über diesen freue ich mich immer!

  6. Ulrike schreibt:

    Schade. Dies scheint ein Artikel für Insider zu sein. Abkürzungen werden nicht erklärt. Ich werde diese auch nicht googlen. Tja, so kann ich Euch auch nicht unterstützen, nicht einmal mit einem wirklichen Kommentar. Aber vielleicht bin ich auch zu weit vom Thema entfernt. Aber wäre es nicht auch ne Idee, mehr Unterstützer zu bekommen, indem man diese Vorgänge allgemeinverständlich ausdrückt?

  7. Aktion Mensch schreibt:

    Lieber Aleksander,

    Förderprojekte durchlaufen bei der Aktion Mensch folgenden Prozess: Ist ein Förderprojekt in einem Spitzenverband organisiert – und das sind im Übrigen die meisten – gibt das Projekt seinen Förderantrag zur fachlichen Prüfung an den Verband (und damit einem unserer Mitgliedsverbände – https://www.aktion-mensch.de/ueber-uns/organisation/organigramm.html). Gibt der Spitzenverband mit seiner Expertise in Fachthemen sein OK, wird der Antrag mit dieser Empfehlung bei uns reingegeben – und wenn der Antrag alle Prüfungskriterien erfüllt, von uns in unser Kuratorium gegeben (https://www.aktion-mensch.de/ueber-uns/organisation/gremien/kuratorium.html). Mit der beschriebenen Weitergabe des Verbandes gehen wir von einer fachlichen Empfehlung aus, die der Spitzenverband uns zu diesem Förderprojekt gibt.
    So war es auch beim Projekt „Bremer Frühfördertherapieprogramm Autismus BFA“; dort haben wir diese fachliche Einschätzung und Empfehlung vom „Paritätischen“ erhalten. Das diskutierte Förderprojekt ist ein Projekt der Behindertenhilfe, das in der Vorhabenbeschreibung inhaltlich überzeugte, sich auf ein anerkanntes Fachkonzept beruft und formal alle Prüfungskriterien erfüllte.

    Wir beteiligen uns nicht an der Diskussion, ob die ABA-Therapie richtig ist oder falsch. Denn wie bei allen Fachkonzepten gibt es auch hier unterschiedliche Auffassungen. Was für die eine Gruppe richtig ist, kann für die andere Gruppe falsch sein. Verschiedene Meinungen sind üblich. Wichtig ist uns die Wahlfreiheit, die jedem potenziellen Projektteilnehmer ermöglicht, sich für oder gegen ein Verfahren, eine Therapie, eine Teilnahme an einem Angebot zu entscheiden.

    Die Idee des Gesprächs war es, dass ein direkter Austausch der beiden Parteien zu einem besseren Verständnis für das Projekt führt und vielleicht auch das eine oder andere Missverständnis ausräumt. Durch Vorgespräche mit Aleksander und dem Projekt aus Bremen ist klar geworden, dass beide Seiten sehr unterschiedliche Erwartungen an das Gespräch haben. Aus diesem Grund haben wir angeregt, bereits vor dem Gespräch kurz den direkten Austausch zu suchen, da wir uns an den Grenzen der Vermittlung sahen. Die Aktion Mensch ist immer gesprächsbereit, wenn wir den Eindruck haben, dass der Austausch zu einem besseren Verständnis für den jeweils anderen führt. Durch die Vorgespräche mit beiden Parteien ist nach jetzigem Stand aber nicht damit zu rechnen. Die Aktion Mensch selbst kann hier nur als Vermittler agieren – und dieses Angebot steht auch weiterhin.

    Daniela Herrmann / Aktion Mensch

    • quergedachtes schreibt:

      Hallo Daniela,

      der Ablauf ist mir seit dem Gespräch mit Herrn Decker klar. Auch deshalb lautete mein neues Angebot:
      „„Mein Angebot an die Aktion Mensch bleibt bestehen: Ich informiere gerne über die Bedenken die Autisten bei solchen Therapieformen haben. Ich würde mich auch gerne austauschen, ob und wie man solche Bedenken und allgemein die Sichtweise der betroffenen Menschen im Rahmen eines Förderantrages bzw des Entscheidungsprozesses dazu einbinden kann. Ich denke hier kann man sicher, wenn nicht zwingend bei der Aktion Mensch (aber auch hier wird ja geprüft) dann bei den Wohlfahrtsverbänden, noch viel erreichen. Vielleicht ermöglicht die Aktion Mensch ja hier einen Gesprächstermin, ich würde mich sehr freuen!““

      Wenn die Aktion Mensch der fachlichen Prüfung von den weiterleitenden Verbänden blind vertraut ist einer „Förderlobby“ Tür und Tor geöffnet. Was ein Spitzenverband für gut hält wird gefördert. Ob wirklich alle fachlichen Bedenken geprüft worden sind wird nicht hinterfragt. Ich bleibe dabei: Die Aktion Mensch nimmt sich hier -leider- aus der Verantwortung raus.
      Kernpunkt der Kritik ist folgender: Falsche Anahmen über Autismus führen zu falscher Behandlung von Autisten. Und leider ist es so, dass bei Weitem die wenigsten Fachleute sich wirklich mit Autismus auskennen. Die Innensicht wird nicht gehört. So kommt es dazu, dass autistisches Verhalten dass der Eigenregulation dient als „unerwünscht“ deklariert und abtrainiert wird.
      Könnt Ihr wirklich ruhigen gewissens ein Projekt fördern bei dem die Leiterin folgende Aussagen trifft?

      “Kinder mit Autismus können nicht von sich aus lernen”

      “Es geht darum, dass die Kinder ihr gelerntes autistisches Verhalten vergessen und ein neues Verhalten erlernen”

      Damit unterstüzt Ihr die Annahme das Autisten nicht lernfähig seien. Das Autisten keinen eigenen Willen hätten und das Autisten vorgeschrieben werden müsse wie sie sich verhalten. Ihr unterstützt damit auch des Weiteren die Ansicht, dass Autismus und das autistische Verhalten ERLERNT sind und UMERZOGEN werden kann. Wie kann das bei einer anerkannten tiefgreifenden Entwicklungsstörung der Fall sein? Es ist diskrimminerend wenn man Autisten die Fähigkeit lernen zu können abspricht!

      Würdet Ihr ein Projekt unterstützen wenn solche Aussagen bei Menschen mit einer körperlichen Behinderung gemacht würden?

      Beispiel:

      „Menschen mit einem Sehverlust können nicht von sich aus lernen“

      „Die Art sich fortzubewegen ist bei Menschen mit einer Gehbehinderung erlernt und sie sollen eine neue Art zu gehen lernen“

      Merkt Ihr etwas?

      Ihr unterstützt damit ein Projekt das Menschen mit einer Behinderung bevormundet, sie umerzieht und auf Norm bringt. Das ist weder ein selbstbestimmtes Leben noch das Recht auf freie Entfaltung.

      Und genau das ist es was viele Autisten verletzt: Ihr schiebt die fachliche Verantwortung auf anderen ab. Und unterstützt damit Projekte die nicht den Idealen der Aktion Mensch entsprechen. Ihr könnt Euch nicht für Inklusion und ein selbstbestimmtes Leben einsetzen und gleichzeitig die Augen vor solchen Projekten verschliessen.

      Grüße

      Aleksander

      • maedel schreibt:

        oder ganz spitz und damit vielleicht für euch besser verständlich ausgedrückt, ihr fördert da ein Programm das gegen Menschenrechte verstößt. Oder habt ihr euch nicht überlegt, warum ein solches Programm auf eure Finanzierung angewiesen ist, wenn es wirklich so anerkannt wäre, wie es behauptet?
        Wo ist eure Authentizität?
        Eure Glaubwürdigkeit?
        Es ging vorerst nie darum, dass ihr euch sofort auf eine Seite stellen müsst.
        Es ging darum zuzuhören.
        Es ging für uns nie darum diese Anbieter zu verstehen, das werden wir auch nie, denn in ihren Augen sind wir nichtmal richtig. Irgendwas, aber nicht menschlich.
        Ich werde mich niemals auf eine Seite mit ihnen stellen. Ich brauche keine Vermittlung.
        Aber ich will euch erklären.
        Aber wie soll ich euch noch irgendwas glauben, wenn ihr nichtmal denen zuhören wollt, denen ihr angeblich helfen wollt.

    • Martina Rauterkuß schreibt:

      Tolle Einstellung, also wird (Achtung, provokant formuliert), das Grundgesetz ausgehebelt, weil eine Verletzung der Persönlichkeit, ein Eingriff gegen den Willen, Verletzung der Seele/Psyche oder anders ausgedrückt, ein therapeutischer Machtmissbrauch gegenüber Wehrlosen, billigend In Kauf genommen?! Oder wie soll man das jetzt verstehen??? Dann lasst euch aufklären und vor allem lest mal das Grundgesetz!

    • Anita schreibt:

      Zitat Aktion Mensch: „So war es auch beim Projekt “Bremer Frühfördertherapieprogramm Autismus BFA”; dort haben wir diese fachliche Einschätzung und Empfehlung vom „Paritätischen“ erhalten.“

      wobei ich keinerlei Bezug vom „Paritätischen“ zu Autismus finden kann. Diese verweisen in der Suche nur auf Autismus Deutschland, haben aber auf der eigenen Seite keine Informationen zum Thema. Auch nicht zum BET.

      http://ifa-bremen.de/bet1.htm

      und hier wird eindeutig Bezug genommen auf Lovaas

      Zitat ifa bremen “ Effektivitätsstudien aus den USA (z.B. Young Autism Project, Prof. Lovaas) belegen, dass durch eine

      sehr früh einsetzende (bis zum 5. Lebensjahr),
      autismusspezifische,
      verhaltenstherapeutisch orientierte,
      hoch intensive Intervention (30-40 Std./Woche)

      alle geförderten Kinder signifikante Lernfortschritte machen, 30-40% sogar ein annähernd normales Funktionsniveau erreichen können. “

      Bezeichnend finde ich, dass diese Effektivitätsstudien auf der Seite nicht verlinkt sind!

      http://blog.realitaetsfilter.com/2015/05/06/die-wissenschaft-von-aba/

      hier ein Link zur „Wissenschaftlichkeit von ABA“.

    • spiffpp schreibt:

      Ich denke hier spielt ein Sache eine Rolle, die von Vertretern der Aktion Mensch völlig verkannt wird. Der Forschungsbetrieb ist eine kommerzielle Angelegenheit geworden. Wer forschen will, der braucht Geld. Das heißt, geforscht wird auch nur da, wo es jemanden gibt, der sich von den Ergebnissen dieser Forschung Profite verspricht.
      Man vergleiche medizinisches Cannabis: gerne wird von Vertretern der Schulmedizin und des „evidenbasiert“-Dogmas angeführt, daß Cannabispräparate nicht ausreichend erforscht sind. Es wird allerdings nicht erwähnt, daß das auch niemals passieren wird, weil sich eine Pflanze nicht patentieren läßt. Wer also ein Interesse daran hat, Arzneien auf Basis von echtem Cannabis (keinem synthetischen) zu entwickeln, der kann das vergessen. Damit läßt sich kein Profit machen, also gibt es dafür kein Geld.
      Was hat das mit ABA zu tun? Wenn jemand eine lukrative Therapieform in Kombination mit einem fertigen Lizenz- und Vertriebsmodell entwickelt, dann ist das etwas, womit man Profit machen kann. Natürlich findet man dann auch Geldgeber für Forschung, die die Wirksamkeit einer solchen Methode belegt. Allerdings in die Gegenrichtung zu forschen, wer sollte das finanzieren? Das Einzige was dabei rumkommen könnte wäre, daß das lukrative Programm ad acta gelegt wird. Wer sollte daran ein Interesse haben? Höchstens ein Mitbewerber, der stattdessen sein Programm am Markt platzieren will.
      Der Neoliberalismus schlägt halt auch in der Wissenschaft und Gesundheit voll durch. Ich weiß gar nicht, ob man der Aktion Mensch da überhaupt einen Vorwurf machen kann. Sie stehen in der Kette weiter hinten und können natürlich auch nur mit dem Arbeiten, was die Forschung so abwirft. Die haben ihr Modell, das hat die Daniela uns erklärt. Skepsis gegenüber den Fachgremien ist in diesem Modell nicht vorgesehen. Was die Wissenschaft verkündet, wird geschluckt. Man muß sich halt fragen, ob so ein Verein wie die Aktion Mensch zu Zeiten des Marktradikalismus überhaupt noch zeitgemäß (im Sinne von reformierbar) ist, oder ob man das Ganze nicht einfach als systemhöriges Zombiekonglomerat abhaken muß, siehe analog die Entwicklung der meisten Gewerkschaften und Berufsgenossenschaften.

    • Swantje Schneider schreibt:

      Hallo Aktion Mensch/ Daniela Herrmann.
      Ich bin schockiert und kann es ehrlich gesagt nicht fassen. Wie kann man solch Menschen verachtendes Zeug von sich geben?
      Jeder Satz von Ihnen zeigt, das Sie an einer vernünftigen und offenen Diskussion nicht interessiert sind. Alleine schon folgendes Zitat :“Die Idee des Gesprächs war es, dass ein direkter Austausch der beiden Parteien zu einem besseren Verständnis für das Projekt führt und vielleicht auch das eine oder andere Missverständnis ausräumt. “
      Da kann einem nur schlecht von werden und zeigt mehr als deutlich, was hier das Ziel ist. „besseres Verständnis für das Projekt“? NEIN! Umgekehrt wird ein Schuh draus. Hier kommt jemand auf Sie zu, der sich sehr wohl mit der Problematik aus kennt und mittlerweile unzählige Betroffene und Angehörige hinter sich stehen hat, und möchte Sie darauf aufmerksam machen, das Sie etwas destruktives unterstützen. Und anstatt sich die Kritik unvoreingenommen und offen anzuhören, wollen Sie jemandem Verständnis abringen. „Missverständnisse ausräumen“? Wie kommen Sie dazu, von vorne herein zu wissen, das es sich hier um Missverständnisse handelt? Offensichtlich sind Sie und ihre Mitarbeiter beeinflusst und kommen mit der Haltung daher „wir wissen es ja eh besser, aber weil wir nett sind, lassen wir uns trotzdem mal auf ein Gespräch ein“.
      Mich widert Ihr Verhalten an und es ist mir unbegreiflich, das ein Verein, der für Toleranz, Selbstbestimmung und Inklusion wirbt, nicht in der Lage ist, dies auch um zu setzen und offensichtlich auf die Sorgen, Anregungen und Wünsche der von ihnen betreuten Klientel pfeifft.

      Hauptsache der Rubel rollt, oder was?
      Von mir gibt es keinen Cent mehr und ich werde dies in meinem persönlichen Umfeld auch so weitergeben.
      Selten in meinem Leben, war ich so wütend, wie jetzt gerade.
      Und ich habe schon so manches schlucken und ertragen müssen, denn mit einem Kind mit Handicap muss man eine Löwin sein.

      Verständnislose Grüße, Swantje Schneider.

    • Svenja Diederichs schreibt:

      „Was für die eine Gruppe richtig ist, kann für die andere Gruppe falsch sein. Verschiedene Meinungen sind üblich. Wichtig ist uns die Wahlfreiheit, die jedem potenziellen Projektteilnehmer ermöglicht, sich für oder gegen ein Verfahren, eine Therapie, eine Teilnahme an einem Angebot zu entscheiden.“

      Bedaure, aber es leuchtet mir nicht ein, wie man in diesem Zusammenhang von Wahlfreiheit sprechen kann. Diejenigen, die an denen solche Therapieformen ausprobiert werden, sind doch in der Regel Kinder, noch dazu autistische Kinder. Die haben keine Wahlfreiheit, da man ihnen von vornherein die Fähigkeit abspricht, selbst beurteilen zu können, was gut für sie ist. Auch wissen sie im Vorfeld meist selbst nicht, was da auf sie zukommt, und können sich nur darauf verlassen, dass die Erwachsenen (in der Regel die Eltern) die richtigen Entscheidungen für sie getroffen haben. Die Eltern widerum entscheiden sich für diese Therapieform eben weil sie anerkannt und gefördert ist und selten Alternativangebote vorhanden sind. Dass sie das ganze dennoch hinterfragen und im Vorfeld noch eigene Recherchen anstellen geschieht eher selten. Man könnte nun sagen „selbst Schuld“, Leidtragende sind jedoch wie gesagt die Kinder. Wenn selbige nun während des Verlaufs der „Therapie“ irgendwelche „Abwehrreaktionen“ zeigen, die signalisieren, dass ihnen das ganze extremes Unbehagen bereitet (schreien, weinen, etc.), so werden diese Signale nicht ernstgenommrn sondern als typisches Verhalten für Autisten, kindliche Bockigkeit oder normales Frühstadium der Therapie abgetan. Eine Wahlmöglichkeit für das Kind ergibt sich also auch hier nicht.

      Den Eltern als Entscheidungsträgern widerum wird suggeriert, dass sie um erfolgreich zu sein in ihren Bemühungen nicht nachlassen dürfen, und so wird die Sache auf Biegen und Brechen weiter durchgezogen in der falschen Hoffnung, dass ihr Kind dadurch normal wird. Das Kind indes bekommt die Dinge verwehrt, die es als entspannend, beruhigend oder spaßbringend empfindet, bekommt bestimmte Verhaltensweisen aufgezwungen und wird dann „belohnt“ mit Dingen, die es ebenfalls nicht als angenehm empfindet. Dies geschieht in der falschen Hoffnung, dass man Autusten antrainieren könnte die Dinge angenehm zu finden, die sie autismusbedingt als unangenehm empfinden.

      Eine solch rigide Form der Konditionierung hat bestenfalls noch in der Hundeerziehung seinen Platz (wobei auch hier lediglich eine Symptomverlagerung, die nach wie vor vorhandene oder nru entstehende seelische Nöte aufzeigt, entsteht, wenn lediglich unerwünschtes Verhalten wegtrainiert wird, ohne den Hunden hinsichtlich ihrer wahren Bedürfnisse entgegenzukommen) , nicht jedoch im Umgang mit Menschen. Es ist davon auszugehen und durch Beispiele hinreichend belegt, dass solch eine „Therapieform“ hochgradig traumatisierten für Kinder ist. Wenn es letztlich seinen Widerstand aufgibt und das gewünschte Verhalten zeigt, um nicht mehr drangsaliert zu werden, sich innerlich jedoch elend und in seinen Bedürfnissen ignoriert fühlt und diese nicht ausleben kann, führt das zu einem extremen inneren Ungleichgewicht, welches durch den „Erfolg“ der äußeren Anpassung nicht zu rechtfertigen ist, da es letztlich zum totalen psychischen Zusammenbruch führt. Bei jeglichen Therapieformen sollte das Wohl der Patienten im Vordergrund stehen, damit man es guten Gewissens Therapie nennen kann.

      Es ist wichtig, autistische Kindern eine Stimme zu geben, jedoch nicht, indem man sich über sie erhebt und sich einfach anzumaßen in ihrem Namen zu sprechen, sondern, indem man sie tatsächlich anhört und das gehörte (oder gelesene) tatsächlich widergibt. Es empfiehlt sich immer, Erwachsene und Jugendliche zu befragen, wie sie ABA in ihrer Kindheit erlebt haben. Hier ist eine große Vielzahl an Stellungnahmen hilfreich, da bei verschiedenen Kindern derartige Programme in unterschiedlicher Intensität durchgeführt wurden und entsprechend auch die Erlebnisse und darauf basierenden Empfindungen unterschiedlich ausfallen können.

    • Ismael Kluever schreibt:

      Liebe Daniela,
      du schreibst: „Denn wie bei allen Fachkonzepten gibt es auch hier unterschiedliche Auffassungen. Was für die eine Gruppe richtig ist, kann für die andere Gruppe falsch sein. Verschiedene Meinungen sind üblich.“
      Ich möchte hier als Nichtautist, der auch keine Autisten betreut oder Autisten unter den angehörigen hat, also als relativ Unbeteiligter, meine einschätzung abgeben:

      Ich verfolge seit einiger Zeit die Beiträge von Autisten in Blogs und Internetcommunities. Darunter auch sehr kontrovers geführte Diskussionen. Aber ich habe unter diesen Autisten bislang noch keinen einzigen Befürworter von ABA angetroffen, sehr wohl aber von dieser Methode traumatisierte Behandlungsopfer. Die Meinung der Autisten selbst ist deshalb nach meiner Einschätzung einhellig(!) ablehnend gegenüber ABA.

      Du schreibst weiter: „Wichtig ist uns die Wahlfreiheit, die jedem potenziellen Projektteilnehmer ermöglicht, sich für oder gegen ein Verfahren, eine Therapie, eine Teilnahme an einem Angebot zu entscheiden.“

      ABA wird weitgehend an Kindern praktiziert. Diese können nicht selbst über ihre Behandlungsart entscheiden. Widerstand der Kinder, die ja gerade im Kommunikationsbereich Probleme haben und ihre Bedürfnisse schwer artikulieren können, wird dann leicht als unerwünschtes und mittels ABA abzuschaltendes Verhalten eingestuft, was die Sache nur noch verschärft. Die Befürworter finden sich nach meinem Überblick ausschließlich unter nichtautistischen Eltern und den von ihnen dominierten Verbänden. Damit greift dein Argument nicht.

      LG. Ismael

  8. Frettchen schreibt:

    Es ist wirklich bedauerlich, was hier passiert.
    Seitens der Aktion MENSCH scheint keinerlei Bedarf zu bestehen, sich unvoreingenommen mit dem Thema zu befassen. Es scheint fast so, als sei es nicht wichtig, WAS gefördert wird, sondern nur, DASS gefördert wird. Egal was. Hauptsache, man erweckt den Eindruck, etwas gegen diese schlimme Unnormalität mit Namen Autismus zu tun.
    Unliebsame Kritiker werden dann einfach an Leute wie Röttgers (IfA/MIA) weitergereicht. Und das nicht bloß, um die Kritik zu entschärfen, sondern offenbar vor allem, um Druck auszuüben und sie mittels manipulativer Rhetorik umzustimmen und für die eigenen Zwecke zu missbrauchen.
    Die Sache stinkt gewaltig!
    Abgesehen davon, dass dieses Vorgehen zu einer verzerrten Außenwirkung solcher Projekte führt (Hier könnte der Eindruck entstehen, ABA und Co. seien so etwas wie der „Heilige Gral“ gegen Autismus), ist es auch noch unfassbar respektlos den Betroffenen gegenüber.

    Verhaltenstherapie ist ja schön und gut, aber bei Kindern?? Was soll das? Wer übernimmt die Verantwortung, wenn sich das ganze am Ende als riesiger Fehler herausstellt, der viel zusätzliches Leid bei Betroffenen erzeugt?
    Es ist so offensichtlich, dass es hier beinahe ausschließlich um persönliche (finanzielle?) Interessen der Schirmherren geht und eine echte Unterstützung der Betroffenen völlige Nabensache ist.
    Stattdessen spielt man gierig mit den Ängsten und Befürchtungen der Eltern, um ihnen Anschließend das Wunderheilmittel besser verkaufen zu können. Da werden Menschenrechte auch gerne mal mit Füßen getreten. Ich könnte kotzen, angesichts solch perfider Winkelzüge.

    • quergedachtes schreibt:

      Mich erinnert „Wer übernimmt die Verantwortung, wenn sich das ganze am Ende als riesiger Fehler herausstellt, der viel zusätzliches Leid bei Betroffenen erzeugt?“ sehr an die Umerziehung von Linkshändern. Bei der man jetzt weiß wie belastend/schädlich das für die Betroffenen war.
      Es gibt noch soviele Beispiele für Umerziehung und deren negativen Folgen. Aber lernt man aus Fehlern? Anscheinend nicht😦

      • Frettchen schreibt:

        Es heißt eben nicht umsonst „Raubtierkapitalismus“. Man macht Profit, indem man anderen schadet.
        Das Perfide daran ist, dass es in solchen Fällen als das Gegenteil – nämlich „Heilung“ – verkauft wird.
        Und das Einzige, das diese Leute daraus lernen, ist, dass es funktioniert und man es vielleicht noch weiter treiben könnte.

        Das bricht einem das Herz.. diese Verachtung..

      • Daniel schreibt:

        Der Vergleich mit der Umerziehung von Linkshändern gefällt. Denn man kann die Argumentationen fast wörtlich darauf übertragen. Und heutzutage ist bekannt, wie schädlich diese Umerziehung war. Mit diesem Vergleich kann man auch Menschen erreichen, die in der Thematik nicht drinstecken.

        In den 1990ern, als Komputer in den Unternehmen noch nicht so verbreitet waren, konnte man das durchaus noch mitbekommen, daß Menschen händeringend darauf warteten, endlich auf der Tastatur tippen statt mit der Hand schreiben zu können, und zwar mit dem Argument „Ich gehöre zu denjenigen, die man versucht hat, zur Rechtshändigkeit zu erziehen, deshalb ist mein Schrift zu furchtbar“.

        Heutzutage hört man das nicht mehr, weil die EDV überall Einzug gehalten hat. Das Wissen darum, wie gutgemeint und schädlich die Umerziehung von Linkshändern war, ist aber in den Köpfen durchaus vorhanden. Mit diesem Wissen als Analogie zur ebenso gutgemeinten und ebenso schädlichen Festhaltedressur kann man ansetzen, um Menschen zu überzeugen! Die Frage ist nur: Wie kommt man an die Öffentlichkeit?

  9. Pingback: Ihr seid bei mir durch, Aktion Mensch! | dasfotobus

  10. soor schreibt:

    Ich finde die Art der Aktion Mensch mit der Kritik von Betroffenen umzugehen einfach nur herausragend erbärmlich! Zu diesem Handeln fehlen mir weitere Worte die nicht in wüste Beschimpfungen ausarten würden.

    Wer behauptet für die Inklusion einzutreten und dann quälerische und menschenverachtende „Therapien“ mit einer viertel Million Euro fördert kann sich wohl kaum auf eine neutrale Position zurückziehen, zusätzlich mast sich die Aktion Mensch ja sonst an für Menschen mit Behinderung einzutreten, aber wenn man Rechte fordert ist sie auf einmal neutral, das ist derart unfassbar das man einfach nur aggressiv werden könnte! Ich hoffe das dieses Agieren allgemein bekannt wird!

  11. Anika schreibt:

    Liebe Aktion Mensch,

    Ich bin Mama eines 12jährigen, durch derlei Methoden, sowohl in Therapie, Schule, Svhulbegleiter, misshandelt.
    Ja, misshandelt.
    Am Anfang weisst du als Mutter nicht was da mit deinem Kind gemacht wird. Ich hatte kein Internet, es gab auch noch keine Autisten, die im Netz aufklärten.
    Ich hatte nur mein Bauchgefühl und das hatte uns klar signalisiert, DAS, ist nicht der Weg.

    Wir sind immer gegen Mauern gerannt, mit nur wenigen Menschen (danke an unseren Kinder- und Jugendpsychiater), die uns auf unserem Weg unterstützt haben.

    Nach jahrelanger Odyssee gehen jetzt alle unseren Weg, den Weg, den uns unser Kind immer wieder mit seinen Hilferufen gezeigt hat.

    Und das ist der Weg von Akzeptanz, Verständnis und Respekt vor und zu meinem Kind. Ein Annehmen seiner Wahrnehmung, seines Denkens.
    Es war nicht der Weg des Druck ausübens und der Anpassung, der ihn seit einem halben Jahr aufblühen läßt.
    Endlich ziehen alle an einem Strang, Familie, Jugendamt, Ärzte, Therapeuten UND die SCHULE. Und auf einmal hab ich ein Kind, das mir jeden Tag etwas zurückgibt und mir Freude bereitet.

    Querdenker wollre EUCH, Aktion Mensch etwas erklären. Mehr nicht. Es ging nicht um eine Diskussion zwischen einer Institution, die schon sektenartige Kommunikationsweisen und Verhalten beherrscht und einem Autisten.

    Ich persönlich kann das nicht verstehen. Ich könnt echt heulen. Da werden Dritte Reichs Methoden an Kindern angewandt und ihr unterstützt es. Werdet darauf aufmerksam gemacht und man will euch aufklären und ihr gebt den Kelch an die Institution weiter, die dafür bezahlt wird solche menschenverachtenden Methoden weiterzuverbreiten.

    Und selbst jetzt habt ihr noch nicht das Einsehen, euch einfach nur mit Querdenker und vielleicht anderen hinzusetzen und euch unsere Seite anzuhören? Wozu müssen die Vertreter dieses Trainings dabei sein, deren Standpunkt kennt ihr doch? Aber ihr kanntet unseren noch nicht. Jetzt kennt ihr ihn und es findet immer noch kein Austausch statt?

    Traurig.

  12. Fizbanina schreibt:

    Mauern der Ignoranz gegen die wir anrennen😦

    Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir gemeinsam an die Öffentlichkeit herantreten. Es kann doch nicht sein, dass trotz Kinderschutzgesetzen Kinder gequält und langfristig in die zwangsläufig folgende Depression getrieben werden und dies noch von einer gesellschaftlich anerkannten Organisation großzügig finanziell unterstützt wird.
    Es gibt doch sicher auch Juristen oder juristisch Interessierte unter uns.

  13. Anika schreibt:

    Wenn es nur diese Organisation wäre. Es ist ja nun bereits in Schulen, ergotherapien, Logopädie!! Und im EU Parlament angekommen.
    Und das schlimme ist, bisher habe ich nich keinen Aufschrei von Therapeuten gehört, die anders arbeiten und ABA oder BET oder VET oder KIT oder oder oder NICHT unterstützen.
    Denen wird nömlich die Arbeitsgrundlage entzogen, wenn ABA als einzige Therapiemethode durchkommt.
    Wo sind die alle?

  14. Robinsonja schreibt:

    Bei solchen „Hilfsmethoden“ wird mir einfach nur schlecht. Wie sollen Kinder ein gesundes Selbstbild und Selbstvertrauen entwickeln, wenn sie ununterbrochen darauf gedrillt werden, ihre eigenen Bedürfnisse zu unterdrücken und Befehle von Außen zu befolgen?
    Wie sollen sie selbständig werden, wenn man sie zur Abhängigkeit von bestimmten Personen drillt?
    Wie sollen sie ein vernünftiges Sozialverhalten lernen, wenn sie in eine völlig inakzeptable und unnormale soziale Zwangsbeziehung hineingepresst werden?

    Diese „Therapie“ macht Menschen kaputt, die sich nicht wehren können. Die Kinder haben keine Wahlfreiheit – wenn sie sich der menschenverachtenden Methode verweigern, wird das nur als Symptom ihrer „Krankheit“ gedeutet, das wegtherapiert werden muss.

    Aleksander, danke, dass du dich laut dagegen einsetzt! So wird vielleicht ein paar Kindern viel Leid erspart.

  15. iamwhatiam79 schreibt:

    Ich weis garnicht wie ich das hier anfangen soll, ich bin geschockt, entrüstet und noch viele andere Sachen. Vielleicht sollte man es ein Orkan an gefühlen nennen?

    Der Vergleich mit den umerzogenen Linkshändern sehr gut, denn ich bin einer davon und ich kann euch sagen! DAS WAR EINE DUMME IDEE! Ironie an“ Schönen dank, das ich heute Legasteniker bin!“ Ironie aus.

    Genauso wie es eine ist Autisten umzuerziehen, meine Tochter Josi ist Autist und mit viel Elan, Liebe und Geduld haben wir ihr ein Leben gezeigt das sie auch mit all Ihren Macken und Kanten leben kann. Sicher sie braucht Anleitung im Alltag, was aber nicht dazu führt das ich ihr Ihre Persönlichkeit weg erziehen muss. Denn die ist soviel gesünder als die manch anderer Nichtautisten in ihrem Alter!
    Geht es mir auf den Keks, das sie ständig alles rumliegen läßt? Weil das für sie nicht so wichtig ist? Oder das mein Kind schon fanatisch Minecraft spielt? In ihrem Zimmer das Chaos regiert und ich mich frage ob sie da noch was findet?
    Ich denke selbst als Autist ist sie auch ein Teenager und hat das Recht sie zu sein!

    Für mich ginge das ABA konzept garnicht, aus einem ganz einfachen Grund es würde mein Kind nicht zu einem besseren Menschen erziehen sondern zu einer Maschine!
    Ich will ein Kind das weis das wenn es nicht mehr kann zu mir kommen kann und ich seine Bedürfnisse achte. Sicher gibt es Situationen in denen nur ein Kompromiss geht, das ist dem Moment geschuldet, das fällt mir auch nicht leicht.

    Ich denke das ABA von einigen Eltern als Segen empfunden wird, weil es ihrem Kind scheinbar hilft. Das ist verständlich, da ich selber einen ewigen Marathon an versuchen hinter mir habe um rauszubekommen was meinem Kind hilft und welches Problem es hat.

    Ich meine bei einigen Familien sind einige Jahre bevor sie einige Diagnose gestellt bekommen. Das ist eine sehr lange Zeit und wenn dann jemand kommt und dir sagt ich kann dir helfen. Man da gute Ergebnisse gezeigt bekommt, hinterfragt man die Methode vielleicht weniger. Man möchte einfach nur das der Leidensweg aufhört. Man ist sich nicht im Klaren das, dass Konzept mehr Schaden hinterläßt als es Nutzen hat, der ist nicht zu sehen zum Anfang aber Später macht er sich bemerkbar. Aber dann ist es zu spät den Zweifel zu haben, erst da wird einem Bewusst das im Prinzip nur Geduld einem hilft, viel Verständnis und Cleverness um das ganze zu meistern als Eltern.

    Haben wir die nicht, setzen sie sowas wie ABA aus dann sperren wir unsere Kinder unter einer Glaskugel weg. Sie können niemals die sein die sie wollen, sondern nur die Hülle die andere für sie geschaffen haben.

    lg Mona

    P.s. Frau Daniela Herrmann, schämen sie sich sowas zu schreiben. Eine Instution wie Aktion Mensch darf nicht neutral sein! Sie soll den Menschen mit Behinderungen helfen und ihnen nicht Schaden, denn in dem Sie so ein Konzept unterstützen tun sie das. Ausserdem warum sind das wohl nur Amerikanische Studien? Schon mal darüber nach gedacht? Man macht sich das ganz schön einfach in dem man die Schuld auf andere schiebt wegen der Auswahl!

  16. Pingback: Aktion Mensch fördert ABA | innerwelt

  17. Pingback: Brief an die Aktion Mensch bezüglich der Förderung von ABA-Projekten - Ellas Blog

  18. Ivonne Walther schreibt:

    Sehr geehrter Herr Knauerhase,

    vielen Dank für Ihre Courage und unermüdlichen Einsatz für Autisten, was im Argen liegt aufzudecken und aus autistischer Sicht nicht nur zu schildern, sondern (wenn es sein muss) auch aktiv vor Ort zu handeln & aufzuklären.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ivonne Walther

  19. Pingback: Werden wir schweigen? Nein! | Quergedachtes | Ein Blog über Autismus

  20. Pingback: ABA, es gibt „Ratgeber“ in Buchform …. I – Autismus – Keep calm and carry on

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