Offener Brief an die Aktion Mensch

Sehr geehrter Herr von Buttlar, sehr geehrter Herr Dr. Bellut , sehr geehrter Herr Decker, sehr geehrte Mitglieder des Vorstandes, Aufsichtsrates und Kuratoriums der Aktion Mensch,

die Aktion Mensch möchte Menschen mit einer oder mehreren Behinderungen helfen, sie über Projekte unterstützen und legt großen Wert auf das Vorantreiben von Inklusion in Deutschland.

Ich wende mich als Mensch mit Behinderung in der Hoffnung an Sie, dass auch die Stimme der Menschen, für die Sie etwas erreichen möchten, gehört wird.

Vor kurzem ist einigen Autisten aufgefallen, dass die Aktion Mensch ein Projekt zur Frühförderung von Autisten in Bremen fördert. Ein Projekt des Institutes für Autismusforschung. Hierbei handelt es sich um ein in der Wissenschaft, unter Fachleuten und besonders unter Autisten sehr umstrittenes Konzept, das auf dem System der Applied Behavior Analysis aufbaut. Insoweit betrifft diese Problematik nicht nur das IfA in Bremen, sondern auch andere Projekte (unter anderem MIA in Münster) in Deutschland, von denen teilweise ebenfalls ein Förderantrag bei Ihnen gestellt worden ist.

Um zu informieren und zu verdeutlichen, dass sehr viele Autisten aber auch Angehörige und Fachkräfte große Bedenken an diesem Frühförderprogramm haben, habe ich via Twitter dem Social Media Team und Herrn Decker angeboten, die jeweiligen Bedenken vorzutragen und aus Sicht eines Autisten darüber zu informieren. Auf dieses Angebot erfolgte auch recht schnell eine Zusage. Stattgefunden hat das Gespräch leider nie. Das Social Media Team hat aus meinem Angebot eine Gesprächsrunde mit dem geförderten Projekt gemacht. Das geförderte Projekt wiederum stellte Forderungen und machte aus meinem Angebot, Bedenken vorzutragen, eine Einladung das Projekt kennenzulernen, um mich von der Methode zu überzeugen. Der Sinn und Zweck meines Informationsangebotes ging verloren.

Ich erneuerte mein Angebot an die Aktion Mensch, eben über die Bedenken zu informieren. Ich halte es als Autist für wichtig, dass ein Verein, der soziale Projekte mit bis zu 250.000 Euro fördert, darüber informiert ist, wenn Menschen mit Behinderung Bedenken bei geförderten Projekten bzw. Methoden haben. Schließlich geht es hier letztendlich um uns.

Leider reagierte Ihr Social Media Team nur mit der Aussage, dass sich die Aktion Mensch in dieser Sache neutral verhält und daher kein Interesse an den Bedenken und Sorgen der Autisten hat. Danach folgte Schweigen auf allen Kanälen, es scheint als wolle man die Situation aussitzen.

Sie können sicher verstehen, dass diese Haltung sehr viel Unmut hervorruft. Autisten fühlen sich übergangen und auch das Motto „Nichts über uns ohne uns“ im Sinne der Inklusionsbewegung wird missachtet. Ich möchte betonen, dass es sich hier nicht um Bedenken der Kategorie „Mir gefällt das Projekt nicht“ oder „Ich finde das doof“ handelt. Es bestehen bei der oben genannten Methode erhebliche ethische, moralische und menschenrechtliche Bedenken. Die Frühförderung geht den Weg der „Umerziehung“ von Autisten, um sie möglichst normgerecht zu gestalten. Ein Verständnis von Autismus und die eigentlich notwendige Unterstützung von Autisten spielt hier keine oder nur eine sehr untergeordnete Rolle. Ich möchte hier auf zwei Zitate der Leiterin des geförderten Projektes Frau Dr. Ragna Cordes verweisen:

“Es geht darum, dass die Kinder ihr gelerntes autistisches Verhalten vergessen und ein neues Verhalten erlernen”

Hier zeigt sich ganz klar, dass die Behinderung Autismus umerzogen werden soll. Man kann allerdings nichts wegerziehen, was durch eine angeborene tiefgreifende Entwicklungsstörung verursacht wird. Zumindest nicht ohne den betreffenden Menschen nachhaltig Schaden zuzufügen. Dass Umerziehungen schädlich sind, sollte hinreichend am Beispiel der Linkshänder und deren Umerziehung zu Rechtshändern belegt sein. Hier merkte man erst nach Jahrzehnten, welchen Schaden und welches Leid man bei den Menschen angerichtet hat. Ich möchte nicht, dass Autisten Jahrzehnte lang umerzogen werden und man erst sehr viel später feststellt, dass man hier großen Schaden angerichtet hat. Dazu kommt: Inklusion bedeutet eben nicht, dass man Menschen mit Behinderung an die Mehrheit der Gesellschaft anpasst, sondern dass man sie respektiert wie sie sind und ihnen die Chance auf Teilhabe am Alltag und in der Gesellschaft ermöglicht.

Das zweite Zitat von Frau Dr. Cordes ist sogar noch markanter:

“Kinder mit Autismus können nicht von sich aus lernen”

Mich verwundert sehr, dass hier kein Aufschrei geschieht. Würde man Autismus gegen „Lernschwierigkeiten“ oder eine körperliche Behinderung tauschen, wäre die Empörung groß, weil man erkennt wie diskriminierend diese Aussage ist. Bei Autismus scheint dies ok zu sein. Was hat das nun mit dem von Ihnen geförderten Projekt zu tun? Es ist genau dieses Menschenbild, das hier umgesetzt wird. Dass man Autisten umerziehen muss und dass man sie quasi zum Lernen zwingen/drängen muss, da sie dies von sich aus nicht können. Die angewandte Methode ist invasiv und bestimmend. Das hat mit einem Recht auf Selbstbestimmung nichts mehr zu tun.

Sehr geehrter Herr von Buttlar,

auf der Webseite der Aktion Mensch werden Sie wie folgt zitiert:

„Mein Ziel ist es, mit unserer Förderung, der Aufklärung und der Lotterie Inklusion in der Gesellschaft voranzubringen – damit Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich zusammen leben, lernen, wohnen und arbeiten. Dieser Vision wollen wir mit unserer Arbeit täglich ein Stück näher kommen.“

Um selbstverständlich zusammenleben zu können, braucht es Respekt. Wenn Menschen angepasst werden, ist dies ein Rückschritt bei der Inklusion und ihre Vision kann nicht wahr werden.

Sehr geehrter Herr Pfeiffer,

„Mein Ziel ist es, mit der Aktion Mensch sowohl in den Köpfen wie auch an der konkreten Lebenssituation vor Ort etwas zu bewegen. Ich wünsche mir, dass das Zusammenleben von Menschen, die auf den ersten Blick sehr verschieden sind, eine Selbstverständlichkeit wird. Das ist für mich Inklusion.“

Wenn Sie etwas bewegen möchten: Hören Sie auf die Bedenken der Menschen mit Behinderung. Sie legen Wert auf ein Zusammenleben von verschiedenen Menschen. Eine Umerziehung kann dies nicht gewährleisten.

Sehr geehrte Frau Marx,

„Auf dem Weg hin zu einer inklusiven Gesellschaft hat sich bereits viel getan – nicht zuletzt durch Menschen mit Behinderung, die Inklusion und Selbstbestimmung sehr selbstbewusst vorangetrieben haben. Nach wie vor gibt es aber Barrieren – auch und vor allem in den Köpfen. Wir wollen informieren, sensibilisieren und Begegnungen schaffen, damit diese Hürden abgebaut werden und wir tatsächlich zu einem selbstverständlichen Miteinander kommen.“

Hier möchten Menschen mit Behinderung in Sachen Inklusion, Selbstbestimmung und Menschenrechte etwas vorantreiben. Wir möchten eben die Barriere, dass man Autisten anpassen muss, damit sie in der Gesellschaft funktionieren, in den Köpfen der Anwender dieser Methodik niederreißen. Wir möchten informieren, sensibilisieren und Ihnen begegnen, um in einem Miteinander an einer Verbesserung der Situation zu arbeiten. Möchten Sie dies auch?

Sehr geehrter Herr Decker,

„Es ist eine großartige Aufgabe, das Bild über Menschen mit Behinderung positiv zu verändern. Noch immer stehen ihre vermeintlichen Schwächen im Vordergrund der medialen Berichterstattung. Wir wollen einen unverkrampften und natürlichen Umgang erreichen, bei dem die Behinderung in den Hintergrund rückt.“

Genau bei der geförderten Methodik steht genau eines im Vordergrund: Die Defizite von Autisten. Denn genau diese sollen umerzogen werden. Ist es wirklich ein unverkrampfter und natürlicher Umgang mit Menschen mit Behinderung, wenn Ihr Social Media Team schweigt und einer konstruktiven Konfrontation aus dem Wege geht?

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Aktion Mensch kann sich nicht auf Neutralität berufen. Sie fördert Projekte mit teilweise sehr großen Summen und damit geht eine Verantwortung einher, dass die Gelder nicht nur Zweckgebunden verwendet werden, sondern auch im Sinne des Geistes des Vereins Aktion Mensch. Dass die Gelder der Inklusionsbewegung zu Gute kommen, ein Zusammenleben verschiedener Menschen miteinander ermöglichen und dass Begegnungen stattfinden, die allen etwas Positives mitgeben. Um dieser Verantwortung auch gerecht zu werden, ist es unabdingbar, immer wieder zu hinterfragen, ob geförderte Projekte diese Ziele ebenfalls vertreten. Spätestens jedoch dann, wenn von Menschen mit Behinderung Bedenken angemeldet und vorgebracht werden. Sie sollten diese nicht ignorieren sondern anhören. Für ein besseres Miteinander!

In der Hoffnung hier etwas bewegen zu können verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

 

Aleksander Knauerhase

 

Dieser Brief kann hier im Blog unterstützt und mitgezeichnet werden.

Updates und was passiert ist ist in diesem Blogpost zu finden:

Ein offener Brief und der lange Weg danach

 

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200 Antworten zu Offener Brief an die Aktion Mensch

  1. Pingback: Nicht über uns ohne uns. Oder doch lieber nicht? | Quergedachtes | Ein Blog über Autismus

  2. Johannes Lewke schreibt:

    Ich unterzeichne gerne. Aus meiner Sicht darf so etwas wie ABA nicht unterstützt und erst recht nicht durch einen Verband gefördert werden, der von sich sagt, die Inklusion von Menschen mit Behinderung vorantreiben zu wollen.

  3. maedel schreibt:

    Sehr geehrte Damen und Herren der Aktion Mensch,

    ich möchte noch hinzufügen, dass es nicht sein kann, das eine Organisation ihres Formats sich darauf beruft, ABA nicht inhaltlich zur Diskussion stellen zu wollen, da es ihrer Ausagen nach immer 2 Seiten gibt und hier eine „Wahlfreiheit“ geben muss. Bedenken sie bitte, wem hier eine solche Wahlfreiheit gewährt wird. Sind es wirklich die autistischen Kinder?
    Sind es nicht vielmehr die verzweifelten Eltern, denen suggeriert wird, das ihre Kinder durch diese Methode dem „Normalen“ angepasst werden können?

    Wir als erwachsene Autisten erheben hier gemeinsam unsere Stimmen für diese Kinder. Da diese es nicht können.

    Ich unterzeichne diesen offenen Brief!
    mädel

  4. sock3 schreibt:

    Auch wenn ich bezweifle, dass es viel gegen ABA bringen wird, schließe ich mich gerne dem Brief an. Vielleicht können wir so immerhin gemeinsam ein Zeichen setzen, sodass die Zuständigen bei der Aktion Mensch mal umdenken. Ein Versuch ist es zumindest wert.

  5. maedel schreibt:

    Hat dies auf innerwelt rebloggt und kommentierte:
    Bitte unterzeichnet diesen offenen Brief bei Quergedachtes in den Kommentaren

  6. Tobias Niwinski schreibt:

    Ich unterschreibe.

  7. Carla Llabega schreibt:

    Danke Aleksander,
    ich stimme Dir in allen Punkten zu und unterschreibe hiermit Deinen Brief an die Aktion Mensch.
    Carla Llabega

  8. Papiernote schreibt:

    Ich unterzeichne diesen Brief – als Autistin, die ohne Diagnose im Kindesalter und ohne ABA von sich aus alles gelernt hat, was sie kann.

  9. Angela Middlecamp-Sommer schreibt:

    Ich hoffe sehr, daß hier etwas Bewegung in ganze `Landschaft` kommt. Ich unterzeichne, weil ich denke, daß es generell reflektiert werden sollte:`wie kommunizieren wir Miteinander, ist es ein Miteinander und wie können Dinge gemeinsam vorangebracht werden.
    In meiner Familie geisterte lange der Ansatz herum: `Störende Person muß raus – Fremdunterbringung`. Wenn es nicht die Person von der die `Störung` ausgeht, dann nimmt man sich die Anderen vor, hauptsächlich gerne die Mutterfigur.Dann wird die, bzw. die Eltern, `rundgemacht`. `Sie sind aber dominant, ihr Mann tut mir leid`, sagte der Leiter einer Stelle, die uns eventuell Hilfen bieten könnte. Mein Sohn ist jetzt gerade mal nicht `fremduntergebracht`, nicht therapiert und ich habe es geschafft innerhalb eines langen, harten Jahres dieses `Femdunterbringungsgeschwätz` bei uns zu Hause zu verbannen. Ich integriere Sozialtraining im Alltag in der Form: Alle haben hier gleichberechtigte Bedürfnisse und jeder darf sie zum Ausdruck bringen, also der Versuch hier einen Gemeinschaftssinn wieder zu beleben, nachdem uns Andere gesagt haben was wir tun oder lassen sollen.. Der einzige Unterschied ist: wenn es in der Gemeinschaft einen Menschen gibt, der von Autismus betroffen ist, sollte dies berücksichtigt werden. Er wird auch nonverbal kommunizieren und er braucht verstärkt Verständnis, Zeit, Ruhe und Vertrauen. Mit `verstärkt` meine ich: etwas mehr von diesen guttuenden Dingen, es ist ja nicht so, daß es neurotypischen Menschen nicht auch guttut, wenn sie so miteinander kommunzieren und so miteinander leben.
    Es muß einfach an manchen Stellen nochmal verdeutlicht werden:
    Autisten sind ganz normale Menschen – Gefühle, Bedürfnisse, Wünsche, Träume, Alles ganz normal. Und wir sprechen evtl. von einem Anteil der Bevölkerung von 1%, die von Autismus betroffen sind. Und für diese Menschengruppe ist noch nicht in angemessener Art und Weise
    definiert was sie brauchen, um in unserer Mitte oder in der `Mitte` wo sie gerne sein möchten zu leben.
    Zu dieser Definition trägt dieser blog in vorbildlicher Art und Weise bei.

    Die Aktion Mensch und auch andere Projekte erhalten Gelder auch, weil die Grundlagen hierfür in den Resolutionen der WHO definiert wurden. Es geht um das Thema Gesundheit allgemein und im Besonderen, nämlich wie hoch schätzen wir den Wert der Gesundheit und inwieweit wird es auf einer ganzheitlichen Art und Weise betrachtet. Siehe Definition Gesundheitsförderung (Ottawa Charter 1986).
    Folgende Eckpunkte sind in der Charta:

    Entwicklung einer gesundheitsfördernden Gesamtpolitik,
    gesundheitsförderliche Lebenswelten schaffen,
    Gesundheitsdienste neu definieren,
    gesundheitsbezogene Gemeinschaftsaktionen unterstützen
    Interessen vermitteln und befähigen
    persönliche Kompetenzen entwickeln

    Mal ganz kritisch formuliert:

    Die Gelder hat die Aktion Mensch mit einem gewissen `Vertrauensvorschuß` bekommen.Ihr Logo verspricht ja, daß sie sich für Menschen, vor allem für Menschen mit Behinderung einsetzt.
    Es ist ein Widerspruch an und für sich, wenn hier eine nicht gerade geringe Anzahl von Menschen, die sich für die Stärkung und Wahrung der Interessen von autistischen Menschen
    engagieren sich nicht verstanden und wirklich angenommen fühlt . Man beginnt ja langsam zu verstehen, daß Autisten ganz normal ticken. Manchmal ist es vielleicht einfach eine andere `Funkfrequenz` auf der sie senden.

    Zum Thema: öffentliche Gelder

    Wo wären denn die Gelder sinnvoll eingesetzt? Und wozu? gibt es hierfür schon Ideen, wenn nicht ABA was dann oder was eher?

    Das Bundesteilhabegesetz müßte beinhalten, daß auf Betroffene gehört wird und sie miteinbezogen werden in die Prozesse, bzw. mit Aufmerksamkeit bedacht werden –
    einfach ernstgenommen werden. Begriffe wie `seelische Behinderung`, psychische Erkrankung sind bei Autismus nicht so ganz glücklich und tragen nicht dazu bei wirklich für voll genommen zu werden.Mit diesen Grundbegriffen müßte etwas passieren, sie sind nur ein Notbehelf in meinen Augen und dienen vor allem der sozialrechtlichen Kategorisierung und nicht dem Betroffenen selbst.

    Note 1 mit Stern für diesen blog, Die Haltung hat auch volle Punktzahl von mir! Hier geht die Diskussion lang, dran bleiben!

    Sorry, das war jetzt viel;-), ich hoffe die Plattform dennoch in einem guten Sinne genutzt zu haben, Dank dafür!

  10. Michael schreibt:

    Da hast Du einen ganz tollenBrief verfasst, der deutlich über das aktuelle Anliegen hinaus geht: Nämlich die verantwortlichen Mitglieder einer wichtigen und meist auch sehr guten Förderinstitution mit ihren recht blumigen Allgemeinplätzen zu konfrontieren. Es stellt sich nämlich die Frage, wie ernsthaft diese Plattitüden genommen werden, wenn man sie auf die Praxis anwendet. Das hast Du hervorragend heruntergebrochen.
    *mitunterzeichne*

  11. siberia12437 schreibt:

    Gerade kam mein Partner herein, in der Hand sein Tablet… mit den Worten das musst du gelesen haben. Ich habe es gelesen. Bei dem ersten Zitat fing ich an zu stocken. Ich war leicht geschockt: Wie kann Frau Dr. xxx diese Aussage treffen? Dann kam das zweite und ich überlegte ob ich Dezent das Tablet fallen lasse. Doch es wurde noch besser…

    Kommt es mir nur so vor oder wird hier alles dafür getan, dem ganzen ein hüpsches Mäntelchen umzugängen um nicht erkennen zu lassen das eine Umkonditionierung stattfinden soll. Die Aussagen sind doch eindeutig! Das Prinzip ist Eindeutig!

    Aus welchem Grund eine Förderung stattfindet ist mir schleierhaft. Es grenzt an Folter! Anders kann ich es gar nicht beschreiben. Ich will nie in dieser Sittuation sein, in der Kinder und Jugendliche durch eine ABA ähnliche Massnahme umkonditioniert werden.

    Wieso geben wir ihnen nicht gleich noch Stromschläge … nein heut zu Tage macht man das ja anders. Heute beziehen wir das ganze Umfeld mit ein ohne das Wissen des Kindes oder des Jugendlichen.

    Noch besser wieso Pumpen wir die Kinder und Jugendlichen nicht gleich mit Drogen voll und stellen sie Ruhig…

    Es wiedert mich an! Masslos und ungehalten …

  12. dasfotobus schreibt:

    Ich unterschreibe den Brief hiermit.
    ABA muss einfach nur weg.
    Meine Meinung zu dem, was da gelaufen ist, ist hier noch nachzulesen:
    https://dasfotobus.wordpress.com/2015/08/20/ihr-seid-bei-mir-durch-aktion-mensch/

  13. Gee Vero schreibt:

    Da setze ich meinen Namen auch darunter.

  14. nvcwolff schreibt:

    Sehr schöner Brief, Aleks, ich wünsche dir, dass er offen empfangen wird.

  15. christina schreibt:

    Wir ( 2 Autisten 1 Nt ) Unterschreiben.
    Aba darf nicht weiter unterstützt werden und vorallem nicht gefördert werden.
    Menschen mit Behinderungen helfen, Ja!
    Aber nicht durch Aba massiv anpassen, mit druck und zwang. Menschen mit Behinderungen sind keine zirkus tiere die man mit Dressur erzieht.
    Nein zu Aba!

  16. Hiermit unterzeichne ich den Offenen Brief an die Aktion Mensch. Es ist mir Schleierhaft das Therapien wie ABA unterstützt werden , die nicht das Ziel haben , den Menschen mit Behinderung zu helfen, sondern diesen mit aller Macht umzuerziehen, damit er Schubladenpassend ist. Aktion Mensch hatte ich eigentlich als Seriös in Erinnerung. Aktion Mensch klärt mit Ihrer Webseite über die Un Konvention auf, vielleicht sollten sie sich mehr damit beschäftigen? Die Grundsätze der Konvention enthält Artikel 3:h) die Achtung vor den sich entwickelnden Fähigkeiten von Kindern mit Behinderungen und die Achtung ihres Rechts auf Wahrung ihrer Identität…und noch einige mehr. Erwachsene Autisten sollten mehr Gehör bekommen. Ich hoffe Aktion Mensch distanziert sich von solchen Therapien und unterstützt lieber mit die Inklusion.

  17. Martina Rauterkuß schreibt:

    Ich bin auch dabei und unterzeichne, denn mein Kind wurde 2 mal von verschiedenen Schulbegleitern, mit schlimmen Folgen, ohne mein Wissen und Zustimmung, „behandelt“. Ich bin gegen KONDITIONIERUNG von Menschen, denn nichts anderes ist ABA, das für die Tierforschung an Primaten ursprünglich entwickelt wurde.

  18. Katrin Hennig schreibt:

    Ich unterzeichne.
    Diese Fördersummen sollten an Menschen gehen, die etwas zur Inklusion beitragen. ABA = Menschenrecht verletzen!

  19. Pingback: Aktion Mensch fördert ABA | innerwelt

  20. Olivia Hügelschäfer schreibt:

    Ich unterzeichne.

    Ich kann es nicht fassen, dass ausgerechnet die Aktion Mensch so eine „Therapie“ unterstützt. Das führt das ganze Prinzip der Inklusion ad absurdum. Das vermittelt ja auch eine Botschaft an Eltern, die mit ihren autististischen Kindern überfordert sind – dass ABA etwas gutes wäre. Das muss sofort aufhören!

  21. Anika schreibt:

    Ich unterzeichne deshalb, weil ich hier ein Kind habe, welches durch derlei Methoden sowohl in Therapie als auch Schule misshandelt wurde. Nicht nur mein Kind hat aus diesen Erfahrungen Negatives mitgenommen, auch ich als Mutter habe immer noch an diesem respektlosen Umgang mit der Nichtakzeptanz der Wahrnehmung meines Sohnes zu kämpfen.
    Ich dachte immer, bei Inklusion geht es um Akzeptanz und nicht darum, dass derjenige mit Einschränkungen sich einer gesunden Umwelt anzupassen hat.

    Einen Rollifahrer zwingt man auch nicht, Treppen zu laufen und sich nicht so anzustellen.

    Offensichtlich werden aber immer noch lediglich sichtbare Behinderungen als Einschränkungen gesehen und akzeptiert. Unsere Kinder und Erwachsene mit Autismus fallen da immer noch durchs Raster.

  22. Texthase Online schreibt:

    Guten Tag,

    ich unterschreibe ebenfalls, denn es ist nicht zu tolerieren, dass Organisationen wie die Aktion Mensch bei der Vergabe von Geldern, die ihr anvertraut wurden, keinen Unterschied machen zwischen verantwortlicher Erziehungsarbeit und Umerziehung. Aus der Aktion Sorgenkind wurde die Aktion Mensch, auch um zu unterstreichen, dass diese Hilfsorganisation den Kinderschuhen entwachsen ist. Mir kommen bei dieser Art des Umgangs erhebliche Zweifel an der Reife und der Fairness der Organisation. Ich bin keine Autistin und auch nicht mit einem Autisten verwandt. Ich kenne Autisten „nur“ aus meiner Sonderschulzeit. Aber einen derart rücksichtslosen, verachtenden und arroganten Umgang mit Menschen lehne ich ab.

    Alles erdenklich Gute Aleksander!

    Liebe Grüße

    Christiane Quenel

  23. Sabine Gollmitz schreibt:

    Ich unterschreibe hiermit.
    Ich bin gegen ABA und möchte nicht, dass es salonfähig wird.

  24. Zarinka schreibt:

    Ich unterzeichne ebenfalls hier den offenen Brief an die Aktion Mensch.

  25. mueller7de schreibt:

    Ich unterschreibe aus vollem Herzen.
    Als taubblinde Person erinnert mich ABA stark an die Umgangsformen mit Blinden vor 30 Jahren: Schau Dein Gegenüber an, wenn Du mit ihm sprichst, auch wenn Du da gar nichts siehst. Dein Gegenüber fühlt sich dann besser.
    Oder zähle die Stufen, oder merke Dir alles, stimmen die Farben Deiner Kleidung oder oder oder…
    Generationen von Blinden haben das wie die „Zirkuspferde“ vollführt, sich an für sie selbst völlig nutzlosen Verhaltensvorschriften abgearbeitet und letztlich ihr Leben komplett am Arm irgendeines Sehenden, der sich dazu bereit erklärt hat (aus welchen Gründen auch immer), verbracht, Sozialfälle eben.
    @aktionmensch Wenn ihr neutral sein wollt, dann stellt die finanzielle Unterstützung/Förderung von Projekten, die ABA und und seine Nachkömmlinge fördern, ausnahmslos und sofort ein.
    Und sprecht mit den Betroffenen. Besonders Letzteres ist euer gesellschaftlicher Auftrag! Und ich frage mich: Warum ist das nicht vorab (vor jeder Förderung und vor jedem Kontakt mit irgendwelchen sog. „wissenschaftlichen“ Projekten) geschehen? Wem wird da Kompetenz zugeschrieben und wem nicht?
    Als besonders schrecklich empfinde ich die Aufforderung, dass der Autor dieses Blogs doch mit den ABA-Prrojekt-Vertretern sprechen soll um die Projekte zu diskutieren. Da hat einer wirklich gar keine Ahnung von der Rolle der @aktionmensch gehabt und auch @querdenkender s Angebot nicht verstanden. Sowas empfinde ich als Demütigung höheren Grades.
    @aktionmensch: Könnt ihr das nicht wirklich deutlich besser?
    Und: Was ist euer Auftrag? Etwa Neutralität???

  26. alex kauk schreibt:

    unterschreibe hiermit natürlich auch

  27. Olaf Hansen schreibt:

    Ich unterstütze diesen Brief voll und ganz. Ich möchte, dass mein Sohn so leben kann und so respektiert wird, wie er ist. Ich möchte keinen kleinen Roboter ohne eigenen Willen!

  28. sinnesstille schreibt:

    Ich unterzeichne aus voller Überzeugung gegen ABA und deren Förderung.
    Als „Produkt“ einer solchen Konditionierung setze ich all meine Kraft dafür ein, Kinder und deren Eltern davor zu schützen. Ganz bewusst habe ich meine Tochter ohne solcher Therapien in ihr Leben begleitet – mit dem Ergebnis, dass sie mit ihren 16 Jahren bald selbstständiger ist als ich.

  29. sinnesstille schreibt:

    Hat dies auf sinnesstille rebloggt und kommentierte:
    Bitte unterstützt diesen offenen Brief mit Euren „Unterschriften“ und/oder Kommentaren.

  30. Sternensucher schreibt:

    Lieber Aleksander, vielen Dank für dein Engagement in diesem Bereich! Diesem Brief kann ich nur zustimmen, ich unterzeichne ebenfalls.

  31. Christin schreibt:

    Ich unterschreibe den offenen brief da ich ein gegner von aba bin. Meine tochter ist frühkindliche autistin und ich habe ebenfalls autistische züge und meine mutter hat mich unbewusst umerzogen. Jetzt mit 28 jahren werde ich wieder zu dem menschen der ich bin und das möchte ich meinem kind und auch allen anderen autisten ersparen!

  32. Perino Heydemann schreibt:

    Was da als Förderung von Autisten verkauft wird, ist in meinen Augen seelische Vergewaltigung. Die Arroganz, die hinter so einem Denkansatz steht ist unerträglich. Ein neuer Mensch ist kein leeres Blatt, das wir beliebig beschreiben können, sondern er kommt mit bestimmten Veranlagungen zu uns, die wir ihm durch unser Verhalten ihm gegenüber zum Segen oder zum Fluch werden lassen können. Ein Mensch ist kein Bonsai, den wir nach unserem Belieben zurechr stutzen dlürfen.
    Ich unterstütze den offenen Brief mit meiner Unterschrift.

    Perino Heydemann

  33. Mads schreibt:

    Ich unterstütze diesen Brief ebenfalls.
    ABA darf nicht unterstützt werden.

    Liebe Aktion Mensch

    Wenn Euch wirklich was an Menschen mit Beeinträchtigungen liegt, dann unterstützt gefälligst keine Projekte, die einen derart bevormundenden, respektlosen Umgang mit ihnen führen!
    Solltet Ihr weiterhin solche Projekte unterstützen, wird die Menschenfreundlichkeit, die Ihr euch immer so groß und breit auf die Fahne schreibt, zur Farce verkommen!

  34. FamilyFirce schreibt:

    Das widerspricht jeder Form der Inklusion und dem Grundgedanken von Aktion Mensch. Das wäre so, als wenn der VeganerVerbund sich zum jährlichen Schnitzelessen trifft. Entschuldigt bitte Aktion Mensch, aber was ist das nächste Projekt – Rollstuhlfahrer können laufen, wenn sie nur wollen? Eigentlich stimmt es mich eher traurig, dass sie ein solches Projekt unterstützen. Das kann nur ein Fehler sein, oder?

  35. mellissandra schreibt:

    Hat dies auf melli´s kleines nähkästchen rebloggt und kommentierte:
    bitte unterzeichnet den offenen brief bei Quergedachtes in den kommentaren

  36. mellissandra schreibt:

    als adhs mit autistischen zügen unterzeichnet, autisten weltweit wehren sich gegen ABA, nicht nur in deutschland, ich bin erschüttert, das die Aktion Mensch sich derart gegen diese einsicht wehrt!

  37. Pingback: Offener Brief an die Aktion Mensch | Aspies Bielefeld

  38. Monika Krupp schreibt:

    Ich unterzeichne noch immer erschrocken über die Dreistigkeit durch Vertreter der Aktion Mensch, Autisten, die sich für ihresgleichen einsetzen, mit rhetorischem Geschick in die Rolle des zu belehrenden Deppen zu drängen.

  39. Maike Wolf schreibt:

    Hiermit unterzeichne ich ebenfalls. Das aus Amerika stammende Projekt darf keine Unterstützung finden, es wird der Akzeptanz nicht fördernd sein und verspricht verzweifelten Eltern nur eine unbegründete „Hoffnung“, anstatt ihnen zu lehren, dass ihr Kinder einzigartig und genau richtig so sind.

  40. Sandra Foltin schreibt:

    Ich unterschreibe diesen Brief zu 100 % !

    Ich bin absolut gegen Konditionierung von Menschen! ABA ist nichts Anderes, keine Therapie, sondern reine Konditionierung.
    Man kann eine Behinderung nicht wegkonditionieren. Bei blinden Menschen käme man auch nicht auf die Idee zu sagen: Du musst aber normale Bücher lesen lernen. Einem Rollstuhlfahrer sagt man nicht: Lerne gefälligst laufen.
    Autismus ist eine Behinderung, die meist unsichtbar ist, aber das macht sie nicht weniger real.
    Barrierefreiheit ist für Blinde oder Rollstuhlfahrer in Schulen bereits Alltag… Für Autisten nicht einmal ansatzweise, da selbst sogenannte Experten solche Äußerungen machen wie oben schon genannt: Der Autist kann nicht von sich aus lernen. Und ähnliche Dinge.
    Ich gehe also noch einen Schritt weiter: Entziehen Sie diesem Projekt ihre Unterstützung und helfen sie Autisten, indem Sie Barrierefreiheit in der Schule und Gesellschaft unterstützen!

    Ihre Organisation setzt sich für Menschen mit Behinderung ein, schon sehr lange… vielleicht wird man da “ Betriebsblind“.. Machen sie Augen und Ohren auf! Lernen Sie von den Menschen um die es geht…
    Selbstbestimmung ist wichtig, auch und grade für Menschen mit Behinderung.
    Die Behinderung gilt es zu akzeptieren und nicht sie wegerziehen zu wollen.
    Unterstützen sie Projekte zur Toleranz und Aufklärung!

    Mit freundlichem Gruß

    Sandra Foltin

  41. Blacky Smith schreibt:

    Als Nichtautist unterzeichne ich diesen Brief ebenfalls. ABA ist einfach nur menschenunwürdig und das auf ganzer Linie, Bei Tieren würde man es Quälerei nennen, GreenPeace und PETA wären sofort auf dem Schirm. Dass das angeblich bei Menschen, fühlenden Wesen, in Orndung sein soll, kann ich beim ebsten Wllen nicht verstehen.

  42. Marijana Regul schreibt:

    Ich kann den vorangegangenen Brief ohne Vorbehalte einfach nur unterschreiben !

  43. sabrinastolzenberg schreibt:

    Ich unterschreibe, weil ich gegen Konditionierung durch ABA bin und mir nicht vorstellen möchte wie entsetzlich schlimm es für jeden sein muss, der sich dieser Methodik ausgesetzt war. Ich finde ich unverständlich, unverantwortlich und beschämend, dass sich ein Verein wie Aktion Mensch neutral verhalten möchte, aber für INklusion stehen möchte, denn Inklusion bedeutet auch, dass die Menschen mit Behinderung ebenso gehört werden sollen und müssen wie die Fachkräfte, die aber nur theoretisch wissen was sie da eigentlich tun!

    Mit freundlichen Grüßen Sabrina Stolzenberg

    • Darkwolf schreibt:

      Diese „Fachkräfte“ wissen noch nicht mal theoretisch was sie da tun denn deren gesamte Ausbildung besteht nur aus ABA Werbeveranstaltungen in den man ihnen auch
      gängige Klischees eintrichtert wie: „Autisten sind lernunfähig“ , „Autisten sind Gefühllos“
      etc.
      Diese achso qualifizierten „Epxperten“ wissen nichts, sondern geben einfach nur gängige
      Vorurteile wieder um ihren Ableismus zu rechtfertigen.
      Außerdem kann mir Aktion Mensch nichts von „Neutralität“ erzählen indem sie schweigt hat sie sich schon entschieden… für den Anbieter.

      • Anita schreibt:

        Außerdem ist zu beachten, dass ALLE die mit autistischen Kindern arbeiten, geschult werden in Zentren, die BET / MIA oder ähnliches praktizieren und dadurch den Blick auf das Kind verlieren.

        Von Flexibilisierung reden, wo das Kind immer noch dabei ist, sich zurechtzufinden und viel zu schnell weitere Schritte gehen, wo das Kind noch gar nicht mit kann.

        Das dadurch Depressionen und PTBS (posttraumatische Belastungsstörungen) faktisch wie am Fließband produziert werden, sollte jedem klar sein.

        Es wird von den Autisten ein Maß an Anpassung und Angleichung angefordert, dass seines Gleichen sucht.

        Hier zählt im Geringsten das, was dem autistischen Mensch gut tut; um und Verstehen geht es in ganz wenigen Fällen. Es geht immer nur darum, den Autisten „umgebungskompatibel“ für die Umwelt zu gestalten.

        Das der Autist in vielen Fällen da einfach nur zerbricht scheint zur Nebensache zu verkommen.

  44. sabrinastolzenberg schreibt:

    Hat dies auf Sunnys Space rebloggt und kommentierte:
    Bitte teilt und unterschreibt diesen offenen Brief bei Quergedachtes in den Kommentaren!

  45. Darkwolf schreibt:

    Diesen Brief kann ich nur unterstützen.
    Vielleicht sollten sich die Herren von der Aktion Mensch auch mal das durchlesen:
    http://autismus-kultur.de/autismus/eltern/heilt-aba-autismus.html
    http://blog.realitaetsfilter.com/2015/05/06/die-wissenschaft-von-aba/
    Wenn sie schon kein Interesse an den ethischen Bedenken haben, werden vielleicht fachliche
    bzw. Zweifel an der wirklichen „Wisenschaftlichkeit“ von ABA die von der Aktion Mensch zum
    Nachdenken bringen.

  46. Aspergiller schreibt:

    Als ebenfalls Autist, jedoch mit über 40 Jahren spätdiagnostiziert und von daher glücklicherweise nie das Opfer von solchen brutalen ‚Therapie’methoden wie ABA geworden, unterzeichne ich diesen Brief mit.
    Bernd Martin Rohde
    Dipl.-Bibl. (FH), UP in Rare Book Librarianship (Univ. Basel)

  47. Aspergiller schreibt:

    Hat dies auf Aspergiller – Aspergill & Asperger rebloggt und kommentierte:
    Aktion Mensch (mitgetragen u.a. vom Deutschen Caritasverband) ist eine Organisation für und mit Behinderten? Nun ja…

  48. Bircan Ünlü schreibt:

    Ich unterzeichne das auch gerne!

  49. Lena schreibt:

    auch ich unterschreibe hiermit

  50. Darkwolf schreibt:

    Ich unterzeichne diesen Brief ebenfalls.
    (Bleibt nur zu hoffen das der Brief bei denen nicht im Papierkorb landet.)

  51. klarnetaut schreibt:

    Ich unterzeichne den offenen Brief. Ich würde gerne hoffen, dass es bei Aktion Mensch nicht ausschließlich um Geld geht. So, wie in dieser Sache kommuniziert wurde (keine Diskussion über ABA) habe ich mich von dem Gedanken verabschiedet. Mit der Konsequenz, dass von meiner Seite aus keine Werbung für Aktion Mensch gemacht werden wird-im Gegenteil.

  52. Christa Banze schreibt:

    ABA ist eine ist eine menschenverachtende Vergewaltigung von schwerbehinderten Menschen. Ich habe kein Verständnis dafür, dass ein Verein wie Aktion Mensch es unterstützt, wenn behinderte Menschen mit solchen Methoden gequält und misshandelt werden. Seit vielen Jahren unterstütze und fördere ich die Aktion Mensch und ich hatte sie eigentlich als seriöse Organisation hoch geschätzt. In anbetracht der Förderung eines so umstrittenen Konzeptes wie Applied Behavior Analysis (ABA), werde ich meine Meinung wohl ändern müssen. Schade!!

    „Ein Mensch ist kein Bonsai, den wir nach unserem Belieben zurecht stutzen dürfen“.

    Ich unterstütze hiermit den offenen Brief und hoffe, dass Sie Abstand von ABA nehmen.

  53. Regina Hoffacker schreibt:

    Da ich gegen jegliche Form von ABA-Therapien bin unterzeichne ich mit diesem Kommentar diesen Brief, welchen ich Inhaltlich voll und ganz unterstütze.

  54. DasDodo schreibt:

    Ich unterschreibe auch.

    Die Aktion Mensch sollte mal drüber nachdenken warum sie sich damals unbenannt haben.

  55. Andreas Plefka schreibt:

    ich unterschreibe hiermit

  56. Fiz Banina schreibt:

    Querdenkender, vielen Dank, dass du, trotz des ganzen Stresses und der wachen Nächte, der dir durch das Medienteam der Aktion Mensch verursacht wurden, noch die Kraft und Beharrlichkeit gefunden hast, einen solch aussagekräftigen Brief zu formulieren.

    Sehr geehrte Verantwortliche der Aktion Mensch,
    als Autistin und Mutter zweier autistischer Töchter macht mir der derzeitige gesellschaftliche Umgang mit ABA einer Menschen verachtenden Therapieform, die eher einer Folter gleicht, extreme Angst. Alleine diese Förderung, einer anerkannten Hilfsorganisation, kann dazu führen, dass die Therapieform weiter an Akzeptanz gewinnt, OHNE dass sie jemals inhaltlich und in ihren gefährlichen Auswirkungen überprüft wird (genau diese Vorgehensweise wird ja derzeit von Ihrem Medienteam vorgelebt).
    Was passiert, wenn wenn ich meine KInder eines Tages nicht mehr schützen kann, weil die Therapie ohne mein Wissen oder per Zwang angewandt wird? Leider zeigen sowohl aktuelle als auch geschichtliche Ereignisse, dass diese Angst weder überzogen noch ungerechtfertigt ist.

    Selbstverständlich unterzeichne ich diesen Brief!

  57. Caro schreibt:

    Ich unterzeichne den Brief mit, weil ich als autistisches Kind in den 70er und 80ern zum normalen Verhalten konditioniert wurde und nun schrecklich unter den Folgen leide.
    Heutzutage gibt es bessere Therapiemöglichkeiten als Konditionierung.
    Menschen sind keine Tiere!

    Caro aus Wiesbaden

  58. NaLos_MehrBlick schreibt:

    „Nicht über uns ohne uns“ – Im Sinne der UNBRK für Inklusion und Vielfalt!

    Hiermit unterzeichne auch ich gerne deinen offenen Brief und hoffe, dass er doch noch auf offene Ohren bei der Aktion Mensch trifft – und dein Angebot für ein faires Informationsgespräch erhört wird!

  59. karin Kuhne schreibt:

    ich schließemich dem Brief voll und ganz an.

  60. Paul Niemann schreibt:

    Ich unterschreibe ebenfalls als Nicht- Autist. Vielen Dank für das Engagement! Zum einen ist die Methode ethisch mehr als bedenklich, zum anderen sind die Erfolgsaussichten extrem schlecht. Anpassung ist ja nur Symptombekämpfung. Das eigentliche Problem dahinter ist die Intoleranz und das Schubladendenken. Dieses Denkschema erfordert wenig Nachdenken und wenig Bildung. Und so ist es eben am bequemsten, nach dem Motto zu denken „Dieser Mensch ist anders als andere“-> „Man muss ihn/ sie so machen wie andere auch“. Dass es viel besser funktioniert, nicht gleich zu versuchen, den Menschen um 180 °C zu drehen, auf so etwas kommt man in diesem Denkschema natürlich nicht. Man muss nur irgendwie anders sein, schon steckt man in der Schublade. Wenn alle Menschen fast gleich sind, entfällt auch direkt das aufwändige Nachdenken, wie man mit unterschiedlichen Menschen am besten umgeht. Einfach perfekt für denkfaule Menschen!
    Aber nehmen wir mal an, es gebe eine ethisch unbedenkliche Methode, die in der Lage wäre, fast alle Autisten zum „Normalo“ zu machen. Klar ist das nicht möglich, aber selbst wenn, es würde sich nicht mal rein wirtschaftlich gesehen lohnen, sie für viel Geld anzuwenden, weil die Wirtschaft und Gesellschaft nicht so strukturiert ist, dass es sich lohnen würde, wenn extrem viele Menschen die selben Stärken und Schwächen haben.
    Ich merke das ja als einstiger Schüler einer NRW- Realschule. Ich habe zwar vergleichsweise viel von damals behalten und war auch ein guter Schüler, aber einen realen Nutzen haben nur meine Kenntnisse in Englisch, Deutsch und Mathe, es waren aber über 10 Fächer.
    Das, was ich außerschulisch gelernt habe, hat dagegen vielfach einen großen Nutzen, genauso bei meinen Mitmenschen. Ich kenne z. B. aus sehr vielen Branchen jemanden, der da arbeitet, meine Freunde haben daher höchst unterschiedliche Fähigkeiten und Wissen. Und genau, weil diese Fähigkeiten und dieses Wissen so ungewöhnlich ist, ist es so viel wert auch für mich. Wenn ich das alles auch selber könnte, hätte es ja keinen großen Nutzen, umgekehrt haben meine Fähigkeiten und mein Wissen keinen großen Nutzen für die anderen, wenn sie das alles auch selber können.
    Man sieht also: Je ungewöhnlicher eine Stärke, desto mehr ist sie wert. Und je ungewöhnlicher eine Schwäche, desto weniger Schaden entsteht, weil es dann eben genug Leute gibt, die es können. So ist arbeitsteilige Wirtschaft. Nur es erfordert Respekt gegenüber Menschen mit ungewöhnlichen Stärken und Schwächen im Allgemeinen und die Bereitschaft, zu akzeptieren, dass andere etwas deutlich besser können. Genau darunter leiden oft Leute mit ungewöhnlichen Stärken: Es gibt massenhaft Leute, die denen mangelnden Respekt entgegenbringen, weil sie nicht gerne zugeben, etwas schlechter zu können.

  61. Atari-Frosch schreibt:

    Unterzeichnet, und eigentlich ist schon alles gesagt, was dazu zu sagen ist. Konditionierung ist keine Therapie, sondern menschenunwürdig und seelische Vergewaltigung.

  62. textGedanKen schreibt:

    Ich unterzeichne auch. Aktion Mensch ist eine sehr bekannte Organisation und kann daher wesentlichen Einfluss darauf nehmen, wie die Gesellschaft Inklusion definiert. Dazu gehört auch, die Neutralität aufzugeben und wirklich der Prämisse „Nichts über uns ohne uns“ der sogenannten Krüppelbewegung zu folgen.

    Gudrun Kellermann

  63. Mother's daughter schreibt:

    Sehr gerne unterzeichne ich hiermit auch!!!
    Vielen Dank an Aleksander für die vielen Stunden Arbeit, die er in dieser Sache investiert (hat) und für das Verfassen des Briefes, hinter dem ich voll und ganz stehe. Aleksander: ich möchte Dir meinen Respekt, Anerkennung und Dankbarkeit hiermit aussprechen🙂

    Ich habe die ewigen Diskussionen um ABA,VB, MIA, BET, Ausbildung zum RVT inzwischen etc. eigentlich schon satt:
    in sämtlichen Gesprächen/Diskussionen, die ich mit Menschen, die vom ABA-Ansatz überzeugt sind und/oder diesen „Ansatz“ auch zur Anwendung bringen, geführt habe, wurde ich – Mutter eines inzwischen erwachsenen Kindes im Autismus Spektrum, Vorsitzende eines Regionalverbandes autismus, beruflich Psychiatrieerfahrene und in der Behindertenarbeit Tätige – wegen „Unkenntnis“ herabgesetzt, durfte mir keine eigene Meinung und Einschätzung erlauben, musste mir anhören, dass ich fehlinformiert sei und dass ABA und Co. (sogenannte intensive behaviorale (Früh)-Interventionen), die einzig wissenschaftlich erwiesenen Lern-Programme seien, die „diesen Kindern und deren Angehörigen“ helfen und sogar autistische Wahrnehmungen und hieraus-resultierenden unangepasste Verhaltensweisen gelöscht werden können. Sämtliche Bedenken wurden mit teilweise perfiden Begründungen ´widerlegt…zumindest wurde das versucht und ich wurde schlicht und ergreifend für „dumm verkauft“ – stets freundlich aber mit einer herablassenden Art. Ich bin kein Gegner von psychotherapeutischer Verhaltenstherapie und mein Kind profitiert bei der Bewältigung von Angststörungen und PTBS hiervon: es wird aber nicht alltäglich analysiert, kontrolliert, manipuliert und kommentiert; außerdem finden die Sitzungen 1x/ Woche statt und nicht +/- 30 Stunden pro Woche UND ich = Mutter bin Mutter und nicht „Therapeut“, wobei die Bezeichnung Therapeut beim ABA-Ansatz auch sowieso fehl am Platz ist. ABA ist keine Therapie, sondern „angewandte Verhaltensanalyse“ bzw. angewandte Verhaltenswissenschaft…..
    Knospe schreibt: (Quelle unter dem Abschnitt)
    (…)Und so funktioniert ABA:
    Wenn ich ein Kind veranlassen möchte, ein neues Verhalten auszuüben, kann ich seine Umgebung so verändern, dass der einfachste Weg für das Kind ist, das zu bekommen was es möchte, wenn es dieses Verhalten demonstriert. Ein solch gelungenes Verhalten wird dann positiv mit Belohnungen verstärkt. In einem guten ABA-Programm gewinnt jeder! Das Kind lernt, wie es effektiver und rationeller zum Ziel gelangt, und die Familie gewinnt ein Kind mit zunehmender sozialer und kommunikativer Kompetenz. Vielen Kindern gelingt es sogar, durch kleine Schritte des ABA-Programms, ganz langsam aus ihrer Diagnose zu entweichen.
    Der erfreuliche und aufregende Moment der ABA-Konzeption ist eigentlich, dass sie jedermann mit gesundem Menschenverstand anwenden kann. Alles, was man zunächst braucht, sind die grundlegenden Verhaltensprinzipien, die man dann seinem Kind beibringt. ABA kann somit jede Fähigkeit lehren. Wichtig ist allein, dass man die beste Strategie herausfindet und diese bei einer Fähigkeit anwendet, die man versucht, dem Kind beizubringen. Dabei können wir auf die Ergebnisse 50-jähriger Forschung zurückgreifen und müssen uns nicht über ‚Versuch und Irrtum’ vorantasten. Glücklicherweise sind die Methoden bekannt und stehen uns zur Verfügung.
    Das einzige Problem ist, dass ABA nicht einfach nur ein Programm ist, das man anwendet. Ihr Kind lernt nämlich schon jetzt von seinem Umfeld. Und ob Sie nun ABA sach- und fachgerecht anwenden oder nicht, die Umgebung prägt Ihr Kind ständig. Und deshalb muss man danach fragen, was Ihr Kind allein durch sein Umfeld schon gelernt hat. Und die Antwort wird sein: „Es hat jede seiner Verhaltensweisen bereits gelernt, von der ich jetzt gerne wüsste, wie man sie ändern kann.“(…) Quelle: http://knospe-aba.com/cms/de/infos-ueber-aba/allgemeine-infos/warum-aba.html

    Sehr geehrte Menschen von Aktion Mensch,

    es kann nicht angehen, dass Sie –nachdem sSe bereits die IfA mit dem BET mit 250.000 Euro fördern, möglicherweise den Antrag stattgeben und auch noch das MIA-Projekt, welches denselben Ansatz hat, auch noch unterstützen!!! Haben Sie nicht erkannt, dass der 2. Vorsitzender des IfA das MIA konzipiert hat und in Münster sitzt? Es ist doch eine und dieselbe Sache und Grundrichtung!
    Ich bitte Sie dringend UNS als Experten/innen in eigener Sache und als Experten/innen unserer Kids anzuhören und unsere fundierten und begründeten Bedenken und ethischen Einwände ernst zu nehmen. Weltweit treten Menschen im Autismus Spektrum und deren Angehörige für ethisch unbedenkliche, bedarfs- und bedürfnisgerechte Fördermöglichkeiten ein. Sie warnen vor bestimmten (scheinbar) „evidenzbasierten“ Methoden….teilweise aus der Selbsterfahrung/ -erkenntnis heraus! „Wir“ beraten und informieren, klären auf und machen das alles für kein Geld, erhalten keine „Förderung“ hierfür….wir beraten uns und uns gegenseitig, informieren uns und sind, auch wenn viele von uns nicht einen akademischen Titel oder einen sicheren Arbeitsplatz haben, durchaus in der Lage klar zu denken, zu differenzieren, zu reflektieren, zu analysieren; wir stehen auf und stehen den Menschen zur Seite, die nicht in der Lage sind sich selber zu äußern und für diejenigen, die nicht gehört werden oder denen es nicht ermöglicht wird „gehört“ zu werden.
    Können Sie sich vorstellen, dass es als skandalös erlebt wird, wenn Beratungsstellen für Menschen im Autismus Spektrum und deren Angehörigen ums Überleben kämpfen oder erst gar nicht aufgebaut werden können, weil diese wertvolle und umfassende Arbeit NICHT mit solchen Summen durch Aktion Mensch gefördert wird sondern, wenn überhaupt lediglich eine sehr geschmälerte Anschubfinanzierung durch Sie erhalten? Können Sie sich vorstellen, dass ich das als Ungerechtigkeit erlebe, wenn ein ethisch bedenkliches und „gut verkauftes“ Projekt mit sage und schreibe 250.000 Euro gefördert wird während die so nötigen Initiativen für Beratungsstellen –mit! und für Menschen im Autismus Spektrum und deren Angehörigen- quasi leer ausgehe? Können sie sich vorstellen, dass sehr viele Menschen im Autismus Spektrum, aber auch sehr viele Angehörige UNENTGELTLICH Tag für Tag sich „selbstlos“ einsetzen, beraten, aufklären, informieren, begleiten, unterstützen und helfen??? Selbsthilfe ist hier auch so ein Stichwort…
    Hören Sie UNS an. Uns braucht man nicht von ABA etc. zu überzeugen. Wir sind bestens informiert! Es hat auch keinen Sinn, wenn der Versuch gestartet wird, uns zu indoktrinieren. Wir (weder Menschen im Spektrum noch deren Angehörigen…bis auf wenige Ausnahmen) haben uns auch ohne ABA-Studium in Californien umfassend informiert, haben mit vielen Menschen gesprochen oder auf anderer Weise kommuniziert und sind auch (mit und) ohne akademischen Titeln und Zertifikate von ABA-Ausbildungsstätten, durchaus in der Lage, uns Wissen anzueignen und unsere fundierte Meinung und Einschätzung zu vertreten – hierfür brauchen wir keinen Titel, sondern GEHÖR, AKZEPTANZ und EMPATHIE!!!

    Mit freundlichen Grüßen
    Mother and Mother‘s Daughter

  64. Juwel schreibt:

    Furchtbar. Als Mutter eines sehr klugen, respektvollen und sehr sachlich denkenden Asperger-Kindes finde es zutiefst erschreckend und verabscheuungswürdig, im 21. Jahrhundert noch von „Umerziehungsmassnahmen“ bez. Autisten lesen zu müssen.
    Es sind die nicht adäquaten Umfelder, unlogisches oder unwürdiges Denken, die Autisten zu schaffen machen können, wie auch einem Großteil der Bevölkerung überhaupt. Erst durch viele Autisten hat in vielen Bereichen menschlichen Zusammenlebens und innovativerem Denken eine menschenwürdige Entwicklung stattgefunden, wurden Inspirationen gesetzt.
    Frau Dr Cordes fällt mir nun schon eine Weile mit ihren teils erschreckenden und mehr der Sache behindernden Aussagen auf. Für mich klingt sie nach vielen Jahren ausgebrannt und in der Sache mehr und mehr hilflos. Sie sollte dringendst ihr Betätigungsfeld wechseln und nicht mehr als sog. Autismusexpertin gehört werden. Denn das ist sie keinesfalls. Sie ist reine Theoretikerin, den Menschen selbst, speziell Autisten, hat sie mit der verbindenden Würde unseres menschlichen Daseins und der vielen Möglichkeiten, wenn man nur bereit wäre, die Stärken der Induvidien, speziell die der Autisten, zu erkennen, offenkundig nie gesehen oder kennenlernen wollen.

  65. Ulla Meier schreibt:

    Ich unterzeichne den Brief auch !

  66. butterblumenland schreibt:

    Ich unterzeichne diesen Brief ebenfalls.
    Aktion Mensch, denkt an die Botschaft, die ihr transportieren wollt. Was ihr da fördert (IfA und auch MIA) basiert auf der Denkweise, dass Autisten keine Menschen wären, dass man ihnen erst eine Persönlichkeit von außen aufdiktieren müsste. Könnt ihr das im Jahr 2015, in der Zeit von gelebter Inklusion, tatsächlich verantworten?

  67. Anja H. schreibt:

    Ich unterzeichne diesen Brief!

    Für mich, für meinen Sohn, für meine Tochter und für alle anderen Autisten!

  68. Astrid Fink-Niehles schreibt:

    Ich unterzeichnet auch. Sowohl als perfekt angepasste Aspergerin die nie zwangsweise konditioniert wurde, als auch als Mutter eines Asperger-Kindes, die ihren Sohn nicht verbiegen lässt, denn er ist perfekt wie er ist.

  69. Dario schreibt:

    Hallo Alexander,

    ich danke dir für dein unermüdliches Engagement in dieser Sache und unterstütze deinen offenen Brief an die Aktion Menschen in jeder Hinsicht. Betrachte mich hiermit als Mitunterzeichner!

    Dario

    Zu meinem Hintergrund: Selbst habe ich glücklicherweise keine Erfahrung mit ABA, aber als (zu Kinderzeiten noch unerkannter) Asperger-Autist habe ich ebenfalls unter rigiden Erziehungsmethoden gelitten, wo mir wenig Raum zur eigenen Entfaltung gegeben wurde; wo man ständig meinte, man müsste mir mein „falsches“ und „ungezogenes“ Verhalten austreiben. Über Jahre hinweg hat man versucht, mich zu einem Menschen umzuerziehen, der ich nicht bin und der ich niemals sein kann. Auch ich hatte mich als Kind ausschließlich danach zu richten, was die Erwachsenen von mir erwarteten ‒ egal ob es mir damit gut ging oder nicht. Schlussendlich bin ich an diesen Methoden zerbrochen und musste jahrelang therapeutisch behandelt werden ‒ ohne dass ich jemals zu dem Menschen wurde, den man zu Kinderzeiten aus mir machen wollte. Meine Würde und meinen Selbstwert habe ich erst im Erwachsenenalter wiedergefunden.

    Die Gewaltkomponente kommt bei ABA heute nicht mehr so offen daher wie zu Zeiten von Lovaas. Sie ist aber immer noch vorhanden, nur sehr viel subtiler und versteckter. Wenn man sich ansieht, wie ABA bis heute umgesetzt wird, wenn es in den entsprechenden Programmen z.B. heißt, der Erwachsene soll in jeder Situation die „totale Kontrolle“ über das Kind behalten; der Erwachsene allein soll entscheiden was das Kind machen darf und was nicht, womit es spielen und sich beschäftigen darf ‒ dann sehe ich darin erschreckende Parallelen zu den berüchtigten Erziehungsheimen der 1970er- und 1980er-Jahre, die ich noch aus eigenem Erleben kennengelernt habe.

    Bei ABA scheint man noch heute mit extrem autoritären Methoden zu arbeiten, wie sie in der heutigen Pädagogik (normalerweise) längst überwunden sind; die man heute ganz klar der psychischen Gewalt zuordnen würde. Dass man solche Methoden bei autistischen Kindern nicht ebenso klar als Gewalt benennt, sondern sie (mittels professioneller Marketing-Rhetorik) zur „medizinisch notwendigen Therapie“ umdeklariert, empfinde ich als unerträglich. Bei autistischen Kindern scheinen leider ganz andere Maßstäbe zu gelten, wo man die Grenze zu Gewalt und Misshandlung ansetzt, als man das bei nicht-autistischen Kindern tun würde. Auch das finde ich unerträglich, denn ich habe selbst erlebt, wie hilflos und ohnmächtig man sich als autistisches Kind fühlt, wenn einem ausschließlich Gehorsam, Unterordnung und Anpassung abverlangt werden, ohne dass man sich als kleine Persönlichkeit gesehen und respektiert fühlt. Das ist meine Motivation, aus der heraus ich den Kampf gegen ABA unterstütze, weil ich mich aus meiner eigenen Geschichte dazu verpflichtet fühle.

    Die Methoden, mit denen bei ABA bis heute gearbeitet wird, erzeugen bei vordergründiger Betrachtung brave, angepasste und pflegeleichte Menschen. Diese Methoden ziehen aber auch in hohes Risiko nach sich, dass die Kinder innerlich gebrochen werden und vielerlei Folgeerkrankungen zeigen, die in keinem Verhältnis stehen zu den vordergründigen Anfangserfolgen. Menschlich und auch medizinisch ist das vollkommen inakzeptabel, aber irgendwie passt ABA ganz in den heutigen Zeitgeist von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft: Hauptsache, ein paar schnelle Anfangserfolge, die mit professionellen Marketing-Strategien umworben werden; was langfristig daraus wird, interessiert dann später niemanden mehr, solange der Profit und das eigene Image stimmt. Um mehr geht es bei ABA nicht – und ging es nie!

  70. sam Becker schreibt:

    ich Unterzeichne ebenfalls und wünsche mir kein ABA für Autistische Kinder und Menschen

  71. dasfotobus schreibt:

    Hat dies auf dasfotobus rebloggt und kommentierte:
    Bitte zeichnet diesen Brief an die Aktion Mensch bei Quergedachtes mit!

  72. soor schreibt:

    selbstverständlich unterschreibe ich auch.

  73. Ich unterschreibe auch!

  74. Ida schreibt:

    Ich unterzeichne den Brief. ABA ist menschenverachtend und darf nicht gefördert werden. Es sollte offiziell verboten werden. Die würde des behandelten Menschen wird mit Füßen getreten!

  75. coco schreibt:

    Ich unterschreibe das gerne!
    ABA bedeutet, einem Rollstuhlfahrer aus dem Stuhl zu kippen, damit er endlich laufen lernt. Es bedeutet, einem Gehörlosen die Augen zu verbinden, damit er seine Ohren trainiert. Jeder würde so eine „Therapie“ verbieten – aber an Autisten geht sie irgendwie in Ordnung.

  76. ganda schreibt:

    Ich schließe mich vollumfänglich an und zeichne diesen Brief.

  77. L. Hornung schreibt:

    Den Eindruck habe ich auch, dass die Aktion Mensch nur recht oberflächlich prüft, was sie da fördert. Gut klingen muss es. Das ist bei 250.000 € Fördersumme doch sehr nachlässig. Die Krönung ist, dass die von der Aktion Mensch die Einwände des Blogschreibers nicht hören wollen. Meine Unterstützung hat er

  78. Tim Feldmann schreibt:

    Geteilt, unterstützt und hiermit mitgezeichnet.

  79. Matthias Mala schreibt:

    Ich unterzeichne,
    Vor etwa 30 Jahren stritt ich gegen ein ähnliches Konzept von Zwangserziehung. Mein Ziel war, dass gehörlose Kinder begleitend in Gebärdensprache unterrichtet werden. Damals etwas unvorstellbares, denn man hielt sich noch an die Forderungen des Mailänder Kongresses von 1880, der die ausschließliche Unterrichtung in Lautsprache empfahl, um so die Sprachbildung der Gehörlosen zu fördern. Eine fatale Entscheidung, da sie über ein Jahrhundert die Bildung der Gehörlosen erheblich beschränkte.

  80. semilocon schreibt:

    I’m in! Also, ich unterschreibe mit!

  81. Ich habe überhaupt keinen persönlichen Bezug zu dem Thema, aber die Argumentation dieses Briefs leuchtet mir völlig ein. Man soll niemals über die Köpfe der Betroffenen hinweg entscheiden.
    Deshalb unterzeichne ich.

  82. Ellas Blog schreibt:

    Lieber Aleksander, ich schließe mich sehr gerne und in vollem Umfang Deinen Zeilen und Deinem Aufruf an. Außerdem möchte ich Dir meinen größten Respekt für Dein Engagement aussprechen. Hier mein persönlicher Appell an die Aktion Mensch, den ich auch auf meiner Website veröffentlicht habe:

    Sehr geehrte Mitarbeiter von Aktion Mensch,

    bitte nehmen Sie sich Zeit, die überaus berechtigten Bedenken, die es gegen ABA-Methoden gibt, zu lesen und zu hören. Inzwischen sind immer wieder einzelne Stimmen laut geworden, die sich mit großem persönlichen Engagement gegen diese Maßnahmen der Konditionierung aussprechen. Leider führte es in der Vergangenheit immer nur zu kurzzeitiger Aufregung, dann wurden die Konflikte ausgesessen und schließlich bewegte sich nichts. Das liegt vor allem daran, dass die Methodik in den letzten Jahren immer weiter die Therapielandschaft infiltrierte und so eine Lobby aufgebaut werden konnte, innerhalb der sich unterschiedliche Institutionen und Einzelpersonen gegenseitig stützen. Dabei darf man nicht vergessen, dass es um viel Geld geht – Geld für Forschung, Arbeitsplätze wie Schulbegleiter, Therapeuten, Co-Therapeuten, Ausbildungsangebote usw. Es ist schwer und nahezu unmöglich, hier als Privatperson gegen anzukommen. Außerdem gilt es zu bedenken, dass sich ABA immer wieder auch hinter anderen Namen, neuen Therapiemethoden und –konzepten versteckt, mit denen sich Institutionen oder Einzelpersonen profilieren möchten bzw. verschleiern, dass es sich um die inzwischen sehr umstrittenen Methoden von ABA handelt. Leider macht sich dieses zunächst subtile Sich-Ausbreiten von ABA inzwischen auch in der Praxis bemerkbar, wenn z.B. Eltern von beeinflussten Ämtern vorgeworfen wird, das Wohl ihres Kindes zu gefährden, weil sie es nicht bis zu 40 Stunden in der Woche einer Methodik der Umerziehung und Anpassung aussetzen wollen.

    Ich appelliere mit großem Nachdruck an Sie, sehr geehrte Mitarbeiter von Aktion Mensch – bitte nehmen Sie den von Herrn Knauerhase initiierten Aufruf und sein Angebot sehr ernst. Die Menschen, um die es hier geht und die aufstehen und sich äußern, tun dies nicht, weil sie gerade nichts Besseres zu tun haben oder weil sie pauschal gern kritisieren und gegen etwas sein wollen. Sie tun das, weil sie sich als Autisten in ihrer Würde verletzt fühlen und weil sie für Respekt kämpfen, der ihnen als Menschen, die anders wahrnehmen, zusteht. Oder sie stehen für diese Sache ein, weil sie Eltern von Kindern sind, die sie in der Zukunft in einer Gesellschaft leben wissen wollen, die sie fördert und unterstützt und nicht anpassen und normalisieren will.
    Ich selbst bin keine Autistin, sondern Mutter eines frühkindlichen Autisten. Und ich habe größten Respekt vor allen Menschen, die eine Diagnose im Autismus-Spektrum haben und sich täglich mit den Herausforderungen, die ihr besonderes Leben mit sich bringt, auseinandersetzen müssen. Meine kritische Haltung gegen ABA habe ich sowohl in meinem Blog, wie auch in der Zusammenarbeit mit dem Regionalverband „autismus Mittelfranken e.V.“ ausführlich dargelegt. Sie können diese hier nachlesen: http://www.autismus-mfr.de/images/articles/Stellungnahme_gegen_ABA.pdf

    Bitte bringen Sie den Menschen, die sich im Moment eindringlich an Sie wenden, Respekt entgegen, indem Sie ihre Entscheidung, ABA-Projekte zu unterstützen, neu überdenken. Bitte hören Sie sich die Bedenken und Argumente von Autisten an, bitte sprechen Sie mit den Menschen, die es in allererster Linie betrifft, mit den Autisten selbst.

    Weitere Stellungnahmen und Meinungen finden Sie gesammelt hier: http://ellasblog.de/ellas-blog/therapien-und-methoden/weitere-aba-kritik/

    Ich hoffe sehr, dass Sie als große Institution Ihre Verantwortung wahrnehmen, ein Zeichen zu setzen – ein Zeichen gegen Normalisierung, Funktionalisierung und Anpassung – ein Zeichen für Respekt, Toleranz und damit für Inklusion – ein Wert und Ziel, „das auf Ihren Fahnen steht“.

    Silke Bauerfeind alias Ella (Ellas Blog)

  83. Ewa Niwinska schreibt:

    Ich unterzeichne ebenfalls.

  84. Reiner Sauer schreibt:

    Ich unterstütze das vorbehaltlos!

  85. Anke Vandersee schreibt:

    Ich unterzeichne gerne

  86. Diana Gerstner schreibt:

    Selbstverständlich Unterzeichne ich !

  87. Ich unterschreibe hier als betroffene Autistin. Kein ABA!

  88. Pingback: Lotterie des tages | Schwerdtfegr (beta)

  89. Marie schreibt:

    Ich unterzeichne, immer wieder, bei jedem Artikel!

  90. Forscher schreibt:

    Ich unterzeichne ebenfalls voll und ganz den Brief von Aleksander. Als spätdiagnostizierter Autist, der nicht glauben kann und will, dass gerade das unbeschwerte Kindesalter mit 40-50 Std. Therapie pro Woche vollgestopft werden soll, um Kindern den Autismus auszutreiben. Aktion Mensch oder Aktion XY?

  91. SabineP schreibt:

    Ich unterschreibe auch.

  92. Annette Ziehl schreibt:

    Ich unterzeichne hiermit.

  93. Sarah Romig schreibt:

    Hiermit unterzeichne ich!
    Kein ABA, für nichts und niemanden!!!

  94. Project Enigma schreibt:

    Ich bin auch Autistin und komme recht brauchbar durch das Leben, ohne die „wissenschaftlich“ begleitete mind control durch ABA oder ähnliches. Und ja, nichts anderes als mind control ist ABA. Und da passt ja auch die Parallele, dass auch die mind control-Experimente der CIA „wissenschaftlich“ (begleitet) waren (sind?).

    Und wer Geld gibt ist schon dadurch nicht neutral.

  95. Lovey Wymann, www.Schreib-Lounge.ch schreibt:

    Ich frage mich, ob irgendjemand das gleiche Prinzip auf andere Fälle anwenden würde. Man könnte ja, nach den gleichen Regeln, einem Depressiven beibringen, zu lachen, wenn es ihm schlecht geht; statt sich zu verkriechen Party zu machen; wenn er schwarze Gedanken hat, im Garten Blumen pflanzen. Und wenn er sich dann umbringt weil er seine Verzweiflung nicht mehr aushält, werden alle Fragen: Warum denn? Er war doch immer so fröhlich?

    In diesem Sinne: Oh ja, das unterzeichne!

  96. Ami schreibt:

    Ich unterzeichne hiermit auch!

  97. Kiwigirl schreibt:

    mein name ist mara li radtke selbst asperger autistin und kollegin.
    ich habe es eigenständig hinbekommen mich komplett anzupassen, was ja das ziel von aba ist, ich bin gut integriert, arbeite im sozialen bereich und niemand merkt das ich anders bin.
    sicherlich sind einige techniken hilfreich, aber ich möchte deutlich betonen was es auf der einen seite für ein stress bedeutet jederzeit 150% zu funktionieren, was für eine enorme kognitive arbeit und das dies nicht gleichzeitig bedeutet, dass es automatisch passiert und ich weil ich in anderen augen besser funktioniere als andere autisten deswegen weniger stress habe, ich zeige den stress nur nicht, bzw andere erkennen ihn nicht, denn ich kann ihn nicht nonverbal zeigen.
    auf der anderen seite möchte ich deutlich hervor heben wie starke selbstverleumdung derartig hohe anpassung bedeutet und welche enormen schwierigkeiten sich selbst anzunehmen dies mit sich zieht. meiner auffassung nach endet dies in der begleiterkrankung depression!
    ich bin das ergebnis einer völligen anpassung, genau das was aba erzeugen will, ich möchte aber betonen das nur weil der stress nicht gesehen werden kann, dies nicht bedeutet das er nicht da ist!
    meiner meinung nach muss ein mittelweg gefunden werden zwischen anpassung und man selbst sein ubd das von beiden seiten! hiermit unterzeichne ich mara li radtke diesen brief! vielen dank

  98. Meike Manzius schreibt:

    Vielen Dank für den Einsatz!!!

    Lieben Gruss

    Meike Manzius

    EDIT: Persönliche Daten wurden entfernt

  99. Peter H. schreibt:

    Ich unterzeichne!

    ABA ist eine menschenunwürdige Praxis. Da spielt es auch keine Rolle, welche „Art“ ABA praktiziert wird – der Grundgedanke ist unmoralisch und degradiert den Autisten zu einem Tier, das man nach seinen Vorstellungen konditionieren und der Norm anpassen kann. Ein solcher Gedanke ist in meinen Augen faschistisch und mit den Zielen der Inklusion sowie den Grundwerten unserer Verfassung in keinster Weise zu vereinbaren.

  100. Mynios schreibt:

    Ich unterzeichne.

  101. Prof. Dr. Georg Theunissen schreibt:

    Eine Förderung „naiver“ ABA im Sinne des eng gestrickten Lovaas-Ansatzes (DTT, Verhaltensmodifikation im Sinne bloßer Anpassungstherapie o. ä.) ist wissenschaftlich umstritten und abzulehnen. Stattdessen gibt es evidenzbasierte Alternativen wie z. B. pivotal response training (PRT) oder „natural learning“ (situationsbezogenes Lernen) oder das breit angelegte Konzept der Positiven Verhaltensunterstützung (positive behavioral suppport), die gleichfalls behaviorale Strategien nutzt, aber über ABA hinausgeht, indem kontextbezogene, stärkenorientierte, subjektzentrierte bzw. persönlichkeitsunterstützende Angebote und Maßnahmen fokussiert werden.

  102. Manuela Langer schreibt:

    Ich unterschreibe ebenfalls.

  103. spiffpp schreibt:

    Ich unterstütze den Brief.

  104. spiffpp schreibt:

    Hat dies auf Perspektiven rebloggt.

  105. Inkshadows schreibt:

    Unterzeichnet.

  106. butterblumenland schreibt:

    Hat dies auf butterblumenland rebloggt und kommentierte:
    Bitte unterschreibt diesen offenen Brief bei Quergedachtes in den Kommentaren.

  107. Leticia mit Dennis, Jonas und Sina schreibt:

    Auch wir unterzeichnen diesen Brief mit bestem Wissen und Gewissen. Es kann und darf niemals Ziel sein, Menschen und vor allem wehrlose Kinder zu brechen um sie dann „um zu erziehen“. Auch ein Mensch mit Autismus hat ein Recht auf freie Entfaltung, auf gewaltfreie (auch psychischer Druck ist in meinen Augen Gewalt) Erziehung, Respekt und Akzeptanz für sein „Anders sein“ und vor allem ein Recht auf eine Kindheit und sein eigenes Leben! Unsere Pflicht als Eltern und Gemeinschaft besteht darin, sie zu bestärken in dem was sie gut können und ihnen mit Liebe und viel Geduld zu zeigen und vor zu leben, was besser sein könnte, ohne ihr zartes Wesen zu verletzen!

  108. sillysybok schreibt:

    Als Vater eines autistischen Sohnes bin ich auch dabei. Unterschrieben.

  109. Michael schreibt:

    Nachdem ich gestern früh hier schon unterzeichnet hatte, bin ich von der bisherigen Resonanz völlig begeistert. Noch nie habe ich eine solche Intensität bei diesem Thema gesehen. Die „Szene“ organisiert sich – ich erwarte nun eine klare Antwort der Aktion Mensch. Das Thema erreicht eine große Öffentlichkeit.
    Nochmals Dank an Aleksander. Gruß Michael

  110. Claudia Hartel schreibt:

    Da ich gegen ABA bin unterzeichne ich hiermit und hoffe das die Art von „Therapie“ irgendwann ganz verboten wird.

  111. Aada K. Lopez schreibt:

    Auch ich unterzeichne!

  112. muetzentraeger schreibt:

    *Unterschreib*

    Wenn ich das so lese muss ich eines feststellen: Frau Cordes hat den Beruf verfehlt.
    1. “Es geht darum, dass die Kinder ihr gelerntes autistisches Verhalten vergessen und ein neues Verhalten erlernen”
    Sie verkennt hier, dass es angeboren ist und geht stattdessen davon aus, dass es anerzogen bzw. angelernt sei. Warum sollte es das sein? Der Weg von diesem Statement zu „Impfungen verursachen Autismus“ ist m.E. nicht mehr weit.

    2. “Kinder mit Autismus können nicht von sich aus lernen”
    Gut, dass mir das auch mal jemand sagt. Wenn ich das früher gewusst hätte😮
    Mich irritiert nur, dass ich ein durchaus akzeptables Abi geschafft habe (es gab Nicht-Autisten, die einiges schlechter waren), mich in der Ausbildung und auch in der BBS Kollegen zufolge durchaus ordentlich anstellen (bislang Notenschnitt von 1,irgendwas) oder gar eine ordentliche Latein-Note schaffen können. Und dass es mit dem Programmieren hakelt, kann ja nun auch ganz andere Gründe haben.

  113. Für Kinder schreibt:

    Ich unterzeichne hiermit und wünsche mir eine stärkenorientierte Förderung endlich auch für Deutschland.

  114. Stefanie Dell schreibt:

    Bisher hatte ich Aktion Mensch als seriös empfunden…nun bleibt mir aber die Spucke weg (rw). In der heutigen Zeit sollten wir doch mittlerweile fortschrittlicher geworden sein und ein Umdenken möglich machen. ABA ist Konditionierung und dies an den unschuldigsten Geschöpfen unter uns, unseren Kindern. Meine Kinder sind beides Autisten, mein Sohn sogar nonverbal aber es sind eigenständig denkende Menschen, die sehr wohl in der Lage sind sich etwas beizubringen….ansonsten wäre mein 5 jähriger Sohn bestimmt nicht in der Lage, ständig die Alterbegrenzung fürs Internet die durch ständig wechselnde Codes geschützt sind zu knacken…..Klischeehafter geht es kaum noch….ich werde immer und immer wieder meine Unterschrift gegen ABA setzten aus Liebe zu meinen Kindern!!!

  115. Carina Borriß schreibt:

    Ich bin Autistin, stimme dem Brief absolut zu und zeichne ihn mit.

  116. Sabine schreibt:

    Hallo

    ich unterschreibe den Brief mit voller Überzeugung denn ich kann nur den Kopf schütteln warum so ein Mist unterstützt wird.
    Ich bin selber Mutter von zwei Autisten.
    Lg

  117. Marleen Donath schreibt:

    Unterschrieben!

  118. Nadine Lissowski schreibt:

    Ich unterzeichne hiermit als Mutter eines autistischen Sohnes. Kein ABA!

  119. schnecke22 schreibt:

    Ich unterzeichne diesen Brief ebenfalls.
    ABA darf auf gar keinen Fall unterstützt werden, da dies traumatisierend ist und die Seele erheblich verletzt!

  120. Cornelia Dengl schreibt:

    Ich unterschreibe diesen Brief auch.

  121. Jasmin Kox-Brötz schreibt:

    Unterstütze ich gerne!!!!Weil der Verfasser des Briefes einfach nur Recht hat!

  122. Batschpeng schreibt:

    Hiermit unterzeichne ich den offenen Brief, verfasst von Herrn Knauerhase, mit Vehemenz.

    Batschpeng

  123. Zamboli schreibt:

    Unter Integration verstehe ich etwas anderes als ABA. Seit dem Schuleintritt unseres Sohnes versuchen die Pädagogen und Therapeuten ihn zu verändern, statt ihn mit seinen Stärken und Schwächen zu akzeptieren. Er ist ein sehr wertvolles Mitglied dieser Gesellschaft so wie er ist.
    Ich unterschreibe sehr gerne!

  124. Bruder Nils schreibt:

    Unterstütze ich auch gerne, weil der Verfasser des Briefes für mich wirklich überzeugend klingt!

  125. A.Read schreibt:

    Ich unterzeichne ebenfalls…das Zitat “ Autisten können nicht von sich aus lernen“ ist das Dümmste, was ich seit langem über Autisten gehört habe. Gruss, Mutter eines Autisten, der jeden Tag etwas lernt, ganz aus sich selbst

  126. Marco T schreibt:

    Sorry, wenn ich euch als Nicht-Autist in die Suppe spucken muss, aber die Aktion Mensch ist fachlich nicht qualifiziert, die Qualität einer Therapie zu beurteilen. Stellen wir uns einfach mal vor, die würden sagen, diese Gebärdensprache ist doch doof, die Gehörlosen sollen lautsprachlich kommunizieren, was wäre dann in der Gehörlosen-Community los? Julia P. würde explodieren;-) Ich fürchte, die Autisten haben versäumt, ihren eigenen Stall aufzuräumen, denn wer sonst als ihr könnte gegen solche Methoden wie die beschriebenen legitim vorgehen? Woher soll Irgendein DAU wissen, was gut für Autisten ist, wenn die Meinung von Knauerhase gegen die einer anderen Person steht? Fragen über Fragen, die in diesem Brief leider nicht beantwortet werden.

    • Forscher schreibt:

      Das Gesprächsangebot von Aleksander stand ja, um Aktion Mensch darüber aufzuklären, weshalb ABA abzulehnen ist. Ebenso gibt es Beiträge, die aufzeigen, dass es keine fundierten wissenschaftlichen Grundlagen für ABA gibt, z.B. hier http://blog.realitaetsfilter.com/2015/05/06/die-wissenschaft-von-aba/

      Es wäre nur fair gewesen, erst einmal die Ansicht von Alexsander anzuhören, bevor man schwere Geschütze mit der mächtigen ABA-Lobby auffährt. Im Zweifelsfall haben – leider – Betroffene immer das Nachsehen gegenüber sogenannten Experten.

    • Fiz Banina schreibt:

      Wenn eine Organisation nicht qualifiziert ist, ein Projekt zu beurteilen, dann sollte sie es vorher von unabhängigen Fachleuten prüfen lassen UND, da es um den Umgang mit Menschen geht, die gut in der Lage sind für sich selbst zu sprechen, diese anhören. Wenn nicht im Vorfeld, dann spätestens, wenn ihr Protest eintrifft.
      Der Gebärdensprachenvergleich „hinkt gewaltig“, denn die Gehörlosen sind DAFÜR, die autistische Community jedoch stellt sich GEGEN die geförderte und, wie immer weider betont werden muss, menschenverachtende ABA-Therapie.
      Im Brief, wie auch im vorausgegangenen Schriftverkehr, handelt es sich auch immer ausschließlich um die Bitte, unseren Bedenken Gehör zu schenken, vorerst nicht mehr und nicht weniger. Und diese Bitte zu transportieren, vermag der Brief vollumfänglich!
      (Nachtrag: Ich bin nicht immer gut in der Dekodierung „geflügelter Sprache“, deshalb die Frage: Was bedeutet, wir hätten unseren „Stall ausräumen sollen“? Andersdenkende Autisten den Mund verbieten, oder gleich ganz „entsorgen“? Das ist gewiss nicht unsere Art :/)

    • Atari-Frosch schreibt:

      „Die Autisten“ haben gar nichts versäumt. „Die Autisten“ sind nämlich oft genug damit beschäftigt, in einer nicht für sie geeigneten Welt ihr Leben auf die Kette zu kriegen, häufig zusätzlich beeinträchtigt durch Depressionen. Nicht „wir“ haben versäumt, unseren Stall aufzuräumen, sondern die, die sich als Helfer gerieren, haben versäumt, uns zu fragen, weil sie lieber bevormunden als zuzuhören.

      Einer Minderheitengruppe vorzuwerfen, sie hätte sich nicht genügend gewehrt, während eine Mehrheit versucht, sie für unmündig zu erklären, finde ich, um es höflich auszudrücken, schon ein wenig daneben.

  127. Robinsonja schreibt:

    Ich unterzeichne ebenfalls.
    ABA macht kleine Menschen kaputt, die sich nicht wehren können.
    Es verhindert, dass sie ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln können und ein Gefühl für ihre eigenen Bedürfnisse.
    Es zwingt die Kinder in ungesunde, unnatürliche Zwangs- und Befehls-Beziehungen mit ihren Bezugspersonen und verhindert das Erlernen vernünftigen Sozialverhaltens.

    Und glauben Sie wirklich, liebe Aktion Mensch, wenn Sie einen Fisch lange genug auf einen Baum werfen, wird er ein Eichhörnchen?

  128. Anja Schafstall schreibt:

    Lieber Aleksander,
    gerne unterzeichne ich Ihren Brief.
    Viel Erfolg
    Anja

  129. Pascale Brauch schreibt:

    meine Unterschrift habt ihr!

  130. caro schreibt:

    Da muss sich definitiv was tun…dringend! !
    Hiermit unterzeichne ich (nt) als Schwester eines autisten diesen Brief an die Aktion Mensch mit der Hoffnung auf schnelle Besserung!

  131. π-rat schreibt:

    *unterschreib*

  132. Nelke schreibt:

    Ich unterschreibe

  133. wusel schreibt:

    Hallo Aleksander,

    Gerne unterzeichne ich diesen Brief mit! Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, anderen Menschen den Respekt entgegen zu bringen, den man selbst von anderen erwartet. Und das unabhängig vom Lebensalter!

    Grüße

    Wusel

  134. akk schreibt:

    Ich unterzeichne!

  135. Pingback: Offener Brief an die Aktion Mensch | Gedankenkarrussel

  136. gedankenkarrussel schreibt:

    Ich unterschreibe auch.
    Danke für’s Schreiben. Die zwei Zitate sagen ja eigentlich schon alles über das Weltbild der „Therapeuten“😦

  137. Hedwig Toth-Schmitz schreibt:

    Ich unterstütze den offenen Brief.

  138. laviolaine schreibt:

    Ich unterzeichne ebenfalls diesen offenen Brief.
    Als Autistin und Mutter kann ich solche extremen und zeitintensiven Umerziehungsmethoden an kleinen Kindern, die teilweise noch nicht einmal ihren 5. Geburtstag gefeiert haben, nicht gut heißen. Solchen „Therapie-Wahn“ mutet man kaum Erwachsenen zu, warum dann ausgerechnet den wehrlosesten und verletzlichsten Geschöpfen?
    Was solche autoritären „Erziehungsmaßnahmen“ bei mir als Kind anrichteten, verbloggte ich erst selbst vor kurzem auf meinem Blog.
    Genau aus diesem Grund bin ich absolut gegen ABA und „ABA-Light“ Therapien.

    Es steht in keinem Verhältnis solche Maßnahmen zu fördern, ohne im Grunde zu wissen was damit auf lange Sicht angerichtet wird und sich letztendlich noch als „neutraler“ Geldverteiler darzustellen, der sich keinerlei Verantwortung bewusst ist.
    Ich wünsche mir, dass die Aktion Mensch (und auch andere Organisationen) die Bedenken der Autisten ernst nimmt und sich eingehend mit der Thematik ABA beschäftigt.

    *unterzeichnet*

  139. Gerd Ziehl schreibt:

    Ich unterzeichne , weil schon der gesunde Menschenverstand diese Methode verbietet. Aber irgendwer wird damit wohl Geld verdienen. Auf Kosten der Kinder.

  140. Hesting schreibt:

    Zwei Punkte, die mir dazu im Kopf herumgehen:
    1. Kompensation
    Müssen wir Autisten alle lernen, in gewissem Maße jedenfalls. Gerade die Woche bei Auticon hat mir gezeigt, daß man als Autist – und vielleicht bei anderen psychischen „Störungen“ genauso – das eigene Ich zu einem bestimmten Prozentsatz verstecken muß, um in der Gesellschaft zu überleben.
    Solange das so bleibt, werden Programme wie ABA weiter boomen.

    2. Kuscheln statt echter Einflußnahme
    Die Aktion Mensch ist ja gerade in den sozialen Netzwerken mit ihrer Videokampagne sehr aktiv. „Triff einen Behinderten* und tauscht Euch über Gemeinsamkeiten aus“. Das ist lieb und nett, blendet aber aktuelle Probleme wie die fehlenden Möglichkeiten zur finanziellen Absicherung völlig aus. Und das geht bei den vielen Körperbehinderten*, die produktiv im Erwebsleben stehen, eigentlich auch auf keine Kuhhaut.

    Ich finde das Verhalten der Aktion Mensch ganz allgemein nicht zeitgemäß. Sie könnten ja beispielsweise auch Gebärdensprachkurse für Rettungsdienstler fördern, davon gibt es viel zu wenig!

    Ich unterschreibe natürlich auch.

    * Sorry für die Wortwahl. Die Gewohnheit.

  141. Aktion Mensch schreibt:

    Sehr geehrter Herr Knauerhase,

    vielen Dank für Ihren Offenen Brief.

    Die Aktion Mensch hat Ihre Kritik an der Applied Behavior Analysis (kurz: ABA), das in abgewandelter Form in dem von uns geförderten Projekt „Bremer Frühfördertherapieprogramm Autismus BFA“ angewandt wird, sehr aufmerksam verfolgt. Das angesprochene Förderprojekt selbst, der Paritätische und auch die Sozialsenatorin von Bremen kommen allerdings zu einer anderen Bewertung in diesem Fall.

    Beide Sichtweisen sind aus unserer Sicht nachvollziehbar. Die Aktion Mensch legt seit ihrer Gründung großen Wert darauf, verschiedene Angebote sozialer Arbeit zu fördern und keiner bestimmten Richtung zugeordnet zu werden. Für uns sind verschiedene Methoden und die Vielfalt in der sozialen Arbeit das Kernstück der sogenannten Wahlfreiheit, der wir uns gegenüber Menschen mit Behinderung und ihrer Familien verpflichtet fühlen.

    Wie kann es jetzt weiter gehen? Unsere Idee ist nach wie vor, die verschiedenen Experten-Meinungen an einen Tisch zu bringen. Wir verstehen uns als Plattform, in der verschiedene Modelle sozialer Arbeit ihren Platz haben und die den fachlichen Meinungsbildungsprozess konstruktiv vorantreibt.
    Um eine ausgewogenen Meinungsbildung zu ermöglichen, schlagen wir darüber hinaus vor, verschiedene Autismus-Experten einzuladen, die in den aktuellen Fall nicht involviert sind, aber die unterschiedlichen Methoden wissenschaftlich vertreten können.

    Sehr geehrter Herr Knauerhase, bitte lassen Sie mich wissen, ob wir bei einem solchen Gesprächstermin mit Ihnen rechnen können.

    Mit herzlichen Grüßen
    Ihr
    Armin v. Buttlar
    (Vorstand Aktion Mensch)

    • KiezkickerDe schreibt:

      Für uns sind verschiedene Methoden und die Vielfalt in der sozialen Arbeit das Kernstück der sogenannten Wahlfreiheit, der wir uns gegenüber Menschen mit Behinderung und ihrer Familien verpflichtet fühlen.

      Wo seht ihr bei dieser Dressur (andere nennen es “Therapie“ – nur was soll bei einer tiefgreifenden Störung denn therapiert werden?) denn die von euch angesprochene “Wahlfreiheit der Menschen mit Behinderung“?
      Die wird durch ABA doch geradewegs genommen, denn die “behinderte Person“ wird ja gerade nicht befragt, ob sie auf so eine Weise therapiert werden möchte.

      Ich hatte gehofft, ihr würdet die Probleme, die behinderte Menschen mit aba haben vetstehen. Alleine dieser Teilsatz sagt mir nun leider, dass dem offenkundig nicht so ist.
      Ich bin glücklicherweise alt genug, als das mir eine derartige “Therapie“form hätte aufgezwungen werden können. Das ist aber nichts, wo ich eine Wahl hatte. Genausowenig wie ich eine Wahl haben würde, wäre ich in der jetzigen Zeit Kind und meine Familie würde diesen Unsinn praktizieren.

      Nein, die autistischen Kinder haben die von euch behauptete Wahlmöglichkeit nicht. Und irgendwann mag es so aussehen, als sei ABA erfolgreich, weil das Kind aus neurotypischer Sichtweise wie gewünscht funktionieren.
      Aber mit Sicherheit nicht aus Sichtweise der behinderten Person.

      Nein, leider nicht so wirklich die Problematik verstanden, @aktion_mensch

      Darf ich jetzt noch unterschreiben, oder muss ich dafür jetzt auch die Familie für befragen und dann nach deren Meinung handeln?
      (Ich fass es nicht)

    • alex kauk schreibt:

      Sehr geehrter Herr v. Buttlar,
      haben Sie sich jemals mit Autismus beschäftigt? Scheinbar nicht, denn sonst würden Sie nicht solch einen Vorschlag des „an einen Tisch setzens“ machen. Sie lesen hier Unmengen von Stellungnahmen, sowohl von Betroffenen als auch von Angehörigen, einen privaten ( wenn überhaupt für Autisten erträglich) Termin mit Herrn Knauerhase sollte durch Sie zu einer geplanten Massenversammlung werden…allein das reicht schon aus, dass ich zutiefst enttäuscht bin, noch dazu bei diesem Thema der Dauerkonditionierung, bei welchem man nicht mal Fachmann sein muss, sondern nur guten Menschenverstand haben, um die Zweifelhaftigkeit dieser Methode zu erfassen.

      Sie setzen sich für behinderte Menschen (also auch uns?) ein ? Und möchten unseren Standpunkt hören?….Lesen Sie, und sollte die Aktion Mensch noch mehr Statements benötigen…kein Problem, aber bitte akzeptieren Sie unsere Grenzen und hören Sie auf mit diesem „an einem Tisch- wir werben für ABA/BET oder was auch immer – Werbeveranstaltung“…allein durch Ihre Finanzierung des Projektes in Bremen sind Sie nicht mehr neutral.
      Ich hoffe sehr, dass Sie besagte „Therapieform“ genaustens prüfen, sicherlich sich auch von anderen Therapieeinrichtungen Meinungen einholen und unsere Meinung hier zur Kenntnis nehmen…vielleicht gewinnen Sie den Ruf Ihrer Neutralität und vor allem auch, dass Sie sich für UNS einsetzen (?) wieder zurück…

      Mit freundlichen Grüßen A.Kauk

    • quergedachtes schreibt:

      Sehr geehrter Herr von Buttlar,

      vielen Dank für Ihre Rückmeldung zum Offenen Brief.

      Ich begrüße Ihren Vorschlag, eine Expertenrunde einzuberufen, an der Experten zum Thema Autismus sitzen, die nicht mit dem aktuellen Projekt verbunden sind. Ich werde gerne an einer solchen Veranstaltung teilnehmen.

      Gleichauf gehe ich davon aus, dass ein solches Treffen Zeit für eine Vorbereitung benötigt und nicht in Kürze stattfinden kann. Ich denke auch, dass bei so einem wissenschaftlich ausgelegten Treffen die moralischen und ethischen Bedenken der Autisten nicht oder nur untergeordnet zur Sprache kommen und berücksichtigt werden.

      Daher möchte ich Ihnen folgendes anbieten:

      Treffen Sie sich mit mir, gerne in Bonn in der Zentrale der Aktion Mensch, und hören Sie sich bitte die Bedenken und Einwände der Autisten, Angehörigen und auch Fachkräfte an. Lassen Sie diese auf sich wirken. Ich denke das Hören und Verstehen dieser Argumente ist ein wichtiger Bestandteil, um anschließend eine Expertendiskussion auf Augenhöhe führen zu können. Es geht hier um die Ängste und Sorgen von Menschen. Gerne können auch weitere Vorstands-, Aufsichtsrats-, oder Kuratoriumsmitglieder der Aktion Mensch an diesem Treffen teilnehmen.

      Als weiteren Kommunikationsweg möchte ich Email vorschlagen, eine Diskussion im Blog ist unübersichtlich und umständlich.

      Mit freundlichen Grüßen

      Aleksander Knauerhase

      Antwort ging auch per Email an die Aktion Mensch.

    • butterblumenland schreibt:

      Sehr geehrter Herr von Buttlar,

      Ihre Argumentation ist nur dann für mich nachvollziehbar, wenn ich davon ausgehe, dass Sie sich nur oberflächlich mit der Argumentation gegen ABA (und darauf basierenden Methoden) befasst haben. Natürlich werden Ihnen die Leute, die ABA propagieren und daran verdienen nur die positiven Aspekte vorlegen. Sie wollen ja gefördert werden. Genau dies wird auch schon seit Jahren kritisiert. Die Langzeitfolgen werden ignoriert oder sogar verleugnet, es zählt nur der kurzfristig sichtbare „Erfolg“. Der IfA-Flyer über das BET bezieht sich ganz klar auf Lovaas. Wussten Sie, dass die Erfolgsquoten von Lovaas nur durch den Einsatz von Schlägen und sogar Elektroschocks zu Stande kamen? Keine weitere Studie konnte seither aufzeigen, dass ABA besser wirksam wäre als andere Frühförderung.

      Sie führen die Wahlfreiheit an. Ist Ihnen entgangen, dass eines der Ziele des IfA-Institutes die bundesweite Einführung der hochintensiven „Frühförderung“ für autistische Kinder unter 5 Jahren ist? Ich habe als Elternteil dann nur noch die Wahl zwischen ABA und keiner Förderung. Als Elternteil, welches frisch mit der Diagnose Autismus konfrontiert wird, habe ich noch gar nicht die Möglichkeit Sinn oder Unsinn einer Therapieform abzuwägen. Dazu gehört sehr viel Wissen über Autismus generell.

      Herr von Buttlar, was ich nicht verstehe und mich ziemlich ratlos hier sitzen lässt: Ich habe Aktion Mensch immer als Interessensvertretung von Menschen mit Behinderung verstanden. Sie machen Werbung für Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe, führen eben dies aber gerade selbst ad absurdum. Sie hören nicht auf die Autisten, deren Interessen Sie angeblich vertreten sondern auf Menschen, die an eben diesen Autisten Geld verdienen. Menschen, die an autistischen Kindern Methoden anwenden, die ansonsten längst verpönt sind? Würden Sie es tatsächlich akzeptieren, wenn man zukünftig Kindern den Blindenstock wegnimmt, weil sie ja lernen müssen, normal zu wirken? Nichts anderes ist es mit dem Antrainieren von Blickkontakt bei autistischen Kindern und dem Abtrainieren von Stimming.

      Ich bin gerade schwer enttäuscht. Dass auf Ihrer Facebookseite sämtliche Hinweise auf diese Kontroverse gelöscht werden, rundet das Bild da nur noch ab.

    • Anita schreibt:

      Sehr geehrter Herr v. Buttlar,

      ich empfinde als Hohn von Wahlfreiheit zu sprechen.

      Im Sinne der Wahlfreiheit mögen Sie vielleicht auch noch offenlegen, welche anderen Projekte die Aktion Mensch zum Thema Autismus fördert und welche sich tatsächlich AN die Autisten richtet, so dass DIESE direkten Nutzen daraus ziehen können?

      Eltern, deren Kinder gerade frisch diagnostiziert wurden, durchlaufen einen „Hürdenlauf“ an Schwierigkeiten, überhaupt irgendwelche Förderung und Hilfen zu erlangen.

      Wenn dann nur noch diese Therapieform angeboten wird, und diese als „umumstößlich Richtige“ dargestellt wird, dann wird Schaden angerichtet. An Schutzbefohlenen.

      Entspricht dies

      Zitat: „Die Aktion Mensch legt seit ihrer Gründung großen Wert darauf, verschiedene Angebote sozialer Arbeit zu fördern und keiner bestimmten Richtung zugeordnet zu werden. Für uns sind verschiedene Methoden und die Vielfalt in der sozialen Arbeit das Kernstück der sogenannten Wahlfreiheit, der wir uns gegenüber Menschen mit Behinderung und ihrer Familien verpflichtet fühlen.“

      diesem Grundsatz und vor allem, gilt dies auch für Autisten?

      Hochachtungsvoll
      Anita

    • Juwel schreibt:

      Gerade lese ich auf der Facebook-Seite von Aktion Mensch den Beitrag der Mitarbeiterin und TV-Moderatorin Sandra Olbrich, dass sie sich gerne helfen lässt, aber „dann, wenn sie es möchte. Treppen, ungewollte Hilfen und Unverständnis sind für sie Aufreger“. Richtig so!
      Dass Aktion Mensch nun gerade diesen wesentlichen Grundsatz der Selbstbestimmung, der Ablehnung von ungewollter physischer oder psychischer Einwirkung auf Körper und Geist mit einer finanziellen Begünstigung eines Mammut-Therapieprogramms pauschal für schon kleinste Kinder und Kinder unterschiedlichster Art in diesem riesigen Spektrum ad absurdum führt, ist unfassbar.
      Gerade für Kinder muss der Schutzgedanke um so höher wiegen.
      Es gibt für die Kinder keinerlei Wahlrecht, kein Recht, wirkungsvoll ein „Nein“ durchzusetzen.
      Jedweder Widerstand, schon jedwedes „falsches“ Verhalten oder Nichtverstehen wird automatisch permanent auf Dauer mindestens mit psychologischer Herabsetzung quittiert. Wo schon die Therapie an sich auf lange Dauer dem Kind das „ich bin falsch“ ins Gedächtnis impliziert, und das für ein Leben lang, nahezu unauslöschbar, mitunter für Belanglosigkeiten, für die man keinen Erwachsenen abstrafen würde.
      Meine Güte, wieviele respektable Menschen kennt man, die keine Hände schütteln, grußlos gehen, Blicke nicht halten, Stimming betreiben (nahezu jeder), mäkelig essen, Föhne und Elektrotzahnbürsten hassen, nicht still sitzen können, nicht gerne reden, cholerisch ausflippen wegen Kleinigkeiten, Menschenmassen vermeiden, plötzlich in die Luft hüpfen, wenn sie ihr Lieblingslied hören, aufschreien, wenn ein Blitzgedanke kommt, sich auf den Kopf hauen, wenn sie sich ärgern, und, und, und.
      Und wo ist ein echtes Wahlrecht für Eltern? Schon schlimm genug, dass kaum Fachleute zu finden sind, immer noch ärztliche Psychiater, die heutzutage noch von Modediagnose sprechen, monatelange Wartezeiten und die Hoffnung, nun endlich einem Spezialisten für Autismus gegenüber zu sitzen. Und dann möglicherweise jemandem, der ihnen, meist nicht uneigennützig, oktruyiert und suggeriert, dass sie einen großen Fehler begehen werden, wenn sie diese intensive Therapie nicht durchführen und konsequent auf Dauer durchsetzen.
      Das ist kein echtes Wahlrecht!
      Himmel noch mal. Da ist man mal heilfroh, dass solche Therapien aus verschiedenen Gründen nicht durch Krankenkassen gefördert werden, da kommt Aktion Mensch durch die Hintertür mit seiner Förderung.
      Und was, rechtlich und moralisch, hat die Aussage einer Senatorin zu bewirken?! Sie ist, bezogen auf Diagnostikkriterien und evtl. empfohlene Behandlungen, völlig bedeutungslos! Und im übrigen gibt es derzeit überhaupt keine gültigen übergeordneten Therapieempfehlungen für Kinder im Autismusspektrum. Jeder „Behandler“, der sich als Autismusfachmann ausgibt, darf offenbar standardlos arbeiten und einwirken, wie er möchte, an Würde, psychischer und physischer Unversehrtheit eines Kindes vorbei unter dem Deckmantel „Kinder dürfen nicht für sich selbst entscheiden“.

      Fördert Projekte, die Kinder begeistern, sie neugierig machen, ablenken, Ideen geben und Inspirationen setzen, Fähigkeiten, Begabungen, Lebensinhalte und Interessen von Kindern finden und/oder unterstützen. Das macht neugierig aufs Draußen/Leben, stärkt die Selbsterhaltung und mindert das Depressionsrisiko. „Gesellschaftsregeln“ zB nimmt man dabei im Nebeneffekt mit.
      Fördert kleine Gruppen (immanent wichtig für alle Kinder überhaupt) oder auch zu Hause, denn so einige werden später bevorzugt im eigenen Bereich, Homeoffice oder eigenem Büro wirken wollen (wie viele andere Menschen auch; welche unbeachtliche Minderheit von Menschen arbeitet schon gerne bevorzugt auf Dauer in Großraumbüros?).
      Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein auf Basis des eigenständigen, autodidaktischen Lernens, Entwickelns und Entfaltens durch Inspiration, Raum geben, würdiges und respektvolles Vorleben, ohne permanente Oktruyierung verschiedener, letztlich haltloser oder überholter, sozialer Meme, ist daher ebenso unbedingt förderwürdig.

      Bitte nicht an der Würde des Menschen (das schließt Kinder ein, zur Erinnerung) vorbei!

  142. Rivka schreibt:

    Ich unterzeichne.

  143. Katharina Winterhalder schreibt:

    Ich unterzeichne.
    ABA ist für mich ein absolutes Unding. Und es widerspricht „Wahlfreiheit“ auf jede erdenkliche Weise. Es ist zum Heulen, dass hier „Fachleute“, die ihr Programm selbstverständlich positiv bewerten und wahrscheinlich nicht schlecht daran verdienen, sich gegenüber denen durchsetzen, die wirklich „betroffen“ sind und von den erschreckenden unmittelbaren und Spätfolgen wissen. Ich würde mein Kind nie auf diese Art misshandeln lassen und leide unter dem Gedanken, dass es gerade denen angetan wird, die sich am wenigsten wehren können und doch „Schutzbefohlene“ sind…

  144. Armin D. schreibt:

    Großen Dank für diese Initiative, die ich in allen Punkten voll und ganz unterstütze.
    Darüber hinaus bewundere ich die Klarheit der Argumentation und den höflichen Stil — trotz des _heißen_ Themas.
    Ein solches Gesprächsangebot _MUSS_ doch angenommen werden!!!

  145. inkluso schreibt:

    Ich unterzeichne.

  146. quergedachtes schreibt:

    Die Aktion Mensch bzw Herr von Buttlar erwähnten in Ihrer Reaktion eine Bewertung des geförderten Projektes durch die Sozialsenatorin von Bremen. Daraufhin habe ich diese angeschrieben. Anbei der Brief:

    Sehr geehrte Frau Senatorin Stahmann,

    Armin von Buttlar von der Aktion Mensch teilte mir heute via eines Kommentares in meinem Blog folgendes mit:

    „Die Aktion Mensch hat Ihre Kritik an der Applied Behavior Analysis (kurz: ABA), das in abgewandelter Form in dem von uns geförderten Projekt “Bremer Frühfördertherapieprogramm Autismus BFA” angewandt wird, sehr aufmerksam verfolgt. Das angesprochene Förderprojekt selbst, der Paritätische und auch die Sozialsenatorin von Bremen kommen allerdings zu einer anderen Bewertung in diesem Fall.“

    Mich interessiert Ihre Sichtweise und Bewertung zu diesem Projekt und dem Frühförderungsansatz für autistische Kinder. Auf welchen Grundlagen kommen Sie zu dieser Bewertung? Nur so kann ich auch beurteilen, welche Sichtweise an die Aktion Mensch vermittelt worden ist.

    Kennen Sie die Bedenken autistischer Menschen, ihrer Angehörigen und auch von Fachleuten und Wissenschaftlern an dieser Art der Förderung? Ich möchte Ihnen gerne ein Gespräch anbieten, in dem ich Ihnen diese gerne vorbringen möchte. Ich finde es überaus wichtig, dass Bedenken von betroffenen Menschen angehört und verinnerlicht werden.

    Ich bedanke mich für Ihre Antwort im Voraus und verbleibe

    mit freundlichen Grüßen

    Aleksander Knauerhase

  147. Anita schreibt:

    unterschrieben

    als Mutter von vier autistischen Kindern

  148. margarete Stubenrauch schreibt:

    ich unterschreibe den Brief sofort

  149. MinDrago schreibt:

    Als Asperger-Autistin unterzeichne ich!
    Und ich danke Dir, Aleksander, für Dein Engagement!!!

  150. Zweistein schreibt:

    Ich unterzeichne ebenfalls!

  151. Der Herr Sowieso schreibt:

    Sehr gut geschrieben Herr Knauerhase. Danke, ich unterzeichne hiermit.

  152. quergedachtes schreibt:

    Auch an den Paritätischen Wohlfahrtsverband in Bremen ging heute noch eine Email raus.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Armin von Buttlar von der Aktion Mensch teilte mir heute via eines Kommentares in meinem Blog folgendes mit:

    „Die Aktion Mensch hat Ihre Kritik an der Applied Behavior Analysis (kurz: ABA), das in abgewandelter Form in dem von uns geförderten Projekt “Bremer Frühfördertherapieprogramm Autismus BFA” angewandt wird, sehr aufmerksam verfolgt. Das angesprochene Förderprojekt selbst, der Paritätische und auch die Sozialsenatorin von Bremen kommen allerdings zu einer anderen Bewertung in diesem Fall.“

    Mich interessiert Ihre Sichtweise und Bewertung zu diesem Projekt und dem Frühförderungsansatz für autistische Kinder. Auf welchen Grundlagen kommen Sie aktuell zu dieser Bewertung? Nur so kann ich auch beurteilen, welche Sichtweise an die Aktion Mensch vermittelt worden ist.

    Kennen Sie die Bedenken autistischer Menschen, ihrer Angehörigen und auch von Fachleuten und Wissenschaftlern an dieser Art der Förderung? Fließen solche Bedenken in die Bewertung von Projekten ein, die einen Förderantrag über ihre Organisation stellen? Wenn ja: Wurden bei dem oben genannten Projekt Bedenken von Autisten berücksichtigt?

    Ich möchte Ihnen gerne ein Gespräch anbieten, in dem ich Ihnen diese gerne vorbringen möchte. Ich finde es überaus wichtig, dass Bedenken von betroffenen Menschen angehört und verinnerlicht werden.

    Ich bedanke mich für Ihre Antwort im Voraus und verbleibe

    mit freundlichen Grüßen

    Aleksander Knauerhase

  153. waldelbe schreibt:

    ich unterschreibe ebenfalls als erwachsene Autistin die sehr gerne lernt und viel liest. Ich lebe alleine, ohne Betreuung, hab ohne Diagnose meinen Realschulabschluss gemacht und hab sogar den Führerschein – ganz ohne Aba ! Soviel zum Thema Autisten lernen nicht von sich aus.

  154. Sonja Hennig schreibt:

    Ich möchte mich diesem Brief anschließen. Ich bin absolut gegen ABA.

  155. Mona Zysik schreibt:

    Ich stehe dahinter und unterzeichne !

  156. Maximilian H. Loertz schreibt:

    Ich unterzeichne.

    Widerstand gegen ABA!

  157. Lieber Aleksander Knauerhase, wir unterstützen Deinen Brief in vollem Umfang. Wie in unserer „Stellungnahme gegen ABA“ ausführlich dargelegt, sprechen wir uns als Regionalverband „autismus Mittelfranken e.V.“ entschieden gegen die Praktiken der ABA-Therapien aus. http://www.autismus-mfr.de/index.php?option=com_content&view=article&id=276:stellungnahme-gegen-aba&catid=25:veroeffentlichungen&Itemid=72
    Die Tatsache, dass hier mit einer enormen Summe neue Modelle gefördert werden, die ABA immer weiter vorantreiben und damit unaufhaltsam in das Ausbildungs- und Therapiewesen einbringen, ist aus unserer Sicht nicht tragbar.
    Um den Informationsaustausch, die notwendige Aufklärungsarbeit und Dein Engagement zu unterstützen, werden wir die „Aktion Mensch“ noch separat zu dieser Thematik anschreiben. Wir stehen Dir gern zur Seite – bitte nimm Kontakt zu uns auf, wenn wir konkret helfen können.
    Viele Grüße Stefan Bauerfeind – für den Vorstand von „autismus Mittelfranken e.V.“

  158. Christian Schmitz schreibt:

    Hiermit unterschreibe ich den Brief ebenfalls.

  159. J. Ebert schreibt:

    Das ABA-„Projekt“ ist eine einzige Frechheit und strotzt nur so von Ingnoranz Menschen gegenüber die „anders“ sind! Als Asperger Autistin und Mutter von drei Kindern unterzeichne ich nur zu gerne diesen Brief! Möge der gesunde Menschenverstand und die Nächstenliebe Einzug in den Köpfen der Betroffenen nehmen.

  160. Pingback: Markierungen 08/27/2015 - Snippets

  161. Sudo schreibt:

    Hallo ich finde dein Brief wirklich Super
    Unterschreibe sehr gerne.
    Mein Sohn ist auch Ausist
    Und teile seine Meinung zu 100%

  162. Möwe schreibt:

    Als sozusagen selbst ABA Methoden Erfahrene, (Institutionserziehung der 70/80 Jahre, die u. a. auf nahezu identischen Strukturen basierte), spreche ich mich ausdrücklich und absolut gegen das ABA Therapiekonzept aus!
    Siehe hier auch mein Blog Eintrag bei Wolkenzähler.

  163. Mother's daughter schreibt:

    Sehr geehrte Menschen von Aktion Mensch,

    ich verlinke untenstehend einen Artikel von Zeit-online vom ZEIT Wissen Nr. 03/2013 mit der Überschrift
    Autismus
    Bloß nicht zu nett sein!

    Vielleicht können Sie nach dem Lesen, meine fundierten Bedenken und meine Ablehnung gegenüber diesen „Ansatz“ besser nachvollziehen und erkennen an, dass „wir“ über die Zusammenhänge der verschiedenen Anbieter und wissenschaftlichen Projekten durchaus auf hohem Niveau im Bilde sind!
    http://www.zeit.de/zeit-wissen/2013/03/autismus-kinder-verhalten

    Ganz klar wird in diesem Artikel verdeutlicht, wie ABA-Programme (mit den unterschiedlichen Namen) die Autismus-Therapie-Zentren regelrecht „infiltrieren“ sollen; der Druck steigt und so mancher Elternverband (in der Regel Träger von den ATZ) „knickt“ ob dem Druck und einseitiger Information ein. Ich würde mir wünschen, Sie würden bestehenden ATZ und Regionalverbänden dahingehend unterstützen, auch weiterhin Förderungen anzubieten, die NICHT auf Lovaas, Skinner und deren Weiterentwicklungen basieren.

    Im Übrigen möchte ich nicht unerwähnt lassen, welchen enormen Erfolgsdruck Eltern ausgesetzt werden, wenn sie sich für/zu einer solchen frühen, intensiven, behavioralen Intervention mit einem autistischen Kind entschließen und einlassen. Schließlich ist der Druck enorm hoch, ein gutes“ Produkt“ für das viele Geld (14.000 – 20.000 Euro / Jahr) und den enormen Elterneinsatz zu bekommen. (Ironie: Es wäre ja auch ein Jammer, wenn die Investition (Zeit und Bares) sich nicht lohnen würde… ironie off.)

    MfG
    Mother’s daughter

  164. Dagmar Beier schreibt:

    Vereinte Nationen
    CRPD/C/DEU/CO/1
    Abschließende Bemerkungen über den ersten Staatenbericht Deutschlands
    Kinder mit Behinderungen (Artikel 7)
    17.
    Der Ausschuss ist besorgt a) darüber, dass Kinder mit Behinderungen nicht systematisch in Entscheidungen, die ihr Leben berühren, einbezogen werden; ………….
    Der Ausschuss empfiehlt dem Vertragsstaat, (a)
    Garantien zu verabschieden, um das Recht von Kindern mit Behinderungen zu schützen, zu allen ihr Leben berührenden Angelegenheiten befragt zu werden, unter Bereitstellung behinderungsgerechter und altersgemäßer Assistenz; ………….

    ABA verhindert ,das Kinder in Entscheidungen einbezogen werden unter dem Aspekt und Mythos, Autisten wären nicht in der Lage ,von sich aus zu lernen.
    Zitat Frau Dr. Ragna Cordes :
    “Kinder mit Autismus können nicht von sich aus lernen”
    Zitat Frau Dr. Ragna Cordes :
    “Es geht darum, dass die Kinder ihr gelerntes autistisches Verhalten vergessen und ein neues Verhalten erlernen.

    Das diese Form der Gehirnwäsche und Abwertung finanziell gefördert wird , ist mit der Umsetzung der BRK nicht zu vereinbaren.
    Aber ganz offensichtlich ist Aktion Mensch völlig ahnungslos , welches Menschenbild und was für eine Werbemafia dahintersteckt.
    100% gegen das Abrichten von behinderten Kindern ,100% gegen die Unterdrückung der kleinen Persönlichkeiten,100% gegen eine finanzielle Förderung von Kindeswohlgefährdung durch ABA.

    Dagmar Beier

  165. Jessica Kapunkt schreibt:

    Erst einmal. vielen Dank an Aleksander für dein Engagement. Hier, hast mal wieder sehr ,sehr treffende und verständliche Worte gefunden, die ich gern lese.
    Ich kann dies nur unterstützen.
    ABA darf und sollte keine Bühne bekommen, kein Kind sollte zur Marionette werden.

    Meines Erachtens „hilft“ bei Autismus : Zeit, Vertrauen und Verständnis.
    Also, erwarte ich dies auch von Aktion Mensch .

  166. blutigerlaie schreibt:

    Ich unterschreibe hiermit ebenfalls. Als Asperger-Autistin mit autistischen Kindern und Freunden.
    Ich kann nachvollziehen, daß ABA irgendwie gut gemeint ist, und es sieht wohl oft erfolgreich aus. Aber gerade Autisten fühlen intensiv, können es aber schwer zeigen – und ein „erfolgreich erlerntes“ NT-Verhalten an der Oberfläche sagt nichts darüber aus, wie tief unglücklich man trotzdem innerlich sein kann, weil man sein „wahres“ Ich verstecken und verleugnen muß für ein Fitzelchen „Liebe“.
    ABA ist für mich wie Frösche schminken, um Prinzen zu simulieren. Hält bis zum nächsten Regenschauer.

  167. Pingback: Alles nur leere Worte? | sinnesstille

  168. anderssein2000 schreibt:

    Ich unterschreibe ebenfalls. Als Asperger-Autistin und als Mutter eines Asperger-Autisten.

  169. Katrin Hennig schreibt:

    Die Leitung der SHG Autismus Rosenheim unterschreibt geschlossen diesen Brief.

    Auch wir bieten dir, Aleksander, weiterhin unsere Unterstützung an.

  170. Aspies e.V. schreibt:

    Wir danken Dir für Dein hartnäckiges und bewunderswertes Engagement für die Rechte von Menschen im Autismusspektrum und dafür, dass ihre Erfahrungen und Meinungen ernst genommen werden. Aspies e.V. ist selbstverständlich bereit, Dich zu unterstützen.

  171. freak05 schreibt:

    Hat dies auf Freaks Leben rebloggt und kommentierte:
    Manchmal frage ich mich, was mit den Menschen nur los ist.

    Kann man eine „Therapieform“ die auf das Brechen der eigenen Persönlichkeit und der Aufzwingung einer neuen, wirklich erlaubt sein? eigentlich nicht! Therapie kann man das nicht nennen. Erfolgreich erst Recht nicht.

    Ich bin nicht ganz gegen Autismutherapie. Aber ich kann es einfach nicht sehen, dass es einige Menschen gibt, die andere Individualitäten weder respektieren noch akzeptieren und in ihrem Selbstüberlegenheitsgefühl behaupten, alle die anders sind, sind minderwertig. Deshalb muss eine Autismustherapie die Individualität des Autisten respektieren und ihn auf seinen Weg unterstützen, ohne aufzuzwingen.

    ABA tut das nicht. ABA verletzt die Grundrechte jedes Autisten. Deshalb gehört es verboten.

  172. SilkeErika schreibt:

    Akzeptanz und nicht Anpassung für alle Menschen!!! EIn schwieriger Weg in Deutschland…. Die Barrieren in den Köpfen sind Steine auf dem Weg! Deutschland und auch die Aktion Mensch muss (an manchen Punkten) Inklusion noch lernen!

  173. Pingback: Ein offener Brief und der lange Weg danach | Quergedachtes | Ein Blog über Autismus

  174. Sabine Hollingshauser schreibt:

    Ich unterschreibe!
    Das „böse“ Händchen gehört umtrainiert und das anstrengende Kind gehört umdressiert.
    Das macht mich als Mutter wirklich fassungslos. Es geht doch darum, dass der Mensch SEIN selbstbestimmtes Leben leben kann. Und nicht darum, dass seine Umwelt ihn so lange glatthobelt bis er allen rund genug ist.
    Natürlich muss sich jeder „Wissenschaftler“ einen Namen machen. Natürlich „weiß“ man auch, dass Autisten eh nichts lernen, aber warum dann umdressieren.
    In einer Gesellschaft, die sich für die Abschaffung von Tierhaltung und Dressur im Zirkus ausspricht, versucht man nun „Menschendressur“ zu etablieren, damit man eine „Therapie“ anbieten kann. Ein schnell wachsender Markt, der bedient sein will.
    Hilfloser Versuch für hilflose Eltern – bringt nur noch mehr verzweifelte Kinder und Jugendliche, die sich ohnehin schon bis zum Zerreißen verbiegen um uns zu gefallen. Zum Glück muss ich mein (inzwischen glücklich erwachsenes) Kind mit diesem Unsinn nicht mehr quälen. Schlimm für die Betroffenen, die zwischen zweifelhaften Experimenten an Menschen und guten unterstützenden Hilfen unterscheiden lernen müssen.

  175. Pingback: Werden wir schweigen? Nein! | Quergedachtes | Ein Blog über Autismus

  176. siberia12437 schreibt:

    Hat dies auf teiledeinwissen rebloggt und kommentierte:
    Es ist genug!

    Ich weis nicht ob der Masse klar ist worum es hier geht.

    Kurz Form:

    Wir erziehen Menschen ein Verhalten an unter Bestrafung und völliger Veränderung ihres Umfledes. Wir entwurzeln Menschen, wir tuen Ihnen Geistige und Physiche Gewalt an.

    Es wiedert mich an.

  177. Daniela schreibt:

    Ich lese, dass der Brief zu einem Termin geführt hat. Glückwunsch!! Ich unterzeichne ihn dennoch und wünsche Dir offene Ohren und Herzen auf der Seite von Aktion Mensch!!

  178. Pingback: Es ist da noch eine Frage offen, liebe Aktion Mensch – Autismus – Keep calm and carry on

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