Werden wir schweigen? Nein!

Es sind nun fast 14 Tage nach dem Treffen bei der Aktion Mensch vergangen. Ich habe jetzt erst so langsam realisiert was an diesem Tag passiert ist, Worte fehlen mir immer noch dafür.

Zur Vorgeschichte möchte ich auf drei Blogposts hier im Blog verweisen, sie dokumentieren was in den letzten Monaten und im Vorfeld zum letzten Treffen, einer Podiumsdiskussion, passiert ist.

Links in chronologischer Reihenfolge:

https://quergedachtes.wordpress.com/2015/07/31/ich-kann-eigentlich-nur-verlieren/

https://quergedachtes.wordpress.com/2015/08/20/nicht-ueber-uns-ohne-uns-oder-doch-lieber-nicht/

https://quergedachtes.wordpress.com/2015/08/23/offener-brief-an-die-aktion-mensch/

https://quergedachtes.wordpress.com/2015/09/03/ein-offener-brief-und-der-lange-weg-danach/

Maedel von Innerwelt war einer der Gäste bei der Podiumsdiskussion und hat ihre Erlebnisse hier niedergeschrieben:

https://innerwelt.wordpress.com/2015/11/22/treffen-bei-aktion-mensch/

Den ersten Schock hatte ich noch im Foyer der Aktion Mensch. Ich sah die Namensschilder und welchen Namen entdeckte ich dort? Pro. Dr. Röttgers. Der zweite Vorsitzende des Ifa (Institut für Autismusforschung), dem Träger eben jenen Projektes um das der ganze Wirbel angefangen hat. Warum mich das schockiert hat? Ich habe das erste Treffen nach einem längeren Mailwechsel mit ihm abgesagt. Zum einen weil sich immer wieder der Veranstaltungsort änderte, dann die Grundbedingungen (ich sollte Stillschweigen zusichern) und zum Schluss wollte man noch eine Terminabsprache die lange vorher mit der Aktion Mensch stand verschieben. Dazu kamen die rhetorischen Kniffe und geschlossenen Fragestellungen die ich persönlich als manipulativ empfunden habe. Ich habe damals klar kommuniziert: Mit Mitgliedern des IfA möchte ich nicht an einem Tisch sitzen. Es gab zu dem jetzt stattgefundenen Treffen auch die Zusage: Es findet ohne Vertreter des Projektes statt. Herr Cordes war dann übrigens auch Gast der Aktion Mensch bei der Diskussion.

Beim Betreten des Veranstaltungsortes bekam ich dann einen weiteren Schreck: Ich sollte direkt neben Herrn Lechmann vom ATZ Köln/Bonn, die „pro ABA“ Position vertretend, sitzen.

Nach einer Einleitung und der Vorstellung der Podiumsteilnehmer sollten sich dann die Gäste kurz vorstellen. Das ging solange gut bis Herr Cordes an der Reihe war. Er stellte sich nicht nur vor, sondern fing an über das „angegriffene“ Projekt zu reden. Die Moderation, der Pressesprecher der Aktion Mensch, ließ ihn gewähren. Das Gleichgewicht der Teilnehmer war hier schon erheblich ins Wanken geraten. Zum einen drängte sich das geförderte Projekte in den Vordergrund, zum anderen wurde mit der Betitelung „angegriffen“ ein Ungleichgewicht geschaffen da ich als Podiumsteilnehmer automatisch als Angreifer und damit negativ belegt worden bin. Fair war das sicher nicht. Auffällig war ebenfalls: Seitens der Aktion Mensch waren nur externe Gäste vor Ort die „Pro ABA“ eingestellt waren. Hätte ich keine Gäste mobilisieren können, was ja angesichts der Verpflichtung über das Treffen  zu Schweigen nicht so leicht war, wäre ich dort alleine in der Position gegen ABA. gewesen.

Ich musste mich dann recht schnell dafür rechtfertigen, dass ich ABA (Applied Behavior Analysis) als Menschenrechtswidrig, unmoralisch und unethisch empfinde. Mit dem Ergebnis dass es irgendwann „Konsens“ war, dass ABA den ethischen Richtlinien entspricht, man höchste ethische Therapiestandards erfüllt und man in keinem Fall von einer Menschenrechtsverletzung sprechen kann. Thema beendet.

Generell wurde den anwesenden Autisten von der anderen Seite schnell entweder das Wort im Mund herumgedreht und gegen uns ausgelegt oder gesagt Dinge schnell übergangen.

Einige Beispiele:

Ich verglich, unter Angabe folgenden Zitates, ABA mit der Umerziehung von Linkshändern die diesen teilweise erheblichen Schaden zugefügt hat:

„Es geht darum, dass die Kinder ihr gelerntes autistisches Verhalten vergessen und ein neues erlernen“

(Quelle: http://www.pressedienst.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen183.c.4257.de)

Was wurde daraus? Zum einen warf man mir vor, dass ich das Leid von schwer autistischen Kindern mit so etwas vergleichbar harmlosen wie einer Linkshändigkeit verharmlosen würde. Zum anderen kam man überraschend schnell zum Schluss: ABA ist keine Umerziehung. Das sei zu hart formuliert.

Was man nicht verstanden hat oder verstehen wollte: Wenn man schon bei so einer, von den anwesenden ABA Vertretern als klein empfundenen, Sache wie Linkshändigkeit durch Umerziehung und Verbiegung derart traumatisiert wird….wir ist soll das dann bei einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung wie Autismus aussehen? Alles Gummibärchen oder was?

Es wurde übrigens auch viel Zeit darauf verwendet darzustellen, dass Kinder ja auch erzogen werden müssten und ABA dann auch nichts anderes sei. Und ob wir nicht wollen würden, dass unser sechsjähriges Kind alleine zum Bäcker einkaufen gehen könne. Generell wurde tunlichst vermieden über das WIE der Therapie zu reden. Es ging nur um die augenscheinlich erst mal tollen Erfolge und Ziele. Wie oben schon erwähnt: Umerziehung ist ja zu hart formuliert für ABA (Ironie!)

Erschreckend war dann der Diskussionsteil in dem es um Kommunikation ging. Man baute ein Schreckensbild von schweren Autisten auf die „0,0 Kommunizieren“ und nur Wedelnd, schreiend und schlagend in der Ecke sitzen. Man könne mit ABA diese zur Kommunikation bewegen. Zur verbalen wohlgemerkt. Unsere vehement eingebrachten Argumente, dass a) verbale Kommunikation nicht die einzige ist b) NICHT Kommunizieren NICHT geht und c) der Kommunikationsfehler nicht beim Autisten liegt weil man d) durchaus lernen kann die Kommunikation des Autisten zu verstehen wurden klein geredet. Man verstand uns nicht. Es ging uns die gesamte Diskussion darum zu vermitteln, dass es wichtig ist den Autisten und sein handeln zu verstehen und nicht darum ihn umzuerziehen. Aber egal welche Argumente wir eingebracht haben: Sie wurden nicht verstanden.

So ging es die ganze Zeit über. Die Podiumsdiskussion wurde übrigens auch, entgegen der Planung, viel früher geöffnet. Geplant waren 30 Minuten Diskussion mit den Gästen. Tatsächlich waren es erheblich mehr. Damit gab man unter anderem Prof. Dr. Röttgers und Herrn Cordes erheblich mehr Zeit an der eigentlich als Podiumsdiskussion gedachten Veranstaltung aktiv teilzunehmen.

Nach dem offiziellen Teil, man begab sich nach nebenan zu einem Imbiss, ging es für mich sehr unangenehm weiter. Ich stand mit dem Rücken zum Tisch und mit zwei Stühlen jeweils links und rechts neben mir. Irgendwann war ich dann von zwei Gästen dieses Treffens „eingekeilt“. Einer stand links vor mir, einer leicht rechts vor mir. Und das in einem Abstand von weit weniger als einem Meter. Es wurde die Chance genutzt um mir nahezulegen, dass ich auf das achten solle was ich in meinem Blog schreibe. Ich würde die Eltern verunsichern und dazu beitragen das autistische Kinder großen Schaden erlitten weil ihnen möglicherweise eine passende Therapieform vorenthalten würde. Man könnte es auch so zusammenfassen: Hören Sie auf negativ über ABA zu schreiben Sie richten damit großen Schaden an. Das man dann meine Hochbegabung dazu nutzte mir vorzuwerfen, dass ich doch intellektuell in der Lage sein sollte selbst zu erkennen was ich da „sage“ und „anrichte“ war dann nur noch das „i-Tüpfelchen“. Ich fühlte mich mittlerweile derart bedrängt, dass ich mich am Tisch festkrallte und eigentlich nur noch funktionierte. Ich konnte mich nicht selbst aus dieser Situation befreien weil ich gar nicht realisieren konnte in welcher Lage ich da war. Ich bin Maedel sehr dankbar, dass sie mich irgendwann aus dieser Situation herausholte. Ihr warf eine der beiden Personen übrigens an den Kopf „Autismus ist eine Krankheit“. Eine weitere „Stilblüte“: ich wurde auf meinen „Vergleich von ABA und MMS“ angesprochen. Ich sagte damals nur, dass die autistische Community auf ABA als Thema genauso empfindlich reagiert wie auf das Thema MMS. Daraus wurde ja damals schon ein „Sie setzen ABA mit MMS gleich“ konstruiert. Nun kommt es aber: Man sagte mir „Es gibt keine autistische Community“. Implizierend das ich eine Einzelmeinung vertrete und kein Autist hinter mir steht. Tja.

Was soll ich noch schreiben? Auch danach ging es nicht erfreulich weiter. Meine Lebensgefährtin wurde von Herr Cordes in Beschlag genommen, eine Teilnehmerin warnte andere Teilnehmer vor Maedels und meinem Blog und auch beim Imbiss wurde mir sehr nahegelegt ich soll keinen Schaden an autistischen Kindern mit meinem Blog anrichten. Schließlich würden Eltern sich viel eher in Blogs informieren anstelle zu Beratungsstellen zu gehen. Apropo Beratungsstelle: Es gäbe in Deutschland nur eine unabhängige die über alle Formen der Therapie unabhängig berät. Ratet mal wo…

Nachträglich enttäuscht bin ich auch von folgender Sache:

Jeder Podiumsteilnehmer bekam die Möglichkeit seine Position in maximal 1000 Zeichen für den Aktion Mensch Blog aufzuschreiben. Maximal 1000 Zeichen bedeuten im Falle von Herrn Lechmann (Pro ABA)fast 1500 Zeichen. Soviel zur ausgewogenen Veranstaltung.

Fazit:

Ich durfte öffentlich weder über den Ort des Treffens noch das Datum bzw. die Uhrzeit sprechen. Klar formulierte Konsequenz seitens der Aktion Mensch wäre eine sofortige Absage des Treffens gewesen. Schon das erste, geplatzte, Treffen stand seitens des IfA unter dem Aspekt möglichst große Geheimhaltung zu betreiben.

Es wurden Gäste geladen bei denen ich vorab klar kommuniziert habe dass ich nicht an einem Tisch mit diesen sitzen möchte weil ich vorab schon massiv rhetorisch und für mein Empfinden manipulativ bearbeitet worden bin.

Von der Aktion Mensch sind nur „pro ABA“ eingeladene Gäste erschienen.

Schon bei der Vorstellung der Gäste wurde akzeptiert, dass ich als Podiumsgast in eine Position gebracht worden bin aus der heraus ich mich rechtfertigen musste.

Ich musste rechtfertigen warum ich ABA als Menschenrechtswidrig, unethisch und unmoralisch empfinde. Die „Gegenseite“ musste hingehen nicht erklären warum ABA dies nicht ist.

Anwesenden Autisten wurden die Argumente verdreht und als Vorwurf (z.B. das wir das Leid der schweren autistischen Kinder verkennen) zurückgeschickt.

Es wurde nicht über die Mittel und die Ausführung von ABA geredet. Nur über die Hochglanzziele die man mit ABA erreichen kann.

Ich wurde von zwei Gästen der Aktion Mensch so konfrontiert, dass ich mich als Autist körperlich bedrängt und eingeengt gefühlt habe.

Man legte mir und Maedel nahe, dass wir besser aufpassen sollen was wir über ABA verbloggen. Wir würden damit Eltern verunsichern und autistischen Kindern massiv schaden. In einer offen lesbaren ABA Mailinglistemit mehr als 1000 Empfängern ist danach zu lesen gewesen:

„(…)es gab eine Vereinbarung, dass die Hetze durch Herrn Knauerhase im Internet unterlassen werden soll.“ Quelle/Beleg

Ich verwehre mich dagegen Hetze zu betreiben und dass es eine solche Vereinbarung gibt ist schlichtweg unwahr.

Es wurde, auf dem neutral gedachten Treffen, aktiv von unserem Blogs abgeraten.

Und zu guter Letzt bekam Herr Lechmann (pro ABA) für sein Fazit im Blog der Aktion Mensch 1500 Zeichen zur Verfügung gestellt. Mir wurde gesagt: Maximal 1000.

Man kann gut erkennen welches Ungleichgewicht hier durch die gesamte Veranstaltung hin herrschte. Der Pressesprecher der Aktion Mensch wurde von mir einige Tage nach der Veranstaltung über die Missstände und das Ungleichgewicht informiert. Einzige Reaktion: Es gehört dazu, dass die Vertreter des angegriffenen Projektes auch zu so einer Veranstaltung eingeladen werden. Zu den weiteren Punkten schweigt sich der Pressesprecher auch auf Nachfrage aus.

Letztendlich war die Veranstaltung nur zu einem gut: Das geförderte Projekt des IfA steht gut dar, und auch der Förderantrag für MIA von Prof. Dr. Röttgers steht in perfektem Licht. Ziel erreicht: ABA bekommt massiv Geld, Autisten wurden wieder einmal mundtot gemacht, diskreditiert und in die Ecke „Ihr schadet autistischen Kindern die Hilfe brauche“ gesteckt.

Wir man mit unserem Bedenken und Argumenten umgegangen ist zeigt die Einstellung der ABA Befürworter zu Autisten: Wir werden als Feinde gesehen die am besten schweigen sollten. Wir sind unbequem im Geschäftsablauf.

Werden wir schweigen? Nein!

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60 Antworten zu Werden wir schweigen? Nein!

  1. Anita schreibt:

    Danke!

    Wir werden nicht schweigen!

    Und ich hoffe, hier im Blog werden viele sich viele zu Wort melden, damit die „nicht vorhandene“ autistische Community sichtbar wird!

    Zitat: „Man sagte mir „Es gibt keine autistische Community“. Implizierend das ich eine Einzelmeinung vertrete und kein Autist hinter mir steht. Tja.“

    Tja, ich denke, da irren sich wohl einige!!!

    LG Anita
    (Mutter von vier autistischen Kindern)

  2. dasfotobus schreibt:

    Hat dies auf dasfotobus rebloggt und kommentierte:
    Das ist auf so vielen Ebenen einfach nur unfassbar.
    Ich gebe nicht auf, Eltern über ABA aufzuklären! Das gehört zu meiner Arbeit in der Selbsthilfe. Das kann ich auch aus meinem moralischen Empfinden heraus nicht anders handhaben.
    Ich erkläre lieber, wie Eltern ihr autistisches Kind verstehen.

    Ich hoffe, so langsam wird immer mehr Menschen klar, wie ABA-Befürworter mit Menschen umgehen. Wer so schon mit erwachsenen Menschen umgeht, den ließe ich nicht auf auch nur 10 m an mein Kind heran.

    Und die Aktion Mensch, die stützt das offensichtlich eben nicht nur finanziell. Sie stellt sich im Internet als neutral dar gegenüber ABA, was durch die Finanzierung des Projekts schon ausgeschlossen ist. Aber mehr noch stützt sie ja ganz offensichtlich auch die Ansichten der ABA-Befürworter deutlich stärker als die der Autisten selbst.

    Nicht ohne uns über uns?
    Ich red weiter über ABA und über die Aktion Mensch. Ganz ohne sie. So wie sie über Autisten. Bis sie das lassen!

  3. datlebbe schreibt:

    Bleib deiner Meinung treu, denn es ist wichtig, dass es Leute gibt die nicht zu allem ja und ahmen sagen. Ich möchte da einen Vergleich zu „meinem“ Gebiet der Mobilität ziehen. Dort wird auch immer wieder von Ärzten und Therapeuten das „Nichtlaufen“ behandelt, was durchaus sehr viel Anstrengung, Zeitaufwand und Stress bedeuten kann, außerdem oft viele Misserfolge mit sich bringt. Die Mobilität mit dem Rollstuhl, welche leicht zu erlernen ist, zumindest leichter als das laufen in den meisten Fällen und welche schnelle Erfolgserlebnisse bringen kann, wird dann als Rückschritt betitelt und schlecht geredet. Wenn man erstmal so weit ist, dann hat man verloren. Dass es aber taktisch viel sinnvoller ist auch bei eventuellem „Lauferfolg“ eine frühzeitige Rollstuhlmobilistation zu unternehmen, wird nicht verstanden. Dabei ist es doch einleuchtend, dass eine Übergangszeit, in der man hin und her wechseln kann es einfacher macht, wenn man den Rollstuhl dann wirklich immer braucht. Es ist schwerer und fühlt sich wie eine Niederlage an, wenn man bis zuletzt versucht zu laufen und dann „scheitert“ und im Rollstuhl landet. Auch hier wird nach wie vor von vielen Organisationen, Ärzten und Therapeuten ein Bild vermittelt, was es den Betroffenen nicht leichter macht, auch wenn die sich natürlich erstmal freuen, dass sie noch eine Chance haben zu laufen. Diese Chance produziert dann aber auch das Gegenteil, denn wenn diese Chance verpasst wurde, ist es viel schwerer einzusehen, dass auch die Mobilität mit dem Rollstuhl eine Chance ist!

    Sorry für das Offtopic, aber ich bin Fan von Vergleichen und eigentlich wollte ich damit nur sagen: Du bist nicht allein! Du hast Kämpfer an deiner Seite und Leute die hinter dir stehen und selbst Aktivisten aus anderen Bereichen können dich verstehen und bei entsprechenden Parallelen sicher auch unterstützen! Mach weiter!

    LG an dich und deine Frau

    David

    • quergedachtes schreibt:

      Hallo David,

      danke für Dein Beispiel🙂 Ich überlege gerade ob nicht ein klares Zeichen gut wäre. Viele Aktivisten die sagen „Werden wir schweigen? Nein!“. Autismus ist ja nicht der einzige Bereich in dem versucht wird aktive Menschen in ihrer Meinung zu beeinflussen.
      Ich denke zumindest unter denen die sich für Autisten einsetzen wird es auf jeden Fall so eoine Protestwelle geben. Und sie ist dringend nötig, leider😦

      Viele Grüße auch an Lisa🙂

      Aleksander

    • Talyn schreibt:

      Zumal sie selber gar nicht anderes anbieten als „unbequeme Rollstühle „… Erlerntes autistisches verhalten wird gegen anderes minder störendes ersetzt… Trotzdem muss man immer drauf achten, was man wie stark grad verwendet… Selbst ohne harte Therapie…

  4. talyn schreibt:

    nein, ich schweige auch nicht.

    „hetze“ ist ein starkes wort, noch stärker als „glück“ ….es ist keine hetze, misstände anzuprangern. es ist eine pflicht, wenn man erkennt, dass etwas in höchstem maße bedenkliches besteht.

    eltern die ihre kinder ohrfeigen draf man anzeigen, bis dahin war es auch ein sehr weiter weg.

  5. sam Becker schreibt:

    Ich schweige ebenfalls nicht.

  6. sinnesstille schreibt:

    Hat dies auf sinnesstille rebloggt und kommentierte:
    Schweigen?
    Niemals!
    Ich lass mir doch nicht den Mund verbieten.
    Nie mehr!
    Hetze?
    Bei mir persönlich würde das ganz anders aussehen.
    Ich werde nicht aufhören, auf Missstände aufmerksam zu machen und zu erklären und zu erläutern und verständlich zu machen…

    Dass Aktion Mensch Dich, Aleksander, so hintergangen hat, und das empfinde ich nun mal so, wenn sie Vertreter des Projekts einladen, obwohl es die Zusage gab, dem würde nicht so sein, bringt mich aus der Fassung.
    Gleichzeitig Stillschweigen zu verlangen, und keine ausgeglichene Anzahl von Teilnehmern sowohl seitens „pro“ als auch „contra“ zuzulassen, zeigt, dass man hier Autisten in die Außenzone der Gesellschaft schieben möchte und sie nicht für Gleichberechtigte hält.
    Öhm, für was steht Aktion Mensch noch gleich? *schulterzuck*

    Ach ja: Es gibt keine Community!?
    Ups!😉

  7. blutigerlaie schreibt:

    Nein, Schweigen wäre hier falsch. Und „anrichten“ empfinde ich, um ein Beispiel herauszugreifen, als hoch manipulative Vokabel. So was sagt man, wenn man Kindern ein schlechtes Gewissen einreden will. Nicht von gleich zu gleich.
    Meine Kinder sind mit 6 alle noch nicht zum Bäcker gelaufen,aber alle erfolgreich am Gymnasium und integriert. (und haben mit 3J auch zT Kot geschmiert…) Das verlangt mir eine tägliche Gratwanderung zwischen den Interssen und Ressourcen aller Beteiligten ab, aber es istmir lieber als das starre ABA-Konzept.
    Und die hier geschilderten Umstände und Umgangsweisen empfinde ich als unfair und mehr als befremdlich.
    Ich bin Autistin, praktizierende Psychotherapeutin und Mutter dreier autistischer Kinder.

    • Talyn schreibt:

      Es ist schlimm genug, dass man „Sauberkeitsentwicklung“ jetzt öffentlich diskutieren muss. Oder könnte.
      Irgendwie unfair. Die Methoden werden hübsch umschrieben, welche benutzt werden, um explizit genannte Symptome zu behandeln…

  8. susanna14 schreibt:

    Haben diese Leute auch irgendwelche Argumente?

  9. Martina schreibt:

    Wow, damit haben sich die Aktion Mensch und die ABA-Lobby auf das Niveau einer großen, deutschen, Boulevardzeitung begeben: hetzen und wenn sich das Blatt wendet, so tun, als hätte man es immerschon gewusst.

    Ich kläre auch weiter auf!

  10. butterfly schreibt:

    Räusper…

    Nach unerlaubter, nicht abgesprochener Fixierung und danach Rücksprache mit meiner Anwältin, gab der Therapeut kleinlaut und leise folgenden Satz von sich:

    „Wir bewegen uns hier am Rande der Legalität“. Hätte ich ihn doch angezeigt, vielleicht hätte einer der Herren auf diesem Treffen, aus dessen Haus der Therapeut kam, nicht mehr solche Reden geschwungen.

    Ich geb zu, ich wollte das Thema einfach hinter mich bringen, abschliessen, verdrängen. In Anbetracht der Diskussionen und der Wut, die ich mittlerweile empfinde einfach nicht möglich. Zumal ich tatsächlich Angst vor Folgen hatte und habe, wenn ich diesen Schritt gegangen wäre.

    Und ich sage es ganz deutlich: Ja, wir (unser Kind und ich) wurden durch diese Massnahmen traumatisiert.

  11. mellissandra schreibt:

    Hat dies auf melli´s kleines nähkästchen rebloggt und kommentierte:
    tja, das hat irgendwie noch nie funktioniert uns den mund verbieten zu wollen, jetzt bitte ich erst recht, alle meine leser (sollte ich noch welche haben) den beitrag von Quergedachtes bitte auch auf ihren blogs zu teilen

  12. Angela Middlecamp-Sommer schreibt:

    nichtSchweigen

  13. Grothe schreibt:

    Danke, danke und nochmals danke. Ich habe abends von Maedel alles erzählt bekommen und finde das Verhalten von Aktion Mensch manipulativ, höchst unseriös und sehr anmaßend. Was denken die denn wer sie sind? Ich fand das du sehr ruhig geblieben bist, Maedel mit viel Herz gesprochen hat und Aktion Mensch sich schämen sollte.
    Danke das ihr euch nicht mundtot machen lasst.

  14. Zarinka schreibt:

    Schon irgendwie seltsam…Da werden unter atemberaubenden (um nicht zu sagen: unter fragwürdigen) Methoden Bemühungen angestrebt, Autisten das Reden/Kommunizieren beizubringen…und wenn (einige) Autisten dann „endlich“ reden/kommunizieren, wird in dem Augenblick wo sie ihre eigene Meinung zu einer Sache (hier in diesem Fall was ABA und auch die Aktion Mensch angeht) zum Ausdruck bringen möchten, alles daran gesetzt sie wieder zum Schweigen zu bringen…mehr noch, es wird zudem noch unterstellt man/wir (Autisten) würde Hetze betreiben.

    (Zitat)
    „Wenn etwas scheinbar evident und klar ist, bedarf es keiner weiteren Diskussion, meint der Manipulator.“

    (Zitat)
    „Auf jede Aktion folgt immer eine entsprechende Reaktion.“

    Meine Reaktion auf die Aktion von Aktion Mensch: Ich habe mein Los bei der Aktion Mensch vor einigen Monaten umgehend gekündigt.

    Was ich jetzt in den letzten Tagen (betreffend ABA und Aktion Mensch) so verfolgen konnte ist eigentlich nur noch die Bestätigung für mich persönlich dass ich richtig gehandelt habe.

    Zwar äußere ich mich nur noch sehr selten hie und da…aber ganz den Mund verbieten lasse ich mir nun auch wieder nicht…ich weiß wann es (für mich persönlich) angebracht ist zu schweigen…ich weiß aber eben so gut wann es angebracht ist Nicht zu Schweigen.

  15. maedel schreibt:

    nein, wir schweigen nicht!

  16. Birke Opitz-Kittel schreibt:

    Aktuell weiß ich nicht, was ich schlimmer finde: die ABA-Befürworter oder die, die sich da „raushalten“.

  17. gedankenkarrussel schreibt:

    Nein, wir schweigen nicht!
    Und wenn die ABA-Gegner diesen Blog so furchtbar finden, weil er Eltern verunsichert, die ABA machen (wollen), dann ist das auch ein klares Zeichen dafür, dass das Nicht-Schweigen genau richtig ist!

  18. Nathalie Glenn schreibt:

    Auch hier kein Schweigen. Ich finde es unendlich gut, dass Sie ihre Meinung alleine gegen alle anderen vertreten haben. Weiter so.

  19. Pingback: Inklusion | Gedankenkarrussel

  20. susanna14 schreibt:

    Hat dies auf susanna14 rebloggt.

  21. André Heyer schreibt:

    hier wird keiner Schweigen

    Wie wäre es mit einem kleinen Vergleich für die wenigen die dort entscheiden:

    Kennt ihr diesen Film noch?

    https://de.wikipedia.org/wiki/The_Game_(Film)

    Passt perfekt so in etwa nur *100 müsste sich ABA wohl anfühlen. Jetzt mal hop rein mit den Verantwortlichen in diesen Spiel.

  22. Project Enigma schreibt:

    Gut dass Du nicht schweigst.

    Ich habe mich selbst jetzt nicht so in die Details von ABA eingearbeitet, höre eher zu. Nur ein Ding, was ich jetzt mehr als einmal auf Englisch gelesen habe, sind die jedenfalls historischen Verbindungen zwischen ABA und Konversionstherapie für Schwule – was damals auch noch als krank galt.

  23. sabrinastolzenberg schreibt:

    und nein auch ich, als Mutter eines Autisten, werde nicht schweigen, weil ich es als meine Pflicht ansehe Menschen über MIssstände zu informieren!

  24. sabrinastolzenberg schreibt:

    Hat dies auf Sunnys Space rebloggt und kommentierte:
    Ich finde es erstaunlich, dass diese Fachleute, die pro ABA sind laut eigener Aussage das Zeil haben aus autistischen Kindern selbstbestimmte, selbsbewusste Menschen zu machen, die ihre Wünsche, Bedürfnisse und Sorgen klar kommunizieren können und gleichzeitig erwachsenen selbstbestimmten, selbstbewussten Autisten versucht den Mund zu verbieten mit der Begründung sie würde autistischen Kindern schaden. Welchen Schaden sollen Menschen wie Du, Alexander, Mädel und all die anderen, die sich gegen ABA einsetzten, gegenüber diesen Kindern anrichten? Beispielhaft zu sein wie ein Leben als Autist funktionieren kann ohne nur um sich zu schlagen, mit den Händen zu wedeln, in einer Ecke zu sitzen. Na bravo das zeigt doch was für eine Veränderung der KInder da gewünscht ist – eine Umerziheung zu Marionetten, die Befehle ausführen. Aktion Mensch sollte sich schämen so etwas zu unterstützen!

    Wir schweigen nicht!!!

  25. Pingback: Markierungen 12/03/2015 - Snippets

  26. Johannes Lewke schreibt:

    Ein Gutes hat die Sache aber doch: wir sehen nun um so klarer, womit wir es zu tun haben und sind in Bezug auf die ABA-Vertreter und ihre höchst manipulativen Strategien desillusioniert.
    Auch ich werde nicht zu diesem Unrecht, genannt ABA, schweigen.

  27. Ellas Blog schreibt:

    Auf meinem Blog wird auch nicht geschwiegen, sondern weiter über ABA aufgeklärt und vor allem werde ich auch Alternativen aufzeigen (kürzlich z.B. das Erlernen von Gebärdensprache – und zwar ganz ohne ABA).
    Es ist doch wunderbar, dass unsere Blogs als einflussreich wahrgenommen werden. Ich werde gerne versuchen, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Aber nicht im Sinne der ABA-Befürworter, sondern im Sinne vor allem derjenigen Autisten, die so gerne als Muss-Beispiel für ABA herangezogen werden, nämlich denjenigen, die besonders „stark betroffen“ sind. Gerade diese brauchen unseren ganz besonderen Schutz und das Aufzeigen von Alternativen. Ich denke, das sollte eines der wichtigsten Ziele in der Zukunft sein, Eltern und Familien, Alternativen aufzuzeigen.
    Danke für Deinen Einsatz, Aleksander, ich schätze Dein persönliches Engagement sehr.
    Herzlich Silke alias Ella

  28. Pingback: Wir schweigen nicht! | innerwelt

  29. Stephan schreibt:

    Ich bin hier gelandet, weil ich den Begriff Overload erstehen wollte. Ich habe jetzt so einiges gelesen. Kurzfassung, Du jammerst über unfaire Bedingungen die dir der Gegner bereitet. Weiter jammerst Du darüber, dass der Gegner nicht so schnell einsichtig ist.
    Ich finde das ziemlich unproduktiv.
    Wenn ich mit Rechtsradikalen diskutiere, darf ich nicht erwarten, dass die sofort ihre Meinung wechseln und das sie in meinem Sinne von fair diskutieren. Letztendlich jammerst Du darüber, dass der Gegner nicht so kämpft, wie Du es haben willst. Das ist das Wesen von Gegnern, dass sie nicht so funktionieren, wie man möchte, sonst wären sie keine Gegner.
    Du musst nicht dein Publikum überzeugen, dass der Gegner mies ist. Hier ist man eher sowieso deiner Meinung, sondern Du musst den Gegner überzeugen. Du verschwendest mit diesen Lamenti eigentlich nur wertvolle Zeit, die Du besser dazu verwenden könntest, dir zu überlegen, wie Du die ABA-Leute von der Falschheit ihres Handelns überzeugst.
    Also statt zu jammern, wie böse die sind, denke lieber darüber nach, was Du dagegen tun kannst.
    Noch zu dem ABA-Thema. Mit ist das schon jetzt häufiger bei meiner kurzen Beschäftigung mit Autismus begegnet. Ich bekomme mit, dass dieses Thema Autisten furchtbar erregt. Aber als Außenstehender wird mir nicht klar, was euch erregt. Das was ich erfahre, reicht mir nicht, um mir ein Bild zu machen, dass ich mir ein Urteil bilden könnte.
    Das habe ich bei anderen Themen schon anders erlebt, da wusste ich nach kurzer Zeit ohne groß zu suchen, wo der Knackpunkt liegt. Da frage ich mich, ob da nicht ein klares Vermittlungsproblem besteht.

    • quergedachtes schreibt:

      Hallo,

      ich jammere wenn ich beschreibe was ich bei dem Treffen erlebt und wie ich es empfunden habe? Warst Du beim Treffen?
      Ich soll mehr Zeit dafür verwenden ABA Anwender davon zu überzeugen das ihr Handeln falsch ist? Kennst du meinen Einsatz und das was ich alles unternehme?
      Was an ABA falsch ist? gerne ein paar Stichpunkte:
      1) Autistisches Verhalten soll verlernt werden damit „nichtautistisches/angemessenes“ erlernt werden kann. Autismus ist angeboren und gehört zum Wesen des Autisten dazu. Was von außen als unangemessen empfunden wird ist oftmals ein Mittel des Autisten um zurecht zu kommen (Stimmming)
      2) Diese Konditionierung soll die gesamte Wachphase des Kindes angwendet werden. Kinder von 2-3 Jahren und älter haben also keine Pausen mehr und werden nonstop von Eltern und Nichtfachleuten konditioniert und gedrillt.
      3) ABA fordert Gehorsam. „Nein“ oder ein Verweigern wird mit noch strengerer Konditionierung quittiert.
      4) ABA ist Drill. Das autistische Kind wird solange mit Anweisungen gedrillt bis es diese ausführt.

      Diese Liste könnte man fast endlos fortführen.

      Aleksander

    • Anita schreibt:

      Zitat: „Mit ist das schon jetzt häufiger bei meiner kurzen Beschäftigung mit Autismus begegnet. “

      @Stephan

      wie kurz ist kurz und mit welcher Intention hast Du Dich mit Autismus beschäftigt?

      Und das „Lamento“, was Du hier erkennen möchtest, ist keines. Eine Organisation, die sich für behinderte Menschen einsetzen will, schafft für einen Autisten (der per Definition behindert ist) eine Situation, die diesen massiv belastet. Einen Rollstuhlfahrer stellt man schließlich auch nicht vor eine Treppe und sagt, wenn Du mitreden willst, musst Du da erstmal hinaufsteigen!

      Aleksanders Aussagen zu ABA ist nichts hinzuzufügen.

      https://mellissandra.wordpress.com/2015/12/02/informationen-und-meinungen-zu-aba-aus-der-nicht-vorhandenen-autismus-community/

      hier kannst Du Dein Wissen vertiefen, wenn es für Dich von Interesse ist!

    • wusselswelt schreibt:

      Moin,

      leider scheint es nicht möglich, den „Gegner“ zu überzeugen. Eigentlich logisch, wenn man darüber nachdenkt. Das hat schon in der Vergangenheit selten funktioniert. Im Kleinen wie im Großen.
      Aber wir können – auch ohne den „Gegner“ zu überzeugen – aufklären über Dinge, die der „Gegner“ nicht wissen kann. Über Konsequenzen, die die „Therapie“ haben kann. Ich kann nachvollziehen, wenn Eltern nicht mehr weiter wissen, die Verzweiflung, das Klammern an jeden Strohalm. Ich war selbst mehr als ein Mal in dieser Situation. Aber mir hat es in JEDER dieser Situationen geholfen, meinem Kind zuzuhören. Auch dann zuzuhören, wenn es sich nicht mehr äußern kann, mir nicht mehr sagen kann, was gerade vorgeht. Dann können wir gemeinsam nach Lösungen suchen. Ich habe gelernt (ja ich!) die Äußerungen meines Kindes zu verstehen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.
      Ich weiß nicht, was meine Tochter mit mir machen würde, wenn ich versuchen würde, sie zu konditionieren, ob mit Belohnungen oder Strafen. Wenn ich versuchen würde, ihr gerade wieder erwachendes Selbstbewußtsein abzutöten. Das hat eine Therapeutin versucht (falsche Therapie-Richtung, Dummheit meinerseits). Die Reaktion war eindeutig: „Da gehe ich nicht mehr hin, die will, dass ich NORMAL werde!“.
      Auch ein Autist, der sich nicht verbal äußern kann, könnte das genau so empfinden oder? Deshalb finde ich Aufklärung wichtig. Für Eltern, die verzweifelt sind. Und denen oft nur eine einzige Form der Therapie angeboten wird.

      Unabhängig davon tut sich noch eine Frage für mich auf: Warum wird eine Therapieform von Aktion Mensch gefördert, mit der offensichtlich durch ihre quasi Alleinstellung an vielen Orten ohnehin schon ein Haufen Geld verdient wird???

    • Nadine schreibt:

      Ich find’s krass, dass in diesem Zusammenhang Rechtsextreme mit Aktion Mensch verglichen werden. Der Vergleich hinkt doch total. Von einer Organisation, die sich angeblich für Behinderte einsetzt, sollte man doch wohl noch erwarten dürfen, dass sie ein Interesse daran hat Verhältnisse zu schaffen, dass auch Behinderte auf Augenhöhe mitdiskutieren können. Dass ein Interesse da ist, wie sich Therapieformen auf die Betroffenen auswirken und nicht nur darauf zu schauen, wie man die Betroffenen am einfachsten angehörigen- und gesellschaftskompatibel macht. Da sollte nicht schon ein in Stein gemeißeltes, an der Sicht des anderen eher uninteressiertes Weltbild existieren, wie man das bei Rechtsextremen & Co natürlich erwarten darf.

      • datlebbe schreibt:

        Ich glaub in dem Vergleich wären die Rechtsextremen wohl eher die ABA Befürworter. So hart der Vergleich auch ist, in Bezug auf Belehrbarkeit und Meinungsmache, finde ich ihn zumindest nicht allzu weit hergeholt.

        • Nadine schreibt:

          Wie auch immer, von so einer Plattform erwarte ich trotzdem, dass entsprechende Voraussetzungen geschaffen werden und entsprechend moderiert wird. Wenn ich das richtig verstanden habe, wurden ja durchaus auch von Aktion Mensch gewisse Steine in den Weg gelegt. Dass man von den anderen Diskussionsteilnehmern nicht zwingend erwarten kann, dass sie zu mehr bereit sind als ihre Positionen zu vertreten, steht auf einem ganz anderen Blatt.

    • datlebbe schreibt:

      Dieses Fazit ziehst du nachdem du einen Beitrag gelesen hast? Ein Blog ist dazu da, seine Gedanken nach außen zu tragen, Erfahrungen zu teilen und eben auch Themen zu verbreiten und zu diskutieren. Die Zeit ist also wohl sehr sinnvoll genutzt. Weiterhin erfährst du durch diesen Text, der sich ja auf die negativen Erfahrungen des Tages bezieht ja nicht, was der Autor sonst noch so alles in die Richtung unternimmt. Somit ist es ein reiner Vorwurf, dass er nur jammert und die Zeit für sinnvolleres nicht nutzt. Auch, dass deine Recherche nicht ausreicht um dir ein Bild davon zu machen, zeigt wohl eher, dass du dich in diesem Thema noch weiter einarbeiten muss um hier Verbesserungsvorschläge und Vorwürfe zu hinterlassen.

      PS den Vergleich mit Rechtsextremen finde ich hart, aber ich denke man kann ihn hier schon sehr gut anwenden. Vielleicht bring ich den mal an bei den Stichworten #rewalk #exoskelett und ähnlichem!

      • musikschullehrer schreibt:

        > Dieses Fazit ziehst du nachdem du einen Beitrag gelesen hast?

        Wer sagt, dass ich nur einen Beitrag gelesen habe. Aber ich konkretesiere, als unvoreingenommener stelle ich fest, es gibt zwei Parteien die sich streiten. Die eine wirtft der anderen böse und unfaire Mittel vor.

        Als Unbeteiligter versuche ich mir einen Reim darauf zu machen. Bloß da fallen mir mehrere Reime ein. Zum Beispiel: Die einen sind wirklich so böse, wie sie beschrieben werden oder jemand sucht einen Schuldigen für sein Versagen.

        Schöner und besser wäre es, wenn ich mir den zweiten Reim gar nicht machen würde und könnte.

        > dass du dich in diesem Thema noch weiter einarbeiten muss um hier Verbesserungsvorschläge und Vorwürfe zu hinterlassen.

        Der Punkt ist so nicht ganz rüber gekommen. Ich stellte fest, dass andere Interessengruppen ihren Punkt für mich schneller und verständlicher rüberbringen.

        • susanna14 schreibt:

          Der Autor des Blogs war so freundlich, dir die Kritikpunkte an ABA in knapper Form zu erläutern. Darauf könntest du immerhin eingehen.

    • mueller7de schreibt:

      Du liegst leider komplett falsch. Bevor man Schlüsse zieht, informiert man sich besser. Wenn Du also Fragen hast – her damit.
      Aleksander muss Dir nicht gefallen. Seine Meinung auch nicht.
      Hier ist allerdings auch keiner verpflichtet, Deine Wissenslücken zu erahnen.
      Geh einfach mal davon aus, dass das hier ernst gemeint und Teil einer durchaus sehr sinvollen Strategie ist. Dann können wir weiterreden.

    • maedel schreibt:

      Was du als jammern bezeichnest ist Berichterstattung im Detail. Da wir durch unsere andere Wahrnehmung etc. oftmals anders reagieren, dürfte dir ja bekannt sein. Manche Situationen beschreiben wir oft genau deswegen so genau, oder auch vermeintlich alltägliches, damit es auch Menschen verstehen, die eben nicht unsere Wahrnehnung teilen. Dieses genaue Differenzieren aber auch das Beschreiben von alltäglichen Schwierigkeiten, die dir vielleicht banal vorkommen, wird von außen oft als jammern bezeichnet. Ist mir auch passiert. Dabei jammere ich nicht. Ich berichte und das merkt man häufig auch an meiner Raktion auf Mitleidbekundungen. Ich will sie nicht.
      Fühle mich und meine Texte dann sogar völlig missverstanden, weswegen dann oft entsprechende Updates erscheinen.

      Was die Veranstaltung an sich betrifft. Ich war auch da und ich kann bestätigen wie es dort oder auch im Vorfeld ablief.
      Es ist dort tatsächlich einiges schief gelaufen und ja, ich war auch sauer auf mich, dass ich es nicht besser meistern konnte. Einfach weil ich die Schwierigkeit habe, dass mir verbal unheimlich viel entgeht und ich oft erst Tage später realisiere, was für ein Spiel getrieben wurde.
      Das habe ich dann auch in meinem Bericht über das Treffen bei Aktion Mensch, der auch oben verlinkt ist (Innerwelt) verarbeitet. Das ist dann auch eine Art mit solchen Dingen umzugehen. Erst im Schreiben kann ich Ordnen und dann loslassen.

      Das ist kein jammern. Wirklich nicht.

    • susanna14 schreibt:

      Genauso wenig wie man Rechtsradikale überzeugen kann, kann man die Leute von ABA überzeugen. Wichtiger ist, das Publikum, in diesem Fall Rat suchende Eltern zu überzeugen. Die manipulativen Strategien durchschauen zu lernen, ist ein wichtiger Schritt, sich selbst zu schützen, um nicht auf diese hereinzufallen.

      Bei ABA handelt es sich um Dressur. In der heutigen Kindererziehung hat das nichts zu suchen.

  30. Talyn schreibt:

    „Jammer nicht, denn ich verstehe nicht was dich belastet “ – irgendwie ist das eines der Beispiele, die so schön zeigen, warum autisten so schwer Mitgefühl bekommen. Ich habe nur eine leise Ahnung, warum das so ist und selbst wenn nur Schrifform zum kommunizieren genutzt und damit eigentlich klare, eindeutige mit einer (generell) festen Bedeutung, zum Tragen kommt. „mach halt was „…

    Vermutlich ist das aber der Knackpunkt: jemand der kein autist ist und demnach weder den Sinn und nutzen autistischen Verhaltens kennt noch über autistische Wahrnehmung und reizverarbeitung verfügt, wird das nicht verstehen.
    Klar, man könnte jetzt von primär empathischen Wesen, die (verallgemeinert) ja so klar sehen, dass sie Mitgefühl haben der gemeine autist aber nicht, erwarten einfach mal zu glauben das „aua“ „aua“ bedeutet, auch wenn nicht „verstanden „wird warum.

    Da Empathie aber offensichtlich nur funktionieren kann wenn ähnliche Erfahrungen vorliegen noch mal ein überspitztes Beispiel, wie das sich anfühlt, im hochstress sein „sein “ abtrainiert zu bekommen.

    Man wacht auf und hat eine dicke Grippe: die Haut tut weh, der Kopf, der Hals so dass man kaum sprechen kann. Man friert und einem ist übel… Man will nur ins Bett und ruhe und auch wenn morgen Prüfung ist, kann man sich bestimmt nicht aufs lernen konzentrieren….
    Das findet dein Umfeld doof, Prüfung ist wichtig.
    Der Arzt kommt und erklärt deinem nächsten wie er dich behandeln soll „ach mit der Grippe kann der nur noch auf eine Art lernen, verstehen muss er nicht, kann er ja auch grad nicht, also lernt er am besten auswendig… “ „Tee bekommt er genau wie seine decke nur dann, wenn er erste Erfolge zeigt. Aber nur kurz, dann nehmen Sie das weg und nächste Lektion“… Du willst etwas einwenden weil dich das alleine schon stört, aber: „nehmen Sie die Decke weg, der ist im fieberdelirium und soll zunächst mal nicht so unverständlich murren lernen „….
    Es kann sein, dass du versuchst dich wegzudrehen, die Decke zu halten oder wütend heiser einen Fluch ausstöst… Zack Kissen ist auch weg…

    Klingt übertrieben? So ähnlich kenn ich das, wenn ich im hochstress bin und meine Haut brennt :“ ach stell dich nicht so an, ich hab dich nur leicht anfassen wollen, das kann nicht weh tun!“

    Deine Grippe schreitet fort, du stehst mittlerweile an der Straße. Dort ist es auch noch laut und niemand lässt dich eher rein bist du deine Lektion auch ohne sie zu verstehen auswendig kannst…

    Wenn du Glück hast liegst du irgendwann im bett aber kannst die Decke nicht mehr ab, weil sie nun „sich kratzig und nicht mehr warm und weich anfühlt „. Irgendwie nicht mehr wohlfühldecke, von deinem eigenen Bett ganz zu schweigen. Außerdem ständig das Gefühl, gleich kommt wieder einer rein…

    Die Prüfung bestehst du sogar mit vier….
    Alle sind sich sicher, dass du das nur und ausschließlich wegen der spezial Behandlung geschafft hast… Dein Einwand, ne vier hättest du auch ohne geschafft, wird abgeschmettert.

    Das klingt absurd? So was macht man nicht!? Doch…

    Mit eingeschränkten Kindern, die sich langsamer entwickeln – in einem Alter in dem normale Kinder noch nicht mal als schulreif eingeschätzt werden, da sie noch klein sind und sich noch entwickeln müssen…

    Dazu muss man nicht verstehen oder nachvollziehen können, wie sich es anfühlt autist zu sein. Es sollte reichen, wenn man „nein “ sagt.

    Grad die andere Art der Verarbeitung ist nix was autisten sich ausdenken, dafür gibt es sogar Nachweise in der Gehirn Struktur (Untersuchungen von bahron cohen z
    B.).

    Das gehör vieler non verbaler wird geprüft z.B. Ob sie einfach taub sind und deswegen nicht reagieren. Da heißt es dann „ne hören tun seh gut, fast schon zu gut“…

    Bei Hunden weiß man das, da wird Kindern beigebracht leiser zu sein, weil der Hund so gute empfindliche Ohren hat…

    Natürlich hinkt mein Beispiel, autismus ist keine Grippe aber eben angeboren, unheilbar und „anders“…

    • musikschullehrer schreibt:

      @Talyn:

      Dein ausführlicher Kommentar weist daraufhin, dass nicht klar geworden ist, worauf ich das Jammern beziehe. Dass die Umstände für Aleksander nicht schön sind, ist mir schon klar. Aber es schwingt für mich die Botschaft mit, man hat diese Umstände von Seiten von ABA absichtlich geschaffen, um ihn mürbe und damit mundtot zu machen. Dabei hat man ganz gezielt seine autistischen Schwachstellen ausgenutzt.

      Weil meiner Auffassung Aleksander die Gegenseite als so bösartig beschreibt, habe ich mir den Vergleich mit den Rechtsradikalen erlaubt, weil damit klar wird, dass es sinnlos ist von so jemanden Entgegenkommen zu erwarten und einzuklagen. Ich halte dieses Einklagen von Entgegenkommen bei solch einem bösartig wahrgenommenen Gegner als pure Zeitverschwendung.

      Aber deine Thematisierung der Ressourcen, weist auf etwas hin, das hier etwas meiner Meinung nach unter den Tisch fällt. Aleksander hat begrenzte Ressourcen und ein Interesse an Aufklärung. Die ABA-Leute haben begrenzte Ressourcen. Warum Sie an diesem Gespräch interessiert sind, kann man nicht sagen.

      Das Ergebnis jede Seite, ist bereit eine bestimmte Menge der Ressourcen zu opfern, um dieses Gespräch zu führen. Also es hat für jeden einen bestimmten Wert. Wenn ABA das Gespräch nicht sonderlich wichtig ist, muss Aleksander entsprechend investieren oder das Gespräch platzen lassen.

      Die hier beklagte Aktion Mensch dürfte das gleiche Problem gehabt haben, lassen wir den Gesprächsfaden platzen oder nicht. Wessen Interessen stellen wir zurück, um die Interessen von Aleksanders und/oder der Autisten zu schützen. Wann vernachlässigen wir die Interessen von Aleksanders und/oder der Autisten, damit andere nicht zu kurz kommen.

      Der unerfreuliche Verlauf hätte auch dann zustande kommen können, wenn alle die besten Absichten gehabt hätten. (BTW: Fällt es Autisten eher leicht verschiedene Motive für ein Handeln anzunehmen oder eher schwer?)

      Es ist halt blöd, wenn man Bedingungen stellen muss, wenn man gehört werden will. Die andere Seite entscheidet, ob das, was man zu sagen hat, ihr den Aufwand wert erscheint.

      • Talyn schreibt:

        Hi, so wie es beschrieben wird stattgefunden hat, wovon ich jetzt ausgehe, war der Termin in der Ausführung suboptimal.

        Die jeweiligen Absichten der Gesprächsteilnehmer müssen nicht erahnt werden, egal ob autisten damit gesondert Probleme haben. Die sollten als „Ziele “ vorher jedem ersichtlich gemacht werden.

        Wenn man nun ein Gespräch anbietet und moderiert und dabei weiß, daß eine Partei Einschränkungen hat, muss dafür Sorge getragen werden, dass jeder seine Position darstellen kann.
        Es ist kein „jammern “ es anzusprechen, wenn dies nicht geschieht.
        Vielmehr sollte das sogar am Ende (war der Termin erfolgreich? Wenn nein, warum nicht? Kann man etwas verbessern? Wenn ja, wie?) in jedenfall geschehen.

        Ich für meinen Teil Maße mir gar nicht an, irgendwem eine Absicht zu unterstellen. Ich war nicht dabei – wohl aber kann auch mir von aussen auffallen, das es eklatante Probleme gab.

        Im übrigen ist zumindest in Anzahl und gesprachszeit sowie zeichenanzahl eine Seite eher „nicht zu kurz gekommen „, nämlich die pro -aba-basierte Therapie Seite.

        Aktion Mensch lebt davon „für behinderte “ etwas Gutes zu tun. Dazu gehört zwangsläufig Rahmenbedingungen zu gewährleisten, in welchen ein gleichberechtigtes Gespräch zustande kommen kann.

        Wer nicht laufen kann muss den Konferenztisch trotzdem erreichen können, wer blind ist dem müssen verschriftlichte Diskussionsgrundlagen anders zugänglich gemacht werden….
        Bei autisten reicht schon „an absprachen halten und fair bleiben sowie nicht verwirren „… Also eigentlich der minimal Standard, auch ohne irgendwelche Rücksichtnahme auf „besondere Bedürfnisse „.

      • Talyn schreibt:

        Ahhh, du musikschullehrer bist Stephan?… Sollte vielleicht noch mal deutlich gemacht werden, dass du eine Person in zwei Kommentaren bist.

      • Anita schreibt:

        @ Musikschullehrer bzw. Stephan

        (falls ja, ich hatte einige Fragen gestellt, Antworten diesbzgl. wären sehr freundlich und dienen einer guten Diskussion)

        Wer die weiterführenden Links und den Blog von Mädel mit den dort weiterführenden Links ALLE gelesen hat, kann gut erkennen das

        a) Aktion Mensch finanziert ein Projekt und misst der „Wissenschaft“ / Lobby einen großen Wert bei
        b) die Lobby möchte auf vielen Wegen eine Therapieform in Deutschland etablieren und kann es überhaupt gar nicht gebrauchen, dass sich erwachsene Autisten lautstark dagegen wehren
        c) den Autisten wird unterstellt, auf mehreren Plattformen, dass diese damit dem Wohl der autistischen Kindern schaden würden und man möchte sie in der Meinungsfreiheit beschneiden

        All dies darf man anmerken. Und es ist de facto kein Gejammer.

        Und wenn jemand als Mittler auftritt, dann hat er für beide Seiten gleichermaßen gute Bedingungen zu schaffen, ansonsten stellt er ein Ungleichgewicht her und vergibt die Chance hier Mittler zu sein sonder stellt sich auf eine Seite und macht damit ein gutes Gespräch unmöglich.

        In diesem Gespräch ging es (wie auch schon in dem Vorgespräch) darum, die Aktion Mensch zu informieren. Diese scheinen aber eine vorgefasste Meinung zu haben. Bzw. von einer einmal gefassten Meinung nicht abweichen zu wollen.

        Zitat: „(BTW: Fällt es Autisten eher leicht verschiedene Motive für ein Handeln anzunehmen oder eher schwer?)“

        Wir haben hier schon Monate und Jahre über die Motive für verschiedenste Handlungsweisen nachgedacht. Die klarsten Motive sind hier in jedem Falle Geld und Reputation.

        Uns geht es in jedem Fall nicht um Geld sondern um das Wohlergehen der Kinder.

        Als Mutter von vier autistischen Kindern kenne ich die Auswirkungen, die diese Therapieform für meine Kinder auf ganz vielen Ebenen hat.

        All überall schlägt einem diese Gesinnung, die mit ABA verbreitet wird, mitten ins Gesicht und führt Inklusion ad absurdum.
        Vom Kindergarten angefangen bis in die Arbeitswelt hinein.

        Da ich dies in meiner Lebensrealtität und der meiner Kinder erlebe, erlaube ich mir, dies anzuprangern. Und auch, dass eine Organisation wie die Aktion Mensch in Bezug auf Autismus wenig bis nichts verstanden hat.

        Gruß Anita

        • musikschullehrer schreibt:

          @Anita
          eigenlich wollte ich eine ANtwort schreiben, nachdem ich mir manches in Ruhe angeshen habe, Wenn ich dann aber lese:,
          „(falls ja, ich hatte einige Fragen gestellt, Antworten diesbzgl. wären sehr freundlich und dienen einer guten Diskussion)“
          spare ich mir die.

  31. Aspies e.V. schreibt:

    Es ist bedauerlich, dass diese Diskussionsveranstaltung so unfair organisiert wurde. Von einer Organisation wie der Aktion Mensch hätte man eigentlich erwarten dürfen, dass Absprachen eingehalten werden.
    Nachdem, was „QuerDenkender“ und „Maedel“ bei Innerwelt als Beteiligte über diese Diskussionsrunde berichten, schien die von vorneherein eher als ABA-Werbeveranstaltung konzipiert gewesen zu sein als eine Gesprächsrunde zum Zwecke von „Versachlichung der Diskussion und einem offenen Austausch der Positionen“ (Quelle: https://www.aktion-mensch.de/blog/beitraege/engagierte-diskussion-ueber-aba-therapie.html)
    Das zeigt schon die Zusammensetzung der geladenen Gäste. Wenn auf dem Podium 2 Fachkräfte = ABA-Befürworter gegen einen „Betroffen“ = ABA-Kritiker gegeneinander antreten sollen, ist, das Verhältnis doch vorneherein ABA-lastig geplant worden. Auch dass Prof. Röttgers „durch die Hintertür“ doch eingeladen wurde und Aleksander sich unerwartet mit ihm konfrontiert sehen musste, ist unentschuldbar.
    Wir kritisieren, dass das, was vorher wohl als das eigentliche Ziel der Veranstaltung genannt worden war, am Ende anscheinend nicht mehr Ziel war:
    „Um eine ausgewogenen Meinungsbildung zu ermöglichen, schlagen wir darüber hinaus vor, verschiedene Autismus-Experten einzuladen, die in den aktuellen Fall nicht involviert sind, aber die unterschiedlichen Methoden wissenschaftlich vertreten können.“ (Quelle: https://quergedachtes.wordpress.com/2015/08/23/offener-brief-an-die-aktion-mensch/#comment-2775).
    Denn anscheinend wurden ja dann doch Fachkräfte eingeladen, die in den Fall involviert sind und anscheinend wurden auch nicht „unterschiedliche“ Therapiemethoden thematisiert, sondern es ging, schon angesichts der zahlmäßigen Übermacht der eingeladenen Befürworter, darum, ABA als einzig „heilsame“ Methode herauszustellen. Und das taten sie wohl ausgiebig und auf rhetorisch manipulative Weise, worauf entsprechende Zitate bei „QuerDenkender“ und „Innerwelt“ hinweisen.

    Wir unterstützen die Initiativen, die sich kritisch mit Therapieformen im Autismusbereich auseinandersetzen. Therapien sollten als Ziel vor allem die Verbesserung der Lebensqualität der therapierten Personen haben. Die Meinungen autistischer Menschen dazu sollten unbedingt stärker Gehör finden.

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  35. Fuddel schreibt:

    Ich weiss nicht, ob dir klar ist, welch Ehre dir / euch eigentlich zuteil wurde. Die Bezeichnung eurer durchaus durchdachten und begründeten Argumente als Hetze, auch die Wortwahl von Herr Cordes als er von einem „angegriffenen Projekt“ sprach. Sie haben also zugegeben, dass sie eure Argumente als Angriff und damit als Bedrohung empfinden. Und als Bedrohung fasst man nur dann etwas auf, wenn man weiss, dass die Argumente der Gegenseite genügend Substanz haben um Schaden anzurichten. Sie wissen also, dass ihr gar nicht so falsch liegt mit dem was ihr kritisiert.

    Einen größeren Gefallen hätte man euch im Grunde kaum tun können. Ich glaube, an deiner Stelle wäre ich spätestens nach der Wortwahl von Herrn Cordes in der Vorstellungsrunde mit einem breiten Grinsen nach Hause gegangen.

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  39. Susanne schreibt:

    Die gleichen Vorwürfe kriege ich auch zu hören.

    Ich bin Psychiatrie-Erfahrene und engagiere mich gegen Zwangspsychiatrie. Ich sehe Psychopharmaka sehr kritisch. Über beides blogge ich auf Facebook.

    Und ich kriege ganz Ähnliches zu hören, ich würde Leute davon abhalten, sich die ach so nützliche Hilfe zu holen. Dabei rate ich gar nicht ausdrücklich davon ab. Ich weise nur auf die Möglichkeit hin, die Gefahr von Zwangsmaßnahmen durch eine Patientenverfügung zu mindern und ich habe einen kritischen, aber keinen generell abratenden Blick auf Psychopharmaka.

    Aus der Sicht von zwangsbehandelnden Psychiatern ist das nur zum Besten der Betroffenen (egal was diese dazu meinen) und indem ich Leute berate, wie sie dagegen vorgehen können, richte ich aus deren Sicht Schaden an.

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